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FTX-Pleite zieht weitere Kreise: Genesis stellt Insolvenzantrag

Der Krypto-Lending-Dienst Genesis meldet Insolvenz an. Andere Sparten des Unternehmens in Handel und Verwahrung sind aber nicht Teil des Antrags.

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Teil der Abwärtsspirale: Der Streit zwischen den Kryptofirmen Genesis und Gemini. (Bild: Shutterstock/Poetra.RH)

Seit Wochen wurde darüber spekuliert, nun ist es offiziell: Auch der Lending-Dienst Genesis Global Capital hält dem Kryptowinter nicht stand und hat ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 beantragt. Dabei wird der Betrieb fortgesetzt und ein Sanierungsplan erarbeitet.

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Die Genesis Global Holdco und die Kreditvergabeeinheit Genesis Asia Pacific haben ebenfalls Konkursschutz beantragt, während die Genesis Global Trading und andere Sparten, die im Handel und der Verwahrung von Kryptowerten tätig sind, nicht betroffen sind. Laut Interim-CEO Derar Islim ist der Schritt in die gerichtliche Umstrukturierung der „effektivste Weg“, um Vermögenswerte zu erhalten und das bestmögliche Ergebnis für die Genesis-Stakeholder zu erzielen.

Genesis war in Folge des Zusammenbruchs der Börse FTX und des Kreditgebers Blockfi selbst in Schwierigkeiten geraten. Nun will das Unternehmen Vermögenswerte verkaufen oder anderweitig Geld beschaffen. Das Kryptounternehmen verfügt derzeit über 150 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln zur Finanzierung des Betriebs.

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Bereits im November hatte die Genesis Global Capital die Kreditvergabe eingestellt und Kundengelder eingefroren, nachdem FTX in die Pleite geschlittert war. Genesis hatte einen Teil seiner Fonds bei der Kryptobörse gehalten.

Das Unternehmen gehört der Risikokapitalgesellschaft Digital Currency Group (DCG). Die Muttergesellschaft hatte angesichts des drohenden Liquiditätsengpasses schon länger mit verschiedenen Gläubigergruppen verhandelt, um mehr als drei Milliarden Dollar an Gläubiger zurückzuzahlen, wie die Financial Times berichtet hatte.

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Auch DCG spürt bereits die Auswirkungen des Kryptowinters und hat Anfang des Jahres in einem Aktionärsbrief angekündigt, die die vierteljährliche Dividendenzahlung auszusetzen, um die eigene Bilanz zu stärken. Neben Genesis zählen unter anderem auch der Vermögensverwalter Grayscale, das Newsportal Coindesk sowie der Trading- und Wallet-Anbieter Luno zum DCG-Kryptoportfolio.

Im Visier der US-Börsenaufsicht

Genesis hatte seine Investoren bereits vor einem möglichen Konkurs gewarnt, sollte es nicht gelingen, Barmittel aufzubringen. Zudem hat die Kryptofirma im Januar rund 30 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Nun könnte eine Klage der US-Börsenaufsicht SEC in der vergangenen Woche den Druck auf das Unternehmen weiter erhöht haben.

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Die SEC hat einen Blick auf Genesis und Gemini geworfen, weil sie davon ausgeht, dass das seit 2020 bestehende Programm „Gemini Earn“, bei dem Gemini-Kunden ihre Kryptobestände gegen Zinsen an Genesis verliehen hatten, gegen das Wertpapiergesetz verstoßen hat.

Genesis ist deshalb in einem viel beachteten Streit mit der Kryptobörse Gemini Trust verwickelt, das von Cameron und Tyler Winklevoss, ehemaligen US-amerikanischen Olympia-Ruderern, gegründet wurde. In dem Streit um „Earn“ geht es um den Verbleib von 900 Millionen Dollar an Vermögenswerten, die Gemini-Kunden bei dem Kreditgeber hinterlegt haben.

Auf Twitter begrüßte Winklevoss bereits den Insolvenzantrag von Genesis, weil es nun zu einer gerichtlichen Klärung in dem Streit kommen wird. Im Insolvenzantrag führte Genesis ein Darlehen von Gemini in Höhe von 765,9 Millionen Dollar auf.

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Zu den anderen großen Forderungen gehören ein Darlehen in Höhe von 78 Millionen Dollar von Donut und ein VanEck-Fonds mit einem Darlehen in Höhe von 53,1 Millionen Dollar.

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