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Steuerparadies Gibraltar: Auf dem Weg zur ersten integrierten Kryptobörse

Die Gibraltar Stock Exchange (GSX) soll helfen, Token zu monetarisieren – ohne Verkauf. Mit Bitcoin, Ethereum, Tether und weiteren Coins sollen sich Aktien bezahlen lassen, die dann als Sicherheit für andere Investitionen dienen können.

2 Min. Lesezeit
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Die geplante Börse listet bisher Bitcoin, Dogecoin, Cardano, Ethereum und Tether als Krypto-Assets.
(Bild: Shutterstock)

Die Gibraltar Stock Exchange (GSX) soll durch das Unternehmen Valereum zu neuer Größe aufsteigen, berichtet Wired. Die Pläne des britischen Inhabers Richard O’Dell Poulden sehen vor, die GSX aufzukaufen und eine integrierte Börse zu schaffen. An ihr sollen Investor:innen konventionelle Wertpapiere und Finanzprodukte gegen Kryptowährungen handeln können. Sie könnten so einen Teil ihrer Krypto-Assets in ein Fiat-Wertpapier umwandeln und darüber einen Kredit aufnehmen oder ein Haus kaufen. Aktuell ist dieser Weg umständlich und kostet eine Menge Gebühren und Steuern. Die GSX unter ihrem Noch-Eigentümer Mine Digital versuchte in der Vergangenheit mit bescheidenem Erfolg, Bitcoin-gestützte Wertpapiere an die Börse zu bringen.

Einzigartig: Aktienhandel mit Kryptowährung bezahlen

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Das Hauptproblem liegt laut Poulden darin, dass das Tauschen von Kryptowährung in staatliche Währung Kosten wie Transaktionsgebühren und Kapitalertragssteuern nach sich zieht. Kryptowährungen als Sicherheit zu verwenden, sei ebenfalls mühsam und benötige aufgrund der hohen Volatilität (Ausmaß der Kursschwankungen) starke Übersicherung. Valereum-Geschäftsführer Patrick Lyle Young fasst die Lösung so zusammen: „Menschen werden in der Lage sein, Kryptowährungen gegen Aktien zu tauschen, die in einer Treuhandgesellschaft gehalten werden, die der Börse gehört.“ Die Aktien dienen dann als Sicherheit für andere Transaktionen, etwa Bankkredite. Zu diesem Zweck hat Valereum das Unternehmen Juno gekauft, das auf die Gründung von Treuhandgesellschaften spezialisiert ist.

GSX und das Steuerproblem mit dem Krypto-Verkauf

Das Grundproblem, das die Börse lösen soll, ist der Verkaufszwang, um das Geld am Ende doch wieder zu investieren. Denn der zieht Kapitalertragssteuern nach sich. Young erklärt: „Das Letzte, was Krypto-Investor:innen tun wollen, ist verkaufen, denn wenn sie die Kryptowährung verkaufen, erhalten sie eine riesige Steuerrechnung.“ Durch die Bezahlung von Wertpapieren mit Krypto-Geld entfällt der Verkauf. In Youngs Aufstellung akzeptierter Token stehen bisher Bitcoin, Dogecoin, Cardano, Ethereum und Tether. Eine endgültige Liste befindet sich noch in Arbeit.

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Gibraltars Schwerpunkt auf Kryptowährungen

Wenn die Finanzregulierungsbehörde FSC zustimmt, will Valereum rund 68 Millionen US-Dollar in die Infrastruktur der Börse stecken. Young betont, das Unternehmen könne auch mehr – bis zu 135 Millionen Dollar – aufbringen. Die FSC steht im Ruf, trotz ihrer dünnen Personaldecke von 80 Mitarbeiter:innen gut und schnell zu agieren. Zudem will die Regierung des Überseeterritoriums des Vereinigten Königreichs eine Vorreiterrolle in Sachen Krypto-Regulierung spielen. Das hat dazu geführt, dass sich dort Kryptobörsen wie Huobi und Bullish angesiedelt haben. Berichten zufolge soll auch Schwergewicht Binance über einen Umzug auf „the rock“ nachdenken. Gibraltar hat es mit einer ähnlichen Strategie bereits geschafft, zum Mekka für Online-Glückspielunternehmen zu werden.

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