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Girocard: Im Dezember schon jede dritte Zahlung kontaktlos

Kontaktlos zahlen mit der Girocard. (Foto: Euro Kartensysteme)

Die Möglichkeit, kontaktlos zu zahlen, gibt der Girocard massiven Auftrieb. 4,5 Milliarden 2019 über das System ausgeführte Transaktionen bedeuten Rekord. Zuletzt war jede dritte Zahlung kontaktlos.

Seit einigen Jahren können Verbraucher in Deutschland mit der Girocard (früher: EC-Karte) auch kontaktlos zahlen – dank der eingebauten NFC-Funktion. Die Möglichkeit, kontaktlos zahlen zu können, scheint der Girocard in den vergangenen Monaten einen kräftigen Schub verliehen zu haben. Die Zahl der via Girocard getätigten Zahlungen kletterte 2019 um 19 Prozent auf 4,5 Milliarden – neuer Rekord, wie die Deutsche Kreditwirtschaft mitteilt. Über das Jahr hinweg erfolgte dabei jede vierte Zahlung kontaktlos.

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Girocard: Drei Viertel haben Kontaktlos-Funktion

Die Entwicklung verlief in den vergangenen Monaten aber rasant. Nachdem im Januar nur 19 Prozent der Bezahlvorgänge kontaktlos erfolgten, waren es im Dezember schon 35,7 Prozent. 2018 verbuchten die Anbieter gerade einmal 9,8 Prozent Kontaktlos-Zahlvorgänge. Laut der Deutschen Kreditwirtschaft verfügen mittlerweile 75 der über 100 Millionen Girocards über eine Kontaktlos-Funktion. Die Zahl der aktiven Terminals auf dem Markt stieg um 3,7 Prozent auf 871.000. Im Dezember unterstützten fast 755.000 davon eine kontaktlose Zahlungsabwicklung.

Den Kartenanbietern zufolge sollen auch ehemalige Bargelddomänen wie Bäckereien oder Fleischereien immer häufiger eine Bezahlmöglichkeit via Karte anbieten. Dass die Deutschen zunehmend schneller zur Karte greifen und ihr Bargeld stecken lassen, legen auch die Daten über die Entwicklung der Durchschnittspreise bei der Kartenzahlung nahe. Demnach sank der durchschnittliche Betrag beim Zahlen gegenüber 2018 um 2,53 Euro auf 46,86 Euro. Beim kontaktlosen Zahlen wurden im Schnitt sogar nur 33,93 Euro beglichen.

Mobile-Payment versus Girocard

Marktbeobachter wie Christian Kirchner vom Branchennewsletter Finanz-Szene.de weisen allerdings darauf hin, dass der aktuelle Siegeszug der Bezahlung per Girocard zumindest zum Teil auf dem Rückgang des unterschriftbasierten Lastschriftverfahrens basiert. Dazu beigetragen habe die Deckelung der Interchange-Gebühr durch die EU-Kommission auf 0,2 Prozent je Transaktion – auch bei der Girocard. Kritiker des Girocard-Bezahlsystems sehen künftig eher das Mobile-Payment von Anbietern wie Apple oder Google auf der Überholstraße. Allerdings kann man mit der Girocard auch mobil bezahlen.

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2 Kommentare
Johanne

Bin ja Applepay-Nutzerin der ersten Tage und lache die Leute immer aus, die ihre Karte in das Terminal stecken:-)

Antworten
Martin Fiedler

Kontaktlos ist halt doch um Einiges bequemer. Kann mich kaum erinnern, wann ich das letzte Mal Bar bezahlt habe.

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