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Bard: Googles ChatGPT-Alternative kommt nach Deutschland und lernt sprechen

Google wurde in Europa bei seiner KI-Aufholjagd bislang von der Datenschutzbehörde in Irland ausgebremst. Doch nun ist der Weg frei – auch für den Start des Chatbots Bard in Deutschland.

Quelle: dpa
3 Min. Lesezeit
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Google musste den Start seines KI-Chatbots Bard in der EU verschieben. (Bild: Ascannio/Shutterstock)

Google hat seinen KI-Chatbot Bard in Deutschland und in der EU gestartet. „Bard ist jetzt in den meisten Ländern der Welt verfügbar, darunter in allen Staaten der Europäischen Union und Brasilien“, sagte Google-Manager Jack Krawczyk, der bei dem Internetriesen für Bard verantwortlich ist. Das bisher größte Update von Bard umfasse auch die Unterstützung der am häufigsten gesprochenen Sprachen, darunter Deutsch, Arabisch, Chinesisch, Hindi und Spanisch. Bislang konnte Bard nur auf Englisch, Japanisch und Koreanisch bedient werden.

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Mit Bard kontert Google den Erfolg des Chatbots ChatGPT des Startups OpenAI. Der Wettbewerb in diesem Segment ist für Google besonders relevant, auch weil OpenAI von Microsoft mit Milliarden unterstützt wird. Der große Google-Wettbewerber versucht mithilfe von ChatGPT, in Märkte wie Internet-Suche und Online-Werbung vorzudringen. Außerdem sollen die KI-Funktionen die Vormachtstellung von Microsoft im Softwaremarkt absichern.

Der Google-Dienst Bard mit künstlicher Intelligenz war zum Start Mitte Mai für Anwender in Deutschland und den anderen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union noch gesperrt. Die für Google in Europa zuständige irische Datenschutz­kommission DPC hatte Bedenken geäußert, ob Bard die Bestimmungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einhält.

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Krawczyk sagte, man habe nicht nur mit dem irischen Datenschutz-Kommissar gesprochen, sondern mit vielen Datenschutz-Behörden in Europa, darunter auch mit dem Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz, der in Deutschland für Google zuständig ist.

Neue Funktionen: Bard kann jetzt sprechen

Zeitgleich mit der regionalen Ausdehnung führe Google bei Bard auch neue Funktionen ein. So kann man sich die Antworten von Bard auf Texteingaben per Klick auf das Sound-Symbol anhören. „Das ist besonders dann hilfreich, wenn man die richtige Aussprache eines Wortes hören oder ein Gedicht oder Skript vorgelesen bekommen möchte“, sagte Krawczyk. Diese Funktion sei jetzt auf Deutsch und in über 40 weiteren Sprachen verfügbar.

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Gleichzeitig könne man die Antworten von Bard auch auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und die Tonalität sowie den Stil auf verschiedene Optionen einstellen. So könne man zum Beispiel Bard bitten, beim Verfassen einer Anzeige für einen alten Sessel zu helfen und die Antwort dann bei Bedarf mithilfe der Dropdown-Liste kürzen. Diese Funktion sei zunächst nur in Englisch verfügbar und werde bald auf weitere Sprachen ausgeweitet.

Ihr könnt Bard bald auch mit Bildern füttern

Neu ist auch die Funktion, Spracheingaben mit dem Hochladen von Bildern zu kombinieren. Damit können man Inspirationen für einen Text erhalten, der sich auf das Bild beziehe, beispielsweise wenn man sich bei jemanden für ein Geschenk bedanken und sich von Bard bei der Formulierung der Danksagung unterstützen lassen möchte. Diese Funktion gebe es jetzt auf Englisch und sie werde bald auch in weiteren Sprachen verfügbar sein.

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Eine weitere Neuerung ist, einen Chat mit dem Bot über die Seitenleiste anzupinnen. So kann er zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgerufen werden. Wer den Chat mit anderen teilen möchte, muss ab sofort nicht alles kopieren, sondern kann nun direkt einen Link zum Chat mit Bard verbreiten, den Google auf Wunsch erzeugt.

Google-Manager Krawczyk sagte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, sämtliche Funktionen von Bard würden weiterhin kostenlos angeboten. „Im Moment konzentrieren wir uns darauf, Bard für die Anwenderinnen und Anwender so nützlich wie möglich zu machen. Wir fokussieren uns also im Moment nicht auf die Monetarisierung.“

Google-Wettbewerber OpenAI bietet dagegen für seinen Dienst die kostenpflichtige Abo-Variante ChatGPT Plus an. Für 20 Dollar im Monat bietet OpenAI eine bessere Verfügbarkeit bei hoher Nachfrage, eine schnellere Reaktionszeit und bevorzugten Zugang zu neuen Funktionen wie den neuesten Sprachmodellen an.

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Sabrina Mevis

Bisher muss ich sagen, dass ChatGPT 3.5 deutlich besser ist, was die Qualität der Antworten agenht.

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