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Google Chrome erkennt jetzt Tippfehler in URLs

Wer nicht auf Bookmarks oder Suchmaschinen setzt, sondern seine URL direkt in den Browser eingibt, kann sich auch mal vertippen. Dank eines neuen Features von Google Chrome soll das in Zukunft aber kein Problem mehr sein.

Von Stefica Budimir Bekan
3 Min.
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Google Chrome erkennt nun auch Tippfehler in URLs (Bild: Shutterstock/pixinoo)

Anlässlich des Welttages der Barrierefreiheit hat Google einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem das Unternehmen Neuerungen vorgestellt hat, die dabei helfen sollen, die digitale Welt noch barrierefreier zu gestalten.

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Google Chrome erkennt URL-Fehler und bessert sie aus

Neben der standardmäßigen Anzeige barrierefreier Orte in Google Maps und der Erweiterung der Funktion „Automatische Untertitel“ erkennt Google Chrome jetzt auch automatisch URL-Tippfehler, wenn du eine Webseite in die Adressleiste eingibst. Und das ist noch nicht alles. Die neue Funktion schlägt daraufhin sogar korrekturbasierte Webseiten vor.

Dieses Feature macht es einfacher, trotz Rechtschreibfehlern auf zuvor bereits besuchte Websites zu gelangen und erhöht die Zugänglichkeit für Menschen mit Legasthenie, Sprachenlernende, aber auch für alle, die zu Tippfehlern neigen. Die Funktion ist jetzt auf Chrome Desktop verfügbar und wird in den kommenden Monaten auch für mobile Geräte eingeführt.

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Barrierefreiheit im Internet dringend nötig

In puncto Barrierefreiheit hinkt Deutschland noch weit hinterher. Obwohl tausende von barrierefreien Wohnungen und Häusern benötigt werden, gibt es leider zu wenige. Und nicht zu vergessen: Viele Zugänge zu Arztpraxen und Einkaufszentren sind immer noch nicht komplett barrierefrei. Aufzüge für Menschen im Rollstuhl, dort wo man sie benötigt? Fehlanzeige!

Ähnlich sieht es auch in der digitalen Welt aus. Deshalb ist es an der Zeit, dass Webseiten eine noch bessere User-Experience für alle schaffen – und auch Menschen mit Behinderungen mitbedenken.

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Alt-Texte für Sehbehinderte? Kaum einer nutzt diese Funktion

Vor allem Sehbehinderte tappen auf vielen Webseiten immer noch im Dunkeln und auch andere Menschen mit Behinderungen sind häufig von der Benutzung des Internets wegen völlig unnötiger Barrieren ausgeschlossen. Das Problem besteht darin, dass viele Bilder über unzureichende Bildunterschriften und Alt-Texte verfügen – oder oft einfach überhaupt keine haben. Dadurch werden visuelle Informationen für viele Menschen unzugänglich.

Eine Studie der Carnegie Mellon University aus dem Jahr 2019 ergab, dass von 1,09 Millionen Tweets nur 0,01 Prozent über Alt-Texte verfügen, die von den Content-Ersteller:innen hinzugefügt wurden. Jetzt hilft eine KI dabei, diese Bilder zugänglicher zu machen. Die brandneue Funktion nennt sich „Bildfrage und -antwort“ und ist in der App „Lookout – Unterstütztes Sehen“ enthalten.

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Lookout, das im Jahr 2019 eingeführt und speziell für Blinde und Sehbehinderte entwickelt wurde, verwendet KI, um Menschen bei alltäglichen Aufgaben wie dem Sortieren von Post und dem Einräumen von Lebensmitteln zu unterstützen. Das neue Tool soll nun Bilder verarbeiten und beschreiben können – und das ganz ohne Bildunterschrift oder Alt-Text!

Anschließend können die Menschen ihre Stimme nutzen oder Fragen eingeben, um ein genaueres Verständnis davon zu erhalten, was auf einem Bild zu sehen ist. Diese Funktion basiert auf einem fortschrittlichen visuellen Sprachmodell, das von Google DeepMind entwickelt wurde.

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Rollstuhlfahrer:innen sollen es auch einfacher haben

Seit 2020 können Menschen die Funktion „Barrierefreie Orte“ in Google Maps aktivieren, um leichter zu erkennen, ob ein Ort, an den sie möchten, über einen rollstuhlgerechten Zugang verfügt. Das ist anhand eines Rollstuhl-Symbols ersichtlich. Google macht das Symbol für alle auf Maps sichtbar, damit Rollstuhlfahrer:innen bereits im Voraus wissen, ob es einen stufenlosen Zugang gibt.

Das ist jedoch nicht nur für Menschen mit Behinderungen hilfreich, sondern auch für alle, die einen Kinderwagen schieben oder einen Koffer schleppen. Weitere Informationen wie rollstuhlgerechte Sitzplätze, Parkplätze oder Toiletten werden im Tab „Info“ angezeigt.

Weitere Updates verfügbar

Im aktuellen Blogbeitrag kündigt der Konzern außerdem weitere „große Updates“ für sein noch nicht veröffentlichtes Smartwatch-Betriebssystem Wear OS 4 an. Dieses soll mit einer noch genaueren und effizienteren Version der Text-zu-Sprache-Funktion aufwarten. Und auch für alle TalkBack-Nutzer:innen gibt es neue Funktionen: Sie haben nun Zugriff auf ein Tab-Raster mit zusätzlichen Features wie Tab-Gruppen, Massen-Tab-Aktionen und Neuanordnung.

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