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Google produziert die Pixel 3a demnächst in einer alten Nokia-Fabrik in Vietnam

Das Pixel 3a kommt demnächst aus Vietnam. (Foto: t3n)

Google verlagert maßgebliche Teile der Produktion seiner Pixel-Smartphones nach Vietnam. Dafür hat das Unternehmen eine alte Nokia-Fabrik umbauen lassen.

Wie der Nikkei Asian Review berichtet, will Google schon im Herbst 2019 in der nordvietnamesischen Provinz Bac Ninh Smartphones der 3a-Reihe herstellen. Die Maßnahme wird im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen USA und China gesehen. Nach der sich verschärfenden Auseinandersetzung streben inzwischen etliche große Technik-Firmen den Teilabzug aus der Volksrepublik an. So will etwa Apple bis zu 30 Prozent seiner iPhone-Produktion in Länder wie Indien und Vietnam verlegen. Auch HP und Dell haben ihre Server-Produktion aus China abgezogen und auf südostasiatische Länder wie Thailand, Vietnam und die Philippinen verteilt.

Strafzölle und allgemein steigende Kosten machen China unattraktiver

Der Handelsstreit ist indes nicht der einzige Grund für das Ausweichen in Nachbarländer. Tatsächlich sind in den letzten Jahren zudem die Löhne in China gestiegen. Arbeiter in Vietnam erhalten deutlich geringere Entgelte, was sich etwa bei der personalintensiven Assemblierung von Smartphones schnell bemerkbar macht.

Im Umfeld des neuen Standorts in Nordvietnam hatte vor zehn Jahren bereits Samsung seine Lieferkette aufgebaut, so dass die Region erfahrene Arbeitskräfte zur Verfügung stellen kann. Das neue Google-Werk wird wohl von FIH, einer Tochterfirma von Foxconn, betrieben. Diese hatte das ehemalige Nokia-Werk kürzlich von Microsoft erworben. Damit bleibt Google letztlich seinem Auftragsfertiger treu, nur der Produktionsstandort ändert sich.

Pickel 3a nicht die einzigen Google-Produkte, deren Produktion verlagert wird

Früher im Jahr hatte Google begonnen, die Produktion seiner Nest-Produkte, sowie seiner Server-Hardware nach Taiwan und Malaysia zu verlagern. Es geht dem Unternehmen aus Mountain View um die Diversifizierung seiner Lieferkette, um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten , sowie die Einflussmöglichkeiten einzelner Staaten zu reduzieren.

Dabei bedeuten die aktuellen Maßnahmen nicht, dass sich Google etwa komplett aus China zurückziehen würde. Dafür ist die Volksrepublik als Markt zu wichtig und zu groß. Vorerst sollen Produktionsstarts neuer Hardware weiter in China erfolgen. So wird auch das kommende Pixel 4 in der Volksrepublik hergestellt werden.

Googles Smartphone-Geschäft wächst rasant

Für 2019 geht Google davon aus, zwischen acht und zehn Millionen Smartphones auszuliefern. Das entspricht einer Verdoppelung der Zahlen des Jahres 2018. Entscheidenden Anteil an dem Trend haben die Pixel 3a, die im mittleren Preissegment angesiedelt sind, leistungsmäßig jedoch teilweise mit Flaggschiffen mithalten können. Hier ist unser Testbericht dazu. Das Pixel 3a schaffte es im zweiten Quartal des Jahres auf dem US-Markt entsprechend auf Platz 5 der beliebtesten Marken. Mit 70 Prozent aller Verkäufe weltweit ist der US-Markt für das Unternehmen aus Mountain View der wichtigste, gefolgt vom Vereinigten Königreich und Japan.

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