Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Software & Infrastruktur

HTTPS der Zukunft: Googles SPDY nutzt Multiplexing

Google zeigt mit SPDY ein mögliches Protokoll der Zukunft. Es ermöglicht  die parallele Datenübertragung vom Server zum Client und ist dabei standardmäßig mit SSL/TLS verschlüsselt. Wir stellen es euch vor.

Im Jahr 2012 hat Google offiziell bekannt gegeben, dass das Unternehmen seit 2009 an einem neuen Protokoll arbeitet, das komprimierte Daten überträgt, „Multiplexing“ und eine Priorisierung von Datenpaketen ermöglicht. Dabei ist „SPDY“ keine Abkürzung – wie sonst üblich – sondern eine geschützte Marke. Die Aussprache ist ident mit dem englischen Wort für „flott“ – „speedy“. Seit gestern gibt es offizielle Ergebnisse. Wenn es um die Steigerung der Performances eines Projekts geht, richten wir unsere Augen auf die durchgeführten Requests an einen Server. Wir machen Performance-Analysen und wenden Techniken wie CSS-Sprites an, um die zahlreichen Anfragen für Grafiken zu vermindern. Dieses Video zeigt, dass SPDY einen neuen Weg geht – und der ist standardmäßig verschlüsselt.

SPDY: Ein Protokoll der Zukunft?

Das experimentelle Protokoll setzt auf sogenanntes Multiplexing. Dabei werden über einzelne TCP-Verbindungen verschiedene IP-Pakete und somit auch verschiedene HTML-Dokumente gleichzeitig übertragen – parallel. SPDY setzt außerdem auf eine TLS-Verschlüsselung (Mehr zum Thema SSL/TLS-Verschlüsselung könnt ihr in unserem Einsteiger-Artikel lesen). Eine Komprimierung mit gzip oder DEFLATE ist laut SPDY-Entwurf ebenfalls vorgesehen. Zusätzlich bietet SPDY dem Web-Server die Möglichkeit, selbstständig Übertragungen zu initiieren. So kann ein Server Daten direkt und ohne Anfrage des Clients beziehungsweise eines Benutzers an Webprojekte „pushen“. Dabei ist SPDY keineswegs als Ersatz von HTTP zu verstehen sondern vielmehr als eine Neuinterpretierung, wie „Requests“ und „Responses“ eines Servers an den Client übertragen werden.

Googles Benchmark zu SPDY

Google hat SPDY in Kombination mit seinen vier Hauptprodukten getestet. Die Tests wurden mit Chrome 29 unter Zuhilfenahme von echten User-Sessions durchgeführt. Dabei zeigt sich ein signifikanter Anstieg der Performance gegenüber HTTPS.

Bildschirmfoto 2013-11-21 um 11.08.23
Die Grafik zeigt, dass SPDY zwischen 20 und 40 Prozent schneller ist als HTTPS. (Grafik: blog.chromium.com)

offiziellen Blog zum Projekt.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
phc

"Dabei werden über einzelne TCP-Verbindungen verschiedene IP-Pakete und somit auch verschiedene HTML-Dokumente gleichzeitig übertragen" das ist doch nicht euer ernst, oder?

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen

Finde einen Job, den du liebst