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Mahlzeit! Das größte Rindersteak aus dem 3D-Drucker wiegt 100 Gramm

Ein israelisches Labor hat das bisher größte gedruckte Steak aus gezüchteten Zellen vorgestellt. Ziel ist es jedoch nicht, die Fleischstücke an Endverbraucher zu verkaufen.

2 Min. Lesezeit
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Mit rund 100 Gramm ist das Steak nicht gerade üppig ausgefallen.
(Bild: Meatech)

Fast 110 Gramm wiegt das biologisch gedruckte Fleischwerk vom israelischen Labor Meatech 3D. Es besteht aus Schichten von im Labor gezogenen Fett- und Muskelzellen. Es sei das bisher größte Steak aus kultiviertem Material, so der Hersteller. Die Produzenten entnahmen einer Kuh Stammzellen und arbeiteten sie in sogenannte Biotinten ein. Der 3D-Drucker des Unternehmens druckte es, danach reifte es in einem Inkubator – dort differenzierten sich die Fett- und Muskelzellen aus. „Wir glauben, dass wir uns an die Spitze des Rennens um die Entwicklung hochwertiger zellbasierter Fleischprodukte gesetzt haben“, verkündete der CEO Sharon Firma anlässlich des freudigen Ereignisses. Experten bezweifeln die Topposition, berichtet der Guardian.

3D-Druck auf dem Vormarsch

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Die Szene ist sich einig, dass der Schritt „aufregend“ ist und nach vorne zeigt. Der 3D-Druck ermögliche es, anspruchsvollere Produkte zu kreieren, „die den Geschmack, die Textur und das Mundgefühl von herkömmlichem Fleisch authentisch nachbilden können“,meint etwa Seren Kell vom Good Food Institute Europe (GFI). Das Non-Profit-Institut setzt sich für die Etablierung von „alternativem Protein“ ein. Dabei geht es sowohl um pflanzenbasiertes als auch kultiviertes „Fleisch“. Andere Fachleute mahnen zur Vorsicht: Meatech müsse erst zeigen, dass die Technologie im großen Maßstab und zu vernünftigen Kosten eingesetzt werden könne.

Weltweiter Wettlauf um kultiviertes Fleisch

Andere Unternehmen sind schon weiter: Das israelische Startup Future Meat versucht zurzeit, die Genehmigung der US-Lebensmittelkontrolleure zu erhalten. Eine Fabrik nahe Tel Aviv könne täglich eine halbe Tonne Fleisch aus Zellkulturen entstehen lassen, heißt es. Redefine Meat lautet der Name eines weiteren Startups aus der Region, das vegane Steaks aus dem Drucker an Luxusrestaurant verkaufen möchte. Geschmacklich sei kein Unterschied zu bemerken, behauptet es. Der deutsche Geflügelmulti PHW (Wiesenhof, Bruzzler) hat sich dort eingekauft. Das US-Unternehmen Eat Just ist schon weiter und durfte Ende 2020 Chicken-Nuggets aus kultiviertem Fleisch in Singapur verkaufen. Mosa Meats aus den Niederlanden hat 2013 den ersten Burger im Labor hergestellt. In dieser Woche kündigte die Universität Lissabon die Herstellung von Seebarschfilets an. Meatech, der Hersteller des vermeintlich größten Steaks, hat hingegen andere Pläne mit seinem Vorstoß: Das Unternehmen will kultiviertes Fett an Lebensmittelproduzenten verkaufen.

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