Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Gründer zahlt 10.000 Euro Prämie für Personal-Empfehlungen

Junge Digitalfirmen sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Was ihnen mittlerweile fehlt, sind qualifizierte Mitarbeiter. Deshalb greift so manches Unternehmen zu ungewöhnlichen Methoden.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Für junge deutsche Digitalfirmen wird es immer schwerer, Fach-Mitarbeiter zu finden. (Bild: Shutterstock / Ivanko80)

Sebastian Funke ist 42 Jahre alt und Gründer des E-Commerce-Unternehmen Stryze. Dieses kauft Marken, die auf Plattformen wie Amazon handeln, und baut sie aus. In seiner Funktion als Firmenchef hat er aktuell aber ein Problem: Er würde gerne Stellen besetzen, kommt aber nur schwer an geeignetes Personal.

„Überall gibt es eine Knappheit an Personal“

Anzeige
Anzeige

Allein 40 Stellen würde er am liebsten noch in diesem Kalenderjahr besetzen – und das nicht nur auf Fachpersonal-Ebene. „Wir suchen auch Buchhalter, Designer, Logistikmanager oder Lagerarbeiter – überall gibt es eine Knappheit an Personal“, sagte er der „Wirtschaftswoche“. Um dennoch an gutes Personal zu kommen, zahlt Funke mittlerweile seinen Mitarbeitern eine satte Prämie von 10.000 Euro, wenn sie einen Bekannten dazu bringen, bei Stryze zu arbeiten. Auch die Vermittlung von Werksstudenten lohnt sich, 500 Euro sind dafür bei Funke zu haben.

Funke ist natürlich nicht der einzige mit diesem Problem. Für viele deutsche Start-ups läuft das Geschäft gut, aber es hapert an Fachpersonal. Fast ein Drittel der im diesjährigen Start-up-Monitor, der laut der „Zeit“ „wichtigsten Studie über junge Unternehmen in Deutschland“, befragten Unternehmen gaben an, dass die Personalplanung und -rekrutierung eine große Herausforderung für sie sei. „Die Suche nach Personal wird für uns zu einer Herausforderung, das Geschäftsmodell in der Geschwindigkeit nach vorn zu bringen, wie wir es gerne hätten“, sagt Funke.

Anzeige
Anzeige

Bewerber können pokern

Funkes Leid ist der Bewerber Freud: Die Nachfrage nach ihnen ist groß, ihr Marktwert ist gut. „Manche gehen durch einen langen Auswahlprozess – und entscheiden sich dann am Ende doch noch um, weil anderswo ein besseres Angebot vorliegt“, erklärte Julian von Blücher, Gründer der auf die Start-up-Branche spezialisierten Personalberatung Talenttree.

Anzeige
Anzeige

Für ihn ist auch klar: „Der größte Engpass ist nicht mehr das Geld heutzutage. Investoren und Start-ups unterschätzen immer noch, wie schwer es ist, das Personal zu finden.“ Von Blücher schätzt, dass sich der Aufwand in der Branche, eine Stelle neu zu besetzen, alleine im vergangenen Jahr durchschnittlich um rund 50 Prozent gesteigert habe.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
2 Kommentare
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Thomas Czekala - Block2Job
Thomas Czekala - Block2Job

Kein Mensch empfiehlt seinen Freunden ein unbekanntes- oder schlechtes Restaurant. Hohe Empfehlungsprämien können nach hinten losgehen und als Verzweiflungstat verstanden werden. Nur eine real gute Stelle mit echtem Wechselvorteil bewegt Kandidaten zu einer Bewerbung. Die Tippprämie an den Empfehler ist also eher eine Wertschätzung und nicht der Hauptmotor um nachhaltig Kandidaten zu bekommen.

Antworten
Anton Wohlfart
Anton Wohlfart

10000 EUR Prämie klingt nach Aktivismus und einem PR-Stunt und nicht nach einen nachhaltigen Konzept.
Mitarbeiter Empfehlungsprogramme funktionieren als Wertschätzung. Wenn die Firma gut und die Stelle ein echter Tipp ist, dann empfehlen Mitarbeiter und freuen sich über einen angemessenen Betrag. Wenn die Stelle kein Tipp ist, dann helfen auch hohe Beträge nichts. Da gibt es diverse Studien und Erfahrungsberichte von Firstbird, Block2Job und anderen.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige