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GTA: Trilogy beinhaltet immer noch Sex-Mod-Dateien

Der Skandal um den Mod „Hot Coffee“ kostete Publisher Take-Two 2006 über 163 Millionen Dollar. Der Quellcode in der Wiederauflage könnte den neuerlichen Verkaufsstopp erklären.

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Die Trilogie besteht aus aufgearbeiteten GTA-Klassikern von 2001, 2002 und 2004. (Bild: Miguel Lagoa/ Shutterstock.com)

„Grand Theft Auto (GTA): The Trilogy – The Definitive Edition“ heißt das Remaster-Paket aus den Teilen „GTA III“, „GTA: Vice City“ und „GTA: San Andreas“, das letzte Woche herausgekommen ist. Rockstar Games nahm das Spiel jedoch kurze Zeit später wieder vom Markt und sperrte den Zugang über digitale Wege. Berichten zufolge enthält es versteckt nicht-lizensierte Musik, vollständige Skripte mit Entwicklernotizen und Dateien, die im Zusammenhang mit dem umstrittenen Easteregg „Hot Coffee“ stehen.

Data-Miner finden Ursprungsskripte

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Nach der Veröffentlichung setzten sich gewiefte Experten an das Spiel und nahmen den Quelltext der Neuauflagen auseinander. Dabei stießen sie zunächst auf Musikstücke, die aufgrund fehlender Lizenzen nicht mehr im Spiel abgespielt werden dürfen. Die Entwickler haben sie anscheinend nur aus der Musikrotation genommen. Zusätzlich fanden Data-Miner eine nicht kompilierte Variante der Hautpspieldatei „main.scm“, die alle Originalskripte enthält – also auch herausgeschnittene und fehlende Inhalte sowie Anmerkungen der Entwickler von Rockstar North.

Hot Coffee Mod GTA

Der Hot-Coffee-Mod: Der Protagonist vergnügt sich mit seiner Freundin – komplett angezogen. (Grafik: Rockstar Games)

Viel Ärger mit Sex in voller Montur bei „Hot Coffee“

In der „Definitive Edition“ von GTA San Andreas tauchten zudem die Original-Dateien von „Hot Coffee“ auf. Ursprünglich konnten Spieler mit diversen Freundinnen Sex haben, der jedoch nicht zu sehen war. Dann entdeckte man ein Minispiel, das in San Andreas versteckt war. Hier war der Sex sichtbar und man konnte die Aktionen des Protagonisten steuern. Zur Auswahl standen rhythmische Bewegungen ausführen sowie Stellung wechseln und Ansicht ändern. Die „Performance“ zeigte ein Erregungsbalken, den es auszufüllen gab. Obwohl die Akteure dabei angekleidet waren, war der sexuelle Akt eindeutig und zog einen Aufschrei nach sich. In mehreren Ländern musste das Spiel vom Markt genommen werden oder erhielt eine Alterseinstufung für Erwachsene. Diverse Behörden starteten Ermittlungen. Rockstar-Chef und -Gründer Ryan Brant musste in der Folge seinen Hut nehmen.

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Spieldaten vorhanden, aber wirkungslos

Bis heute sind die Daten für „Hot Coffee“ in jeder San-Andreas-Version enthalten, auch in der 2021er „Definitive Edition“. Allerdings fehlen 3D-Modelle und -Animationen, sodass sich das Minigame für Normalsterbliche nicht spielen lässt. Rockstar hat das Spiel aus dem konzerneigenen Shop genommen. Das Unternehmen schreibt in einer Mitteilung: „‚GTA: The Trilogy – The Definitive Edition‘ kann nicht gespielt oder gekauft werden, da wir Dateien entfernen, die versehentlich in diesen Versionen enthalten waren. Wir entschuldigen uns und hoffen, bald die korrekten Versionen bereitstellen zu können.“ Bei den angesprochenen Dateien soll es sich um unlizenzierte Musikstücke handeln, die im Sourcecode verblieben sind, so IGN.

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Szene entzürnt über Remaster-Qualität

Derweil hat sich viel Ärger in der Gaming-Szene aufgebraut, da die drei Spiele vor Fehlern nur so wimmeln. Regen sei undurchsichtig, Charaktermodelle undetailliert, die Teile seien voller Glitches und Animationsbugs, liest man. Für die krassesten Grafikbugs gibt es schon Hitlisten. Zusätzlich finden sich neue Schreib- und Bezeichnungsfehler in den Spielen. Gamestar bezeichnet den Release als „Desaster“.

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