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Warum Haustiere die besten Freunde von Anlegern sind

Hund, Katze und Maus bringen nicht nur Freude, sie können auch dein Aktienportfolio aufpeppen. Der Wachstumsmarkt Heimtierbedarf kann für Anleger:innen sehr interessant sein.

Von Adam Vettese
3 Min. Lesezeit
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Haustiere: Der beste Freund des Menschen. (Foto: DiMedia/Shutterstock)

Weltweit sind Haustiere für viele Menschen treue Begleiter:innen im Leben und bedeuten ihnen alles. So ist es nicht verwunderlich, dass die gesamte Haustierbranche in den letzten Jahren massiv gewachsen ist. Dieser Trend führt dazu, dass auch Anleger:innen sich dank guter Rendite „tierisch“ freuen können. Und ein Ende des Booms scheint noch nicht in Sicht.

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Auch Deutschland ist Teil dieses Trends: Laut einer Auswertung des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands und dem Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) hat der stationäre Einzelhandel im Jahr 2020 4,5 Milliarden Euro mit Heimtierbedarf umgesetzt. Aber auch der Onlinehandel zieht an: Derzeit liegt sein Marktanteil bei 14 Prozent und einem Umsatzvolumen von rund 822 Millionen Euro im Jahr 2020.Wenn wir uns in anderen Teilen der Welt umsehen, zeichnet sich ein ähnliches Bild. Die Branche ist in den letzten zehn Jahren weltweit um 70 Prozent gewachsen.

Heute wird der Markt für Haustierpflege auf 232 Milliarden US-Dollar geschätzt, und bis 2027 soll er auf 350 Milliarden Dollar ansteigen. Und es gibt Grund zum Optimismus: Selbst eine weltweite Pandemie konnte das Wachstum der Haustierbranche nicht aufhalten. Ungeachtet der Coronakrise ist der Bereich sogar gewachsen. Vielleicht, weil Haustiere eben treue Begleiter:innen sind und sich Menschen mit ihnen weniger allein fühlen.

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In Deutschland leben aktuellen Zahlen zufolge 34,9 Millionen Haustiere unterschiedlichster Arten unter einem Dach mit ihrem Frauchen oder Herrchen; ein Plus von 3,3 Millionen Tieren im Vergleich zu 2016. Das heißt 47 Prozent der Bundesbürger:innen haben ein oder mehrere Haustiere. Besonders beliebt sind laut den Verbänden übrigens Katzen; sie leben in 26 Prozent der Haushalte.

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Und die Menschen lieben ihre Haustiere, sind sie doch in vielen Fällen ein zentraler und wichtiger Teil der Familie. Haustierbesitzer:innen verwöhnen ihre Liebsten, denn sie sind nicht länger eine einmalige Investition, die sie mit Essensresten und Futter vom Discounter füttern. Nein, viele Familien mit Haustieren sind zu Großverbraucher:innen von Pflegeprodukten, Angeboten zur Gesundheitsvorsorge und Luxusartikeln geworden. Und genau deshalb boomt die Branche auf breiter Front.

Ein lukrativer Luxusmarkt

Für ganze 93,5 Prozent der deutschen Haustierbesitzer:innen ist die Qualität der Tiernahrung das wichtigste Einkaufskriterium. Das ist ein höchst lukrativer Markt für Unternehmen, die sich auf die Luxusbedürfnisse des Tieres – und nicht zuletzt der Besitzer:innen – einstellen. Viele neue Dienstleistungen und Produkte werden daher auf den Markt gebracht: von teurem Bio-Futter und Haustierversicherungen bis hin zu neuen Medikamenten, die Krankheiten vorbeugen können, und Nahrungsergänzungsmitteln, die das Leben der kostbaren Wegbegleiter:innen verlängern können.

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Besitzer:innen geben gern Geld dafür aus, dass ihre Haustiere bei guter Gesundheit sind und bleiben, gut gepflegt und sogar mit den neuesten Gadgets ausgestattet sind. Unter anderem hat die Haustierpflege eine große Revolution erlebt, weil viele das Haustier als gleichberechtigtes Familienmitglied ansehen und deshalb alles von der Zahnpflege bis zur Chemotherapie kaufen.

Zu den interessanteren Unternehmen der Branche gehört der Online-Futtermittelhändler Chewy: Anleger:innen durften sich über einen satten Kursanstieg von mehr als 200 Prozent im vergangenen Jahr freuen. Freshpet, das sich unter anderem auf hochwertiges Frischfutter spezialisiert hat, hat innerhalb eines Jahres um mehr als 140 Prozent zugelegt. Gesundheitsunternehmen wie Elanco Animal Health und Zoetis wiederum haben sich auf die Herstellung von Medikamenten, Impfungen und speziellen diagnostischen Produkten für Haustiere spezialisiert. Deren Aktien haben den Aktionär:innen im vergangenen Jahr eine relativ kleine, positive Rendite beschert. In Deutschland legte in den vergangenen Jahren etwa Zooplus zu.

Aus Anleger:innensicht ist die Haustierbranche interessant. Denn wir haben gesehen, dass sich der Konsum bei Haustieren sowohl gegenüber Finanzkrisen als auch globalen Pandemien als widerstandsfähig erweist. Kurzfristig stellt sich die Frage, wie sich der Branchenboom verhält und ob er standhalten kann, nun, da der Lockdown bundesweit gelockert wird und wieder mehr Menschen arbeiten gehen und weniger Zeit zu Hause verbringen. Einen Blick in die Glaskugel kann zwar niemand werfen, aber es könnte bedeuten, dass die Branche kurzfristig mit einem schwachen Gegenwind konfrontiert wird. Doch bisher hat das Wachstum der Branche keine Anzeichen von Schwäche gezeigt. Daher können Unternehmen in den Bereichen von Tiermedizin bis Bio-Tierfutter durchaus ein treuer Begleiter im Portfolio sein.

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