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High-End-Smartphone-SoC: Qualcomm stellt Snapdragon 888 vor

Das ist der kommende Qualcomm Snapdragon 888. (Bild: Qualcomm)

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Qualcomm verlässt sein Namensschema und bezeichnet das nächste Flaggschiff-SoC als Snapdragon 888. Das ist wieder einmal schneller und betrifft in diesem Fall auch die 5G-Anbindung und die Bildverarbeitung.

Qualcomm hat heute den Snapdragon 888 als Nachfolger des 865 Plus vorgestellt. Das neue SoC (System-on-a-Chip) werden wir im kommenden Jahr in den meisten Premium-Smartphones der Android-Liga sehen, die im ersten Halbjahr erscheinen. Danach dürfte es mit dem 888 Plus wieder eine leicht übertaktete Version des Top-SoC geben, die dann die vor Weihnachten erscheinenden Android-Flaggschiffe antreiben wird.

Zum Kern des Produkts gibt es nur wenige Informationen

Anlässlich der heutigen Ankündigung hat sich Qualcomm mit technischen Details zum Prozessor auffällig zurückgehalten. Die will der Chip-Entwickler erst morgen verraten. So erhalten wir vorerst nur einige Eckpunkte sowie eine Übersicht der Partner, die sich schon zur Verwendung des neuen Chips erklärt haben.

Nach dem 865 folgt folgerichtig die Version 888 statt 875. So scheint es jedenfalls Qualcomm zu sehen und verlässt damit ein seit Jahren etabliertes und nachvollziehbares Namensschema.

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Im Inneren werkeln vor allem Überarbeitungen

Bei der Benennung der neuen Version seines 5G-Modems bleibt Qualcomm dann mit der Bezeichnung X60 der bisherigen Linie treu. Das zum neuen SoC gehörende 5G-Modem soll vor allem eines sein: schneller. Nach Qualcomm-Angaben schafft es bis zu 7,5 Gigabit pro Sekunde im Downstream und bis zu drei Gigabit pro Sekunde im Upstream. Das beeindruckt auf den ersten Blick nicht.

So will das X60 bei kaum gestiegener Bandbreite gegenüber dem Vorgänger X55 vor allem durch die Bündelung von Sub-6-GHz- und mmWave-Kanälen punkten. Die Bänderbündelung soll zu einer besseren Abdeckung führen, die sich in der Regel auch in gesteigerter Leistung manifestieren dürfte. Das kompaktere mmWave-Antennenmodul QTM535 soll den Einsatz mehrerer Module in einer Einheit ermöglichen. Wer jetzt denkt, da war doch was, hat recht: 5G-mmWave ist das, was das iPhone 12 nicht hat.

Weitere Leistungsverbesserungen verspricht Qualcomm mit der neuen Variante des digitalen Signalprozessors Hexagon, der nun 26 Teraops statt derer 15 leisten soll. Für Enthusiasten der Computational Photography liefert Qualcomm eine verbesserte Version seines Bildsignalprozessors Spectra mit. Der kann jetzt 2,7 Gigapixel pro Sekunde statt der bisherigen zwei verarbeiten. Das entspricht einer Leistungssteigerung von 35 Prozent oder – plakativer ausgedrückt – der Verarbeitung von 120 Fotos pro Sekunde bei einer Auflösung von zwölf Megapixeln.

Weitere Infos zur Hausmesse angekündigt

Näheres zu CPU und Kern-Architektur will Qualcomm erst morgen im Rahmen des „Snapdragon Tech Summit“, der Hausmesse der Chipschmiede, verraten. Zumindest für die neue Grafikeinheit Adreno 660 verspricht Qualcomm den bisher „signifikantesten“ Leistungszuwachs überhaupt.

Als Verwender des Snapdragon 888 stehen die üblichen Verdächtigen bereits fest. Qualcomm nennt Asus, LG, Motorola, Realme, Oneplus, Oppo, Sharp, Xiaomi, ZTE und einige weniger bekannte Hersteller als erste Kunden. Deren Produkte dürfen wir ab dem Frühjahr 2021 erwarten. Samsung ist erneut nicht dabei. Die Gerüchte um einen Snapdragon-Umstieg der Südkoreaner bewahrheiten sich weiterhin nicht.

Zwischenzeitlich hat sich Xiaomi zu Wort gemeldet und angekündigt, dass das kommende Mi 11 das erste Smartphone auf der Basis der 888-Plattform sein wird.

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