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H&M: Bekleidungshändler testet digitale Umkleidekabine

Von einer digitalen Umkleidekabine kann H&M online und offline profitieren. (Foto: Roger Utting / Shutterstock)

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Das Innovation-Lab H&M Beyond entwickelt eine digitale Umkleidekabine. Diese soll im Handel das Anprobieren erleichtern und im Onlinehandel das Retourenrisiko für den Bekleidungshändler senken.

Der schwedische Bekleidungshändler H&M entwickelt zusammen mit Nexr Technologies eine digitale Umkleidekabine für den Handel unter dem Namen H&M Beyond. Die „Virtual-Fitting-Lösung“, wie die Unternehmen das technisch korrekt nennen, soll es Kunden ermöglichen, einfach und individuell Kleidung zu probieren und zu entscheiden, ob diese passen könnte oder nicht.

Die Unternehmen planen, einen Prototyp ab Sommer zu erproben. Kundinnen und Kunden können sich dann scannen lassen und erhalten einen persönlichen Avatar, ein exaktes digitales Ebenbild. Mithilfe einer App können passende Styles am eigenen Avatar anprobiert werden, um somit die Kaufentscheidung zu festigen. Die Technologie basiert auf dem von Nexr entwickelten 3D-Fotogrammetrie-Scanner, der in Kooperation mit H&M weiterentwickelt wurde. Kunden sollen damit ein spannendes digitales Einkaufserlebnis bekommen. Erste Tests in ausgewählten Filialen sollen bereits ab Sommer 2021 stattfinden.

H&M: Retouren belasten das Betriebsergebnis

Zusätzlich wollen die Beteiligten analysieren, welchen Einfluss Scanning-Lösungen wie diese auf das Retourenverhalten haben können – denn das ist in diesem Kontext meist der wichtigere Beweggrund für die investierenden Händler. Jede Retoure verursacht im Schnitt rund 20 Euro Kosten – hälftig fürs Handling, hälftig aus dem Wertverlust der Ware resultierend, die insbesondere im schnelllebigen Bekleidungsmarkt schwerer und nur mit Abschlägen verkaufbar wird. Gerade H&M hatte in der Vergangenheit ein Problem mit reichlich unverkaufter Ware online wie offline – und die Situation dürfte sich gerade angesichts der Coronakrise nicht deutlich verbessert haben. Außerdem bemüht sich das Unternehmen derzeit um mehr Nachhaltigkeit im Bekleidungshandel.

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Insofern ist die Lösung einerseits dem Willen nach Innovation geschuldet, könnte andererseits aber auch dazu beitragen, dass weniger Ware über Wochen beim Kunden ist, ohne schließlich gekauft zu werden. H&M ist nicht der einzige E-Commerce-Player im Bekleidungsbereich, der mit einer Mischung aus Vermessung des Kunden und KI-gestützter Prognose über die Passform einer Ware die Zahl der falsch bestellten Waren zu reduzieren versucht.

H&M Beyond ist das in Berlin beheimatete Innovation-Lab des schwedischen Bekleidungsversenders. Hier werden Produkte und Services mit Relevanz für die globale Organisation pilotiert und entwickelt. Die Nexr Technologies, ebenfalls in Berlin ansässig, ist ein Virtual-Reality-First-Mover mit einzigartiger Hard- und Software-Expertise.

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