Anzeige
Anzeige
News

So will iFixit die notorisch kaputten Eismaschinen von McDonalds reparieren

iFixit schmiedet trotz einiger Hürden einen tiefgehenden Plan, um die notorisch kaputten Eismaschinen von McDonalds reparieren zu können. Sogar der US-Kongress spielt dabei eine Rolle.

Von Christian Bernhard
2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
iFixit möchte mithelfen, dass es McDonalds-Eiscreme verlässlicher gibt. (Foto: IMG Stock Studio / Shutterstock)

Die Eismaschinen von McDonalds sind sowohl beliebt als auch verhasst. Beliebt, weil viele Kund:innen sich auf die Eiscreme freuen, und verhasst, weil dieser Wunsch oft nicht erfüllt werden kann, da die Geräte sehr oft nicht funktionieren.

Anzeige
Anzeige

In den USA gibt es deshalb jede Menge Memes zu den kaputten McDonalds-Eismaschinen – und sogar eine Website, die anzeigt, in welchen Filialen die Eismaschinen funktionieren und in welchen nicht.

iFixit greift auf seine bekannten Teardown-Qualitäten zurück

Das Problem ist so schwerwiegend, dass nun sogar iFixit auf den Plan tritt. Die Wiki-basierte Website zeigt, wie man IT-Geräte, Haushaltsgeräte, Fahrzeuge und viele andere Sachen reparieren kann. Bekannt ist sie auch für ihre Teardowns, sprich das Zerlegen von elektronischen und anderen technischen Geräten in ihre einzelnen Bauteile.

Anzeige
Anzeige

Und genau das haben sie auch mit einer McDonalds-Eismaschine getan, was eine besondere Herausforderung war. In einem auf Youtube geposteten Video wird gezeigt, wie es Stunden dauerte, das Gerät wieder zum Laufen zu bringen, da es immer wieder Fehlercodes anzeigte. Die sind laut iFixit „unsinnig, selbst wenn man Stunden damit verbracht hat, das Handbuch zu lesen“.

So will iFixit ein Monopol durchbrechen

iFixit hat sich so tief in die Materie eingearbeitet, weil es sich zum Ziel gesetzt hat, ein System zu kreieren, um alle kaputten McDonalds-Eismaschinen reparieren zu können. Doch das ist gar nicht so einfach, wie es klingt – und zwar nicht nur aus technischen Gründen. Aufgrund einer Vereinbarung mit McDonalds dürfen die Eismaschinen momentan nur von ihrem Hersteller Taylor repariert werden. Ein Unternehmen namens Kytch wollte dieses Monopol bereits durchbrechen, scheiterte laut The Verge aber daran. iFixit startet nun einen erneuten Versuch.

Anzeige
Anzeige

Es möchte ein Gerät herstellen, das die Fehlercodes auf den Eismaschinen lesen kann, um sie dann reparieren zu können. Das sei „aber aus Urheberrechtsgründen nicht möglich“, erklärt Elizabeth Chamberlain, Direktorin für Nachhaltigkeit bei iFixit, im Youtube-Video. Das Urheberrechtsgesetz, auf das sich Chamberlain bezieht, ist der Digital Millennium Copyright Act (DMCA), der Menschen daran hindert, digitale Sperren zu umgehen, um auf ein urheberrechtlich geschütztes Werk zuzugreifen.

Forderung an den US-Kongress

Um das zu umgehen, haben iFixit und die gemeinnützige Organisation Public Knowledge eine Ausnahmegenehmigung für die Eismaschinen beantragt. Bei Smartphones und Xboxes hat iFixit diesen Weg auch schon eingeschlagen – und Recht bekommen. Allerdings scheint es diesmal komplizierter zu sein, denn iFixit selbst weist darauf hin, dass selbst eine solche Ausnahmegenehmigung nicht reichen würde, um ein Werkzeug zur Reparatur der Eismaschinen zu vertreiben.

Anzeige
Anzeige

Aus diesem Grund geht das Unternehmen diesmal einen Schritt weiter – und fordert den US-Kongress auf, den Freedom to Repair Act wieder einzuführen. Das würde ihr Handeln legalisieren.

iFixit scheut also nicht einmal den Gang vor die höchsten politischen Instanzen in den USA, um McDonalds-Kund:innen ein entspannteres Eisschlecken in Zukunft zu ermöglichen. Das kann man getrost vollen Einsatz nennen.

McDonalds hat sich laut Gizmodo noch nicht zu den iFixit-Plänen geäußert.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige