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SpaceIL: Israelische Organisation sichert sich Millionen für Mondmission

70 Millionen Dollar sollen SpaceIL dazu dienen, zwei Lander auf dem Mond abzusetzen. Der erste Versuch der Non-Profit-Organisation aus Israel war fehlgeschlagen.

2 Min. Lesezeit
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Kleines Land, großer Traum lautet die Inschrift auf der Beresheet 1. Der zerplatzte auf der Mondoberfläche. (Bild: SpaceIL)

Gleich mehrere Rekorde will die neue Mission der Non-Profit-Organisation SpaceIL brechen. Von den rund 100 Millionen Dollar Gesamtkosten holte das Unternehmen gerade 70 Millionen von Philanthrop:innen und Investor:innen ein. Beresheet 2 soll 2024 abheben und zwei Mini-Fahrzeuge auf den Mond bringen. Das Mutterschiff umkurvt anschließend fünf Jahre lang den Erdtrabanten – so lautet zumindest der Plan, berichtet Bloomberg.

Landung auf der „anderen“ Seite des Mondes

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SpaceIL verkündet, die Finanzierung erhöhe die Wahrscheinlichkeit, diesen Zeitplan einzuhalten. Die Organisation plant als erste Raumfahrtmission überhaupt, zwei Landungen in einer einzigen Mission durchzuführen. Dabei kommen die kleinsten Mond-Lander zum Einsatz, die es je gab. Eines der nur 60 Gramm schweren Landefahrzeuge (120 Gramm inklusive Treibstoff) soll auf der erdabgewandten Seite landen – ein Vorhaben, das bisher nur China mit der Sonde Chang’e-4 gelang. Der andere Landepunkt ist noch unbestimmt. Das dazugehörige Mutterschiff dient als Sendestation für die kleinen Fahrzeuge. Zudem soll es als Plattform für wissenschaftliche Bildungsaktivitäten zur Verfügung stehen, um Student:innen die Forschung im Weltall zu ermöglichen. Zurzeit dürfen Schüler:innen Experimente vorschlagen, die Beresheet 2 auf dem Mond durchführen soll. Ziel des Programmes ist es, als Inspiration für den Nachwuchs zu fungieren, die Laufbahn als Wissenschaftler:in oder Ingenieur:in einzuschlagen.

SpaceIL: Erste Sonde stürzte ab

Mit Beresheet 1 hatte SpaceIL nicht viel Glück. Der Organisation gelang es 2019 als erstes privates Unternehmen, den Mond zu erreichen. Sie positionierte Israel damit als siebtes Land, das den Erdtrabanten besuchte. Beim Versuch, auf der Oberfläche zu landen, fielen allerdings die Haupttriebwerke aus und die Sonde knallte ungebremst in den Mondsand. Die Kapitalgeber:innen geben jedoch nicht auf, zum großen Teil haben die Familien und Equity-Unternehmen auch schon die erste Mission finanziell unterstützt.

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SpaceIL aus Google-Wettbewerb hervorgegangen

Ursprünglich startete SpaceIL als Israels Beitrag zu LunarX. Der Suchmaschinen-Marktführer hatte den Wettbewerb für NGO ausgeschrieben, die auf dem Mond landen wollten. Google beendete das Projekt ohne Gewinner 2018. Der israelische Teilnehmer entschied sich, die Bemühungen privat fortzusetzen. Zeitgleich mit der neuen Finanzierungsrunde übernahm ein Teil der Unterstützer die Führung bei SpaceIL. An der Spitze steht nun Morris Kahn, ein Milliardär, der durch Software und Telekommunikationsdienstleistungen reich wurde. Kahn sagte, das sei seine Lebensaufgabe. „Als Unternehmer glaube ich, dass man ständig neue Herausforderungen suchen und das Risiko sogar verdoppeln sollte“, so Kahn wörtlich.

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