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Russischer Satellit gesprengt: ISS-Crew muss Schutz in Raumkapseln suchen

Durch die absichtliche Zerstörung eines eigenen Satelliten soll Russland eine gefährliche Trümmerwolke erzeugt haben. Die Astronauten an Bord der ISS mussten vorübergehend in angedockten Raumkapseln Schutz suchen.

1 Min. Lesezeit
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Ein Greifarm der internationalen Raumstation ISS. (Foto: Nasa)

Die USA werfen Russland vor, durch den Test eines gegen Satelliten gerichteten Abwehrsystems die Sicherheit der ISS-Besatzung gefährdet zu haben. Bei dem Test wurde gezielt ein russischer Satellit zerstört. Dabei entstand eine Trümmerwolke. Nachdem sich zunächst ein Sprecher des US-Außerministeriums bei einer Pressekonferenz über den Vorfall beschwert hatte, äußerte sich auch Nasa-Chef Bill Nelson mit deutlicher Kritik.

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„In Anbetracht seiner langen Geschichte in der bemannten Raumfahrt ist es unvorstellbar, dass Russland nicht nur die amerikanischen und internationalen Partner-Astronauten auf der ISS, sondern auch seine eigenen Kosmonauten gefährden würde“, erklärt Nelson in einem offiziellen Statement. „Ihre Aktionen sind rücksichtslos und gefährlich und bedrohen auch die chinesische Raumstation und die Taikonauten an Bord.“ Laut dem US-Außenministerium wurden bei dem Satellitenabschuss rund 1.500 größere Trümmerteile erzeugt.

ISS-Astronauten mussten Schutz in Raumkapseln suchen

Nach Angaben der Nasa musste die ISS-Besatzung geweckt und zum Schutz möglicher Einschläge in die zwei angedockten Soyuz- und Crew-Dragon-Kapseln evakuiert werden. Mittlerweile soll sich das Trümmerfeld aber aus der Bahn der ISS bewegt haben und keine Gefahr mehr darstellen. An Bord der Raumstation befinden sich derzeit sieben Astronauten. Darunter auch der deutsche Astronaut Matthias Maurer, der erst vor wenigen Tag ins All gestartet ist. Mit Anton Shkaplerov und Pyotr Dubrov befinden sich auch zwei russische Kosmonauten auf der ISS.

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Erst vergangene Woche musste die ISS Trümmerteilen eines chinesischen Wettersatelliten ausweichen. Dazu wurden die Triebwerke der angedockten Soyuz-Kapsel für 361 Sekunden gezündet, um die Bahn der Station leicht zu verändern. Auch der Wettersatellit war 2007 im Rahmen eines Anti-Satelliten-Tests von China absichtlich zerstört worden.

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