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James Webb entdeckt „Waterworld“-Planeten mit Chance auf Leben

Forschende haben einen Exoplaneten gefunden, der höchstwahrscheinlich ganz von Wasser bedeckt ist. Seine Atmosphäre liefert außerdem Hinweise darauf, dass es dort Leben geben könnte.

Von Christian Weindl
2 Min. Lesezeit
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Ein gewaltiger Ozean bedeckt höchstwahrscheinlich den Planeten K2-18 b. (Foto: G_O_S / Shutterstock.com)

Das James-Webb-Space-Telescope (JWST) hat laut space.com Aufnahmen von der Atmosphäre des Planeten K2-18 b gemacht und dabei Wissenschaftler:innen verblüffende Erkenntnisse geliefert: In der Atmosphäre des 120 Lichtjahre von uns entfernten Himmelskörpers befinden sich karbonbasierte Moleküle und weitere Verbindungen, die hauptsächlich als Nebenprodukte von Lebensformen auftreten.

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Hycean-Planeten: Wie Waterworld im echten Leben

K2-18 b ist ungefähr 2,6-mal so groß wie die Erde und umkreist einen Stern im Bereich jener Entfernung, die als geeignet gilt, dass Leben auf einem Planeten entstehen kann. Bereits das Hubble-Teleskop hat festgestellt, dass K2-18 b wahrscheinlich ein Hycean sein dürfte.

Hycean ist eine Wortschöpfung aus Hydrogen (Englisch für Wasserstoff) und Ocean (Englisch für Ozean). Es handelt sich also um Planeten, die eine wasserstoffreiche Atmosphäre haben und gänzlich von Wasser bedeckt sind. Prinzipiell wäre es möglich, dass solche Planeten Leben beherbergen.

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Die Untersuchungen mit dem JWST haben jetzt weitere Erkenntnisse geliefert. Dafür mussten die Wissenschaftler:innen abwarten, bis sich der Planet vom Teleskop aus gesehen genau vor seinen Mutterstern positioniert hatte. Das Licht des Sterns, das dabei durch die Atmosphäre des Planeten fiel, konnte anschließend von den Forschenden analysiert werden.

Zwei solche Kreuzungen wurden bisher untersucht. Die Ergebnisse: In der Atmosphäre von K2-18 b befinden sich Moleküle aus Kohlenstoff, viel Kohlenstoffdioxid und Methan, ohne Ammoniak. Das weist sehr stark darauf hin, dass der Planet von einem Ozean bedeckt ist.

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Schau dir die schönsten Aufnahmen des James-Webb-Teleskops in unserer Bildergalerie an

James-Webb-Teleskop: Die schönsten Bilder und ihre Bedeutung Quelle: NASA, ESA, CSA, STScI

Forschende finden Nebenprodukt von Leben auf K2-18 b

Außerdem fanden die Forschenden Dimethylsulfide, was auf der Erde als Nebenprodukt von Lebensformen – genauer gesagt Phytoplankton – auftritt. Allerdings ist man sehr vorsichtig, allein davon auf das Vorhandensein von Leben zu schließen. Dafür bedarf es noch weiteren Untersuchungen.

Ebenfalls lesenswert: Das sind die 20 aussichtsreichsten Exoplaneten für Leben im All

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Denn auch wenn Leben auf einem Wasserplaneten möglich ist, könnte K2-18 b durch seine Größe ähnlich wie Neptun und Uranus im Inneren ultradichtes, heißes Eis beherbergen. Das würde dazu führen, dass der gewaltige Ozean auf Oberfläche viel zu heiß wäre, als dass sich Leben darin entwickeln könnte.

Für die Wissenschaftler:innen ist die Entdeckung allerdings ein guter Ansporn, nicht nur Gesteinsplaneten als mögliche Kandidaten für bewohnte Himmelskörper in Erwägung zu ziehen. Das ultimative Ziel ist laut Nikku Madhusudhan, Leiter des Forschungsprojekts, „die Identifikation von Leben auf einem bewohnbaren Exoplaneten, was unser Verständnis von unserer Rolle im Universum völlig verändern würde.“

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13 Kommentare
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Mario

mir fehlt bei sowas ja immer „ermöglicht leben nach unserem Verständnis“. Kakerlaken sind ja z.B. immun gegen Strahlung. wer sagt denn dann, dass in den unendlichen Weiten des Universums nicht Leben existiert, das Schwefel atmet, extremer Strahlung standhält (oder sogar braucht wie wir Luft zum Atmen) und Temperaturen von 1.000°C aushält ? Es wird da, finde ich, immer zu extrem nach unseren Vorstellungen geschaut. irgendwo wir es Leben geben. Wenn man die Menge an Planeten beachtet die es gibt, auch weit außerhalb unserer Galaxis, dann ist es schon sehr arrogant, davon auszugehen, dass nur wir im Zufall entstanden sind. Aber ob dieses Leben so ist, wie wir es uns vorstellen, steht auf einem anderen Blatt.

Antworten
Robert

„die Identifikation von Leben auf einem bewohnbaren Exoplaneten, was unser Verständnis von unserer Rolle im Universum völlig verändern würde.“
Häh?
Im Sinne von: Wir sind GottesTM Schöpfung und es darf außer uns kein Leben geben?
Ich fühle mich gerade so, hm.., 1523?

Antworten
Robert

„die Identifikation von Leben auf einem bewohnbaren Exoplaneten, was unser Verständnis von unserer Rolle im Universum völlig verändern würde.“
Häh?
Im Sinne von: Wir sind GottesTM Schöpfung und es darf außer uns kein Leben geben?
Ich fühle mich gerade so, hm.., 1523?

Antworten
XYZ

Sicher ein sehr interessanter Artikel. Leider habe ich nach dem ersten Genderstern aufhören müssen, ihn zu lesen. Ich empfehle der Redaktion, sich mehr um Ihren journalistischen Auftrag zu kümmern und weniger Ideologie zu verbreiten! Halten Sie sich bitte einfach an die offiziellen Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung. Glauben sie mir, das steigert das Niveau Ihrer Artikel um ein vielfaches. Übrigens, Niveau ist KEINE Handcreme…

Antworten
Roland Gyarmaty

Lieber XYZ,
Sie sprechen mir komplett aus der Seele!
Und ich finde es auch sehr wichtig, daß Sie in diesem Kontext diesen Leuten hier nochmal darauf hingewiesen haben, daß Niveau wirklich was anderes ist, als Handcreme !
Ich hasse ebenfalls diese Art von „Journalismus“, und diese unsachliche und schulmeisterliche Art, mit mündig daherkommenden Bürgern umzugehen!
(sollten allerdings damit rechnen, daß diese Kommentare gecancelt werden – aber sei’s drum!?)

Antworten
Maximilian Walper

Gendersternchen sind keine ‚Ideologie‘ sondern Lebensrealität von Menschen und sie haben keinerlei Einfluss auf Gehalt oder Niveau eines Artikels. Allerdings erwarte ich von einem Menschen der „Niveau ist KEINE Handcreme“ für Geistreich hält auch natürlich nicht die kognitive Kapazität, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass es sich bei Sprache um ein wandelbares und kein starres Konstrukt handelt.
Knutschi auf Bauchi

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*innen

Schade das man sich über Gendersterne immer noch so aufregen muss. Für mich schon so normal das es mir nicht einmal in den Sinn kam sich darüber aufzuregen.
So lange sich über so etwas aufgeregt wird sollten wir doch lieber auf der Erde bleiben.

Antworten
genervt

Wer nicht in der Lage ist einen Artikel über einen 120 Lichtjahre entfernten Planeten zu lesen ohne sich von einigen wenigen Doppelpunkten (welche übrigens eher selten als Genderstern bezeichnet werden) ablenken zu lassen, ist vielleicht nicht der deutschen Sprache ausreichend mächtig und mit einem offenen Geist gesegnet, um sich mit solch komplizierten Themen wie der Astrophysik zu beschäftigen. Übrigens um sie vollständig zu schockieren: in der Bezeichnung des entsprechenden Planeten tauchen sowohl Zahlen, als auch Buchstaben und ein Bindestrich auf. Außerdem, man mag es nicht glauben, sogar ein Leerzeichen!

Antworten
Roland Gyarmaty

Mich amüsieren stets solche bestimmt interessanten Themen und wissenschaftliche Beiträge.
Besonders, wenn die Verfasser so locker von Objekten sprechen, die „einige“ Lichtjahre entfernt sind. Klingt ja immer irgendwie nah!?
1, 2, 5, oder wie in diesem Fall „nur“ 120 Lichtjahre!
Aber für den Interessierten nur so zum besseren Verständnis, was die Erreichbarkeit dieser Objekte durch den Menschen betrifft.
Um die Entfernung von nur 1 Lichtjahr (9,5 Billionen km) mit den derzeit schnellsten Raumschiffen (etwa 50 000 km/Std.!) zurück zu legen, benötigte der Mensch etwa 16.500 Jahre! (Wieviele Generationen das wären, kann sich jeder selbst ausrechnen!
Die Vorstellung, daß das in naher Zukunft wesentlich fixer gehen sollte, ist gelinde gesagt eine Illusion!
Ich finde, daß diese Information (aus wissenschaftlicher Sicht durchaus verständlich!) stets verschwiegen wird!

Antworten
Michael Z.

Dieser Aspekt, der Unerreichbarkeit , mit derzeit möglichen (Mitteln) wird leider selten erwähnt.

Antworten
Party

Ich finde den Artikel schon sehr interessant. Für mich als Deutschlegasteniker lässt er sich auch lesen. Allerdings unterstütze ich die bitte um eine gute Rechtschreibung und ein wenig (gerne auch mehr) Niveau.
Das es die Rolle des Menschen im Universum verändern würde war ja auch nur ein Zitat. Allerdings fragt man sich dann wieder welcher Wissenschaftler das so sagt?
Das man erstmal nach leben sucht das dem auf unserem Planeten ähnlich ist und das auch in 120 Lichtjahren Entfernung macht finde ich erstmal logisch.
Allerdings finde ich es auch vermessen auszuschließen das es andere Lebensformen gibt die eventuell ganz andere voraussetzungen zum leben haben.
Und natürlich kann man nochmal erwähnen das 120Lichtjahre aktuell nicht erreichbar sind. Ich denke das kann man aber auch erahnen. Und ob das in ein paar Jahren nicht vielleicht machbar ist kann im Moment ja auch nicht ausgeschlossen werden.
Schließlich gibt es Amerika auch „erst“ gut 500Jahre.

Darum finde ich, es ist ein guter Artikel aber noch etwas Niveau und feinschliff könnte er vertragen.

Antworten
Mag. Flois Johann Georg

An die Redaktion:

als Phytoplankton. und
an der Oberfläche richtig

Die notwendigen Vorwoerter/Artikel für einen schönen Sprachgebrauch sollten nicht vergessen werden.

Antworten
Wolfgang Meyer

120 Jahre minus Zeitdilatation ist vermutlich immer noch mehr als unser Menschenleben,
mit einem Mehrgenerationenraumschiff wohl schaffbar, wenn es denn noch angemessen beschleunigen könnte. Immerhin wäre noch die Last eines veritablen U-Bootes zu transportieren… Bin pessimistisch…

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