Anzeige
Anzeige
News

Der „heilige Gral der Astrobiologie“: KI soll Anzeichen für Leben erkennen

Bahnbrechende neue Methode für die Suche nach außerirdischem Leben: Es wurde eine künstliche Intelligenz vorgestellt, die mit 90-prozentiger Sicherheit organisches von anorganischem Material trennen kann – egal, ob auf der Erde oder auf dem Mars.

Von Sebastian Milpetz
2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Die neue KI könnte zukünftig beim Mars-Rover eingesetzt werden. (Bild: joshimerbin/Shutterstock)

Auf dem Mars oder auf anderen Himmelskörpern nach Spuren von ehemaligem Leben suchen: Das ist für die Wissenschaft bisher wie die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen.

Anzeige
Anzeige

Ein internationales Forscherteam hat nun ein System entwickelt, das mithilfe von künstlicher Intelligenz Proben untersucht und mit einer Sicherheit von bis zu 90 Prozent anorganisches Material von solchem trennt, das auf biologische Prozesse in der Vergangenheit hinweist.

Der „heilige Gral der Astrobiologie“?

Eine Forschungsgruppe, die unter anderem aus Wissenschaftler:innen des Tokyo Institute of Technology, der Johns Hopkins University und dem Geophysical Laboratory der Carnegie Institution besteht, hat ihre Ergebnisse jüngst in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences vorgestellt. Carnegie Science spricht vollmundig vom „Heiligen Gral der Astrobiologie“ und verspricht, dass man mit der neuen Technik schon bald wissen kann, ob es Leben auf dem Mars gab.

Anzeige
Anzeige

Die neue Methode soll auch an Proben funktionieren, die Hunderte von Millionen Jahre alt sind. Das Alter war bisher nämlich eine der Hauptschwierigkeiten bei der Suche nach außerirdischem Leben. Denn organische Moleküle zerfallen nach einer Zeit, egal, ob sie biotisch oder abiotisch waren. Das erschwerte bisherige Messungen, die bereits mittels Sensoren an Raumfahrzeugen durchgeführt werden.

Suche nach uralten Spuren von Leben auf der Erde

Die neue KI-basierte Technologie soll nicht nur in der Astrobiologie, also bei der Suche nach außerirdischem Leben, eingesetzt werden, sondern auch in der Paläobiologie, der Untersuchung ausgestorbener Organismen auf der Erde. So könnte die neue Methode laut Carnegie Science eingesetzt werden, um die über drei Milliarden Jahre alten Steine zu untersuchen, die im australischen Bundesstaat Western Australia gefunden wurden.

Anzeige
Anzeige

In der Forschung ist umstritten, ob sie die ältesten fossilen Mikroben der Erde enthalten oder ob sie völlig leblos sind. Eine verlässliche Untersuchung könnte Hinweise darauf finden, dass Leben auf der Erde schon länger existiert als bisher angenommen

14 unglaubliche Bilder vom Mars

21 unglaubliche Bilder vom Mars Quelle: Foto: NASA/JPL/USGS

So wurde die künstliche Intelligenz trainiert

Um die künstliche Intelligenz zu trainieren, haben die Forscher:innen sie mit 134 Proben verschiedener Materialen gefüttert. Dabei handelte es sich um sowohl um organische als auch um anorganische Stoffe – von Muscheln und menschlichen Haaren über Spuren alten Lebens wie in Öl oder Kohle bis hin zu im Labor hergestellten Chemikalien und Meteoriten.

Anzeige
Anzeige

Der künstlichen Intelligenz gelang es laut der Studie nach dem Training, Proben mit einer Sicherheit von knapp 90 Prozent entweder als organisch oder anorganisch zu benennen. Denn auf biochemischer Ebene, bei der Verteilung von Biomolekülen, lassen sich diese Kategorien recht deutlich unterscheiden.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige