Anzeige
Anzeige
News

Kochsalz statt Lithium: Diese Batterie wird aus lokal verfügbaren Stoffen hergestellt

Für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien werden seltene Erden gebraucht, sie können brennen und halten nur wenige Jahre. Doch diese Probleme könnten schon bald passé sein.

Von Ann-Catherin Karg
1 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Keine Sicherheitsabstände, Betrieb in Innenräumen und die Batterien dürfen gestapelt gelagert werden: Kochsalz-Batterien können einige Vorteile mit sich bringen. (Foto: Fraunhofer IKTS)

Forscher:innen des Fraunhofer-Instituts haben in Zusammenarbeit mit der Altech-Gruppe eine Batterie entwickelt, die gegenüber klassischen Lithium-Ionen-Batterien gleich mehrere Vorteile hat. Einer der wichtigsten: Es gibt keinerlei Probleme, die zur Herstellung benötigten Materialien zu beschaffen.

Anzeige
Anzeige

Basis der Batterien ist ganz einfach Kochsalz, wobei die Röhre aus Keramik besteht. Beides leicht, günstig und lokal zu beschaffende Stoffe und damit das genaue Gegenteil von Lithium, Kobalt, Graphit und Kupfer. Die seltenen Erden, die in klassischen Batterien stecken, müssen über weite Strecken transportiert werden und kommen oft aus China.

Die Materialien bringen auch ein Plus an Sicherheit

Neben der Unabhängigkeit von anderen Märkten bringen die neuartigen Batterien noch mehr Vorteile mit sich. Sie enthalten keinerlei brennbaren Materialien, weshalb anders als bei Lithium-Ionen-Batterien mit dem flüssigen Elektrolyten und dem brennbaren Kunststoffseparator auch keine chemischen Kettenreaktionen entstehen können.

Anzeige
Anzeige

Folglich müssen auch keine Sicherheitsabstände eingehalten werden, der Betrieb ist auch in Innenräumen sicher und die Batterien dürfen gestapelt gelagert werden.

So funktionieren die neuen Batterien

Laut Uwe Ahrens, Geschäftsführer der Altech Batteries GmbH, erfüllt das Keramikrohr die gleiche Funktion wie der flüssige Elektrolyt in einer klassischen Batterie. Es ermöglicht den bi-direktionalen Transfer von Natrium-Ionen, bei denen es im Gegensatz zu den Lithium-Ionen aber keinerlei Verluste gibt.

Anzeige
Anzeige

Die Folge: Während die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Batterien oft auf höchstens 7-10 Jahre begrenzt ist, sollen die Kochsalz-Batterien „mindestens 15 Jahre ohne nennenswerten Leistungsabfall“ funktionieren, sagte Ahrens gegenüber dem Nachrichtenportal ingenieur.de. Nach dem Anschluss müssten sie auch nicht gewartet werden.

So weit ist die Entwicklung

Laut Ahrens wurden bereits betriebsfertige Batterieprototypen mit 10kWh-Leitung gebaut, wobei die industrielle Fertigung schnellstmöglich beginnen soll. Dafür soll im Industriegebiet Schwarze Pumpe in Sachsen ein neues Werk gebaut werden. Laut Plan soll der Bau 2024 beginnen und Ende 2025 erste Batterien industriell gefertigt werden.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare (1)

Community-Richtlinien

UweZi

Was ist das denn für ein Artikel. Neben Sinnentstellung (Leitung statt Leistung) würde Schwarze Pumpe, ein Ortsteil von Spremberg, mal schnell von Brandenburg nach Sachsen verschoben. Arbeitet man schon mit KI?

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige