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Kodak steigt ins Geschäft mit dem Bitcoin-Mining ein

Bitcoin. (Foto: Shutterstock)

Kodak steigt ins Geschäft mit Bitcoin-Mining ein und verkauft ein Zweijahresabo für ein Schürfgerät, den Kashminer. Das Angebot scheint aber mit der heißen Nadel gestrickt.

Kodak reitet die Bitcoin-Welle

Jetzt reitet also auch Kodak die Bitcoin-Welle. Die auf der CES vorgestellten Pläne des einstigen Fotopioniers, über einen ICO eine eigene fotozentrierten Kryptowährung, den Kodakcoin, etablieren zu wollen, hatte am Dienstag zu einer Kursexplosion der Kodak-Aktie geführt. Doch Kodakcoin, der ICO und die auf der Blockchain basierende Kodakone-Plattform sind noch nicht alles: Kodak will auch ins Bitcoin-Mining-Geschäft einsteigen – aber auf eine etwas seltsame Art.

Der Kashminer mit Kodak-Logo soll Bitcoins schürfen. (Foto: Twitter/@stopthecap)

Für den Howtogeek-Autoren Chris Hoffman ist die Kodak-Idee „the dumbest shit I‘ve ever seen at CES“, wie Hoffman auf Twitter urteilte. Auch weitere Kommentatoren in verschiedenen sozialen Netzwerken und auf Reddit nahmen die Information über das Kodak-Angebot nicht gerade freundlich auf. Wenig verwunderlich, wenn man sich den Kashminer und das dazugehörige Paket einmal genauer anschaut.

Das Bitcoin-Mining überlässt Kodak dem Partner Spotlite Energy Systems, wie ZDNet.com berichtet. Dieser wird die Kashminer in seinen Räumen aufstellen, betreiben und warten. Bei den Kashminern handelt es sich allem Augenschein nach um sogenannte Antminer-Bitmain-S9-Geräte, die offenbar nur mit einem Kodak-Aufkleber versehen wurden, wie Bitcoin.com bissig anmerkt. Nutzer, die sich für das Bitcoin-Mining à la Kodak interessieren, müssen 3.400 US-Dollar auf den Tisch legen und ein Zweijahresabo unterschreiben.

Ausgehend von einem Bitcoin-Preis von rund 14.000 Dollar soll der Miner im Monat Bitcoins im Wert von rund 375 Dollar schürfen. Nach 24 Monaten soll so eine Summe von umgerechnet 9.000 Dollar zusammengekommen sein. Davon müssen die Abonnenten aber 50 Prozent an Spotlite abtreten. Immerhin zahlt das Unternehmen den Strom für den Betrieb und nimmt die Lautstärke und Hitze der Geräte auf sich.

Bitcoin-Mining-Abo von Kodak setzt stabile Kurse voraus

Im von Kodak vorgerechneten Beispiel würde den Investoren am Schluss immerhin ein Plus von 1.100 Dollar bleiben – allerdings nur, wenn der Bitcoin-Kurs sich über zwei Jahre hinweg kontinuierlich bei rund 14.000 Dollar bewegt. Was passiert, wenn der Kurs einbrechen sollte und/oder die Rechenpower nicht mehr ausreicht, um die für die Vertragserfüllung notwendigen Bitcoin-Mengen zu schürfen, ist nicht bekannt.

Allerdings scheinen die Krypto-Pläne von Kodak ohnehin mit der heißen Nadel gestrickt worden zu sein. Nicht nur dass in den von CES-Besuchern fotografierten und zitierten Verträgen von unterschiedlichen Beträgen (einmal 375, einmal 365 Dollar monatlich) die Rede ist. Auch die Wahl der Geräte spräche dafür – und, dass die Kodakcoin-Domain, die am Dienstag noch nicht ganz rundlief (es waren etwa zahlreiche „Lorem-Ipsum“-Textbausteine vorhanden), erst am 2. Januar 2018 registriert worden sein soll. Die Anleger scheint es nicht zu stören. Die Kodak-Aktie hat sich seit Dienstagmittag auf knapp zwölf Dollar am Mittwochabend fast vervierfacht.

Interessant in diesem Zusammenhang: Bitcoin-Mining in China vor dem Aus – Behörden verlangen geordneten Rückzug

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