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Überwachung: Verbraucherschützer kritisieren Teslas Innenraumkameras

Nach Datenschützern haben jetzt US-Verbraucherschützer Kritik an den Innenraumkameras in Teslas Model 3 und Model Y geübt. Grund ist, dass Tesla Fahrer zwar filmt, aber bei Ablenkung nicht warnt.

2 Min. Lesezeit
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Tesla im Autopilot-Modus. (Bild: Flystock/Shutterstock)

Im September war Tesla bei den Big Brother Awards 2020 im Bereich Mobilität ausgezeichnet worden. Der frühere schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert hatte die Fahrzeuge des Elektroautobauers in der entsprechenden Laudatio als „dauernd aktive Datenschleuder mit Langzeitgedächtnis“ bezeichnet. Jetzt haben die US-Verbraucherschützer von Consumer Reports in eine ähnliche Kerbe gehauen.

Tesla: Innenraumkameras im Fokus

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Im Fokus stehen die Innenraumkameras und Teslas Umgang damit. Kritisiert wird hierbei insbesondere, dass Tesla die Aufnahmen der über dem Innenspiegel befindlichen Kameras zwar dazu nutzt, um zu kontrollieren, ob Fahrer im automatisierten Fahrmodus aufmerksam sind, wie golem.de schreibt. Die Funktion diene aber nicht dazu, Fahrer bei zu starker Ablenkung zu warnen. Das müsse Tesla aber, wenn es die Möglichkeit dazu habe, so Jake Fisher von Consumer Reports. Andere Autohersteller würden Fahrer jedenfalls warnen.

Als Auslöser einer Untersuchung von Teslas Umgang mit den Innenraumkameras und der entsprechenden Aufnahmen nannten die Verbraucherschützer Berichte darüber, dass Tesla Autofahrern, die den Selbstfahrmodus getestet haben, die entsprechende Berechtigung wieder entzogen hat – wenn sie unaufmerksam waren. Tesla-Chef Elon Musk hatte dieses Vorgehen Mitte März per Twitter bestätigt. Allerdings sollen die Kameras – zumindest in Europa – nicht aktiv geschaltet sein.

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Verbraucherschützer: Daten gegen Fahrer eingesetzt

Die Kritik der Verbraucherschützer zielt jedenfalls darauf ab, dass Tesla die erhobenen Daten auf mehrfache Weise gegen die Fahrer einsetze, statt etwa die Gründe für Unaufmerksamkeit anzugehen. So soll Tesla den Fahrern nach Unfällen mit aktiviertem Autopilot vorgeworfen haben, den Verkehr nicht ausreichend überwacht zu haben. Andere Hersteller wie BMW, Ford, General Motors und Subaru setzen laut Consumer Reports dagegen auf Infrarotkameras, um zu prüfen, ob der Fahrer aufmerksam ist – und ihn gegebenenfalls zu warnen.

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Im Herbst hatte das Netzwerk Datenschutzexpertise in einem Gutachten festgestellt, dass Tesla-Autos wie das Model 3 aufgrund verschiedener Verstöße gegen den Datenschutz in Europa gar nicht zugelassen werden dürften. Dabei ging es unter anderem um die Übertragung von Daten in die USA. Im Mittelpunkt der Kritik stand aber die Video- und Ultraschallüberwachung im Fahr- und im Parkmodus – der sogenannte Wächtermodus (Sentry Mode). Zuletzt kamen deswegen Spionagevorwürfe aus China.

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Dein t3n-Team

arno nym

Die Innenraumkameras stören mich nicht, ich brauche ja nicht in einen Tesla zu steigen. Weniger schön finde ich, dass die die Autos auch ihre Umgebung überwachen.

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