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Energieeffizienzlabel: So sollen Kryptowährungen nachhaltiger werden

Kryptowährungen sind mit einem Energieverbrauch von etwa 72 bis 94 Terawattstunden enorme Stromfresser. Das will die EU mit einem neuen Energieeffizienzlabel jetzt nachhaltig ändern.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
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Beim Schürfen von Kryptowährungen wie Bitcoin werden Massen an Energie verbraucht. (Bild: Shutterstock/Scharfsinn)

Die Energiekrise mit der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zieht in der EU immer weitere Kreise. Und während sich viele Firmen gezwungen sehen, ihre Energiesparpotenziale auszuloten, gibt es bestimmte Industriebereiche, die sich in ihrem Stromverbrauch nur schwer einschränken können.

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Dazu zählen vor allem die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Die EU will im Rahmen ihres sogenannten Green Deals die digitale Energiewende einläuten, um diesem Problem Herr zu werden.

Besonders im Auge hat die Kommission dabei die Blockchains und Kryptowährungen.

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Miner sind für 0,4 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich

Denn das Schürfen von Bitcoin und anderer Kryptowährungen verbraucht Massen an Energie – bis zu 94 Terawattstunden gehen im Jahr für den Schürfprozess drauf. Und der Verbrauch steigt jährlich an.

Laut einer Analyse der EU-Kommission sind etwa 0,4 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs auf Kryptowährungen zurückzuführen. Deshalb sind die Miner meistens in Ländern außerhalb der EU angesiedelt, wo Strom sehr günstig ist, etwa Asien.

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Die EU-Kommission will das nun stärker kontrollieren und zu diesem Zweck ein spezielles Energieeffizienzlabel für Blockchains und darauf basierende Kryptowährungen einführen. In der EU-Verordnung „Markets in Crypto-Assets“ (MiCA) werden die Akteure am Markt für Kryptowährungen bereits dazu aufgefordert, bei ihrem Umwelt- und Klimafußabdruck reinen Tisch zu machen und alle Daten offenzulegen.

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EU-Kommission will Proof-of-Stake fördern

Auf dieser Basis soll dann das Energieeffizienzlabel anhand von nachhaltigen Standards greifen. Allgemein wollen die Experten damit den sogenannten Proof-of Stake Mechanismus fördern, bei dem sich die Kryptowährungen vom Mining entkoppeln und auf ein Konsensverfahren umstellen.

Ethereum, nach Bitcoin zweitgrößte Kryptowährung, hat diesen Prozess im September 2022 vollzogen. Bitcoin dagegen ist noch immer im Proof-of-Work-Status und wird weiter geschürft. Geht es nach der EU-Kommission, soll der „umweltfreundliche“ Proof of Stake zum „Goldstandard“ in der Blockchain-Dienste-Infrastruktur werden.

Sollte sich die Energiekrise weiter zuspitzen und sich eine Notlage mit „Lastabwürfen“ einstellen, nimmt die EU-Kommission ihre Mitglieder in die Pflicht, den Kryptowährungen dann wirklich den Strom abzudrehen und das Mining einzustellen beziehungsweise zu verbieten.

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