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Schluss mit Krypto: Kosovo verbietet Mining wegen Stromkrise

Im Kosovo gilt seit Dienstag ein Verbot für das Mining von Kryptowährungen. Das soll den steigenden Stromverbrauch eindämmen, der das Land in die schlimmste Energiekrise seit zehn Jahren hat schlittern lassen.

2 Min. Lesezeit
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Stromkrise im Kosovo beendet Krytomining. (Foto: DuxX/Shutterstock)

Wirtschafts- und Energieminister Artane Rizvanolli macht Ernst: Alle Behörden des Landes sind aufgerufen zu kooperieren, um dem Kryptomining den Garaus zu machen. Es soll aktiv nach Standorten gesucht werden, um diese dann notfalls unter Zwang zu schließen.

Notstand ausgerufen: Stromkrise erfordert Handeln

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Zu dem Schritt sieht sich das Land gezwungen, weil die günstigen Strompreise in der Vergangenheit verstärkt Kryptominer angelockt hatten, die im Kosovo mit erheblichen Gewinnerwartungen schürfen konnten. Die wiederum hatten unter der Bevölkerung in gewissem Umfang ebenfalls einen Trend wachsen lassen, sich am lukrativen Schürfen digitaler Assets zu beteiligen.

Nachdem es zu Ausfällen von Kohlekraftwerken gekommen war und der Staat immer mehr Strom zu immer höheren Preisen importieren musste, hatte die Regierung in einem ersten Schritt Stromabschaltungen vorgenommen. Im Dezember wurde für einen Zeitraum von zunächst 60 Tagen der Ausnahmezustand verhängt. Dieser gesetzliche Notstand erlaubt es der Regierung, unproblematisch mehr Geld für Energieimporte bereitzustellen, weitere Stromabschaltungen vorzunehmen und insgesamt härtere Maßnahmen zu ergreifen.

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Strom überwiegend aus Braunkohle, Mining überaus lukrativ

Das südeuropäische Land mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern importiert inzwischen mehr als 40 Prozent der Energie aus dem Ausland. Dabei ist die Nachfrage im Winter noch einmal deutlich höher, weil im Kosovo vornehmlich mit Strom geheizt wird. Die im Inland erzeugte Energie stammt zu 90 Prozent aus der Verbrennung der als besonders umweltschädlich eingestuften Braunkohle. Daran wird sich so schnell nichts ändern, denn der Kosovo verfügt mit einem Volumen von 12 bis 14 Milliarden Tonnen über die fünftgrößten Braunkohlereserven der Welt.

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Unter Minern galt das kleine Land bislang als besonders beliebt. Wie ein Klein-Miner gegenüber Reuters vorrechnet, kann er mit einem Energiekosteneinsatz von rund 170 Euro monatlich gut 2.400 Euro an Gewinn aus dem Kryptomining seiner 40 GPU ziehen. Erschwerend soll sich der Umstand auswirken, dass im Norden des Kosovo überwiegend Serben wohnen, von denen viele den Kosovo als Staat nicht anerkennen und deshalb ihre Stromrechnungen nicht zahlen wollen. Das sollen sich Miner zunutze machen, um ihre Geschäfte besonders vom Norden des Landes aus zu betreiben.

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