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Das lange Ende der Third-Party-Cookies: Google verlängert Frist erneut – bis 2024

Das Ende der Third-Party-Cookies wird seit vielen Jahren von unterschiedlichen Akteuren in der Online-Marketing-Welt thematisiert. Nun wird es erneut verschoben.

2 Min. Lesezeit
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(Foto: Shutterstock)

Eigentlich plant Google seit längerer Zeit, die Cookies aufs Abstellgleis zu schieben – so ein wenig und nach und nach und ohne die fürs eigene Werbegeschäft so wichtige Zielgruppe der Werbenden zu verschrecken. Die machen bekanntermaßen im SEA-Bereich einen alles andere als marginalen Teil am Erfolg von Alphabet respektive Google und Youtube aus. Aus dem Endzeitpunkt „irgendwann 2022“ wurde 2023 und jetzt offenbar die zweite Jahreshälfte 2024.

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Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag erklärt, hat das mit der Privacy Sandbox zu tun. Die wiederum ersetzt die alten Techniken durch neue – datenschutztechnisch weniger angreifbare. Das FLoC-System etwa, das bei Datenschützern durchfiel, ging im EU-Raum gar nicht erst an den Start und auch die Versuchsballons in anderen Regionen sind längst Geschichte.

Jetzt hat sich offenbar auch bei den Nachfolgelösungen herausgestellt, dass mehr Zeit vonnöten ist. Einige Entwickler:innen können bereits heute die Technologie erproben und ab August soll dies weltweit möglich sein. Der Launch der Privacy-Sandbox-API wird im dritten Quartal 2023 erwartet. Geplant ist dann, die Third-Party-Cookies in der zweiten Jahreshälfte 2024 abzuschaffen.

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Man habe sich, erklärt Google, eng mit den Entwickler:innen und Publisher:innen ausgetauscht und deren Input in die Designs einfließen lassen. Auf Kriegsfuß stand Google ja – Stichwort Schrems-Urteil und diverse andere gerichtliche Scharmützel – mit den Datenschützer:innen diverser Länder. „Mit der Wettbewerbsbehörde des Vereinigten Königreichs (Competition and Markets Authority, CMA) haben wir Anfang des Jahres eine Übereinkunft darüber erzielt, wie wir die Privacy Sandbox in Chrome weltweit entwickeln und veröffentlichen“, heißt es lapidar in dem Blogbeitrag.

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Mehr Zeit – im Interesse von Google und der Werbewirtschaft

Das übereinstimmende Feedback sei dabei gewesen, dass sich alle Beteiligten mehr Zeit bei der Umstellung auf die neue Privacy-Sandbox-Technologie wünschen. Das kommt Google auch entgegen, da man so vermittelt, dass man ja dafür Sorge trägt, dass „die Privacy Sandbox effektive, datenschutzfreundliche Technologien bietet und dass der Branche genügend Zeit eingeräumt wird, um die neuen Lösungen zu implementieren“. Das Web solle schließlich nicht auf seitenübergreifende Tracking-Identifikatoren oder versteckte Techniken wie Fingerprinting angewiesen sein.

Mit der standardmäßigen Deaktivierung von Third-Party-Cookies wird es somit frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2024 etwas – nachdem man im dritten Quartal 2023 vom Launch der endgültigen Privacy-Sandbox-API und deren genereller Verfügbarkeit für Chrome-Nutzer:innen ausgeht. Also nichts überstürzen, scheint hier die Devise zu sein – auch wenn Online-Marketer:innen und Adtech-Expert:innen seit Jahren davor warnen, die Sache auf die lange Bank zu schieben.

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