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Auch deutsche Startups pimpen Logistik-Branche

Einige deutsche Gründungen in der Logistik-Branche entwickeln sich gerade aus der Startup-Phase hinaus und werden zu „ernstzunehmenden Logistikern”, stellt die Strategieberatung Oliver Wyman fest.

Von Ekki Kern
3 Min. Lesezeit
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Mit der Menge an weltweit anfallender Fracht wachsen offenbar auch die Ideen zur Transformation der Logistik-Branche. Viele Neuerungen kommen mittlerweile von Startups. (Bild: Shutterstock/Scanrail1)

In der Logistikbranche fließe mittlerweile eine bedeutende Menge an Kapital in eine rasch wachsende Zahl an Startups, hat die Strategieberatung Oliver Wyman in ihrer jährlichen Marktanalyse ermittelt. Die Handlungsfelder dieser jungen Unternehmen würden sich „zunehmend ausweiten”. Allein 2017 seien rund 3,5 Milliarden US-Dollar in Logistik-Startups investiert worden, heißt es.

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Während sich die finanziellen Engagements in Nordamerika und Asien auf hohem Niveau verstetigt hätten, beobachtet die Analyse auch zunehmend deutsche Startup-Gründungen und wachsende Investitionen im Logistikumfeld, schreiben die Studienautoren. Doch neben diesen würden „zunehmend” etablierte Anbieter wie DB-Schenker, Kühne-und-Nagel, Fiege oder DHL die Innovation treiben.

Joris D’Incà, Partner und Logistikexperte bei Oliver Wyman, charakterisiert wenig überraschend den „Siegeszug der digitalen Transformation in der Logistik” als „unaufhaltsam”: „Ob Frachtvermittlung, Transportverfolgung, Sicherheit oder Abrechnung – es gibt flächendeckend für alle Bereiche der logistischen Wertschöpfung schon heute datenbasierte, intelligente Lösungen mit hoher Qualität, Transparenz und Effizienz”, sagt er.

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Logistik-Startups im deutschsprachigen Raum (Grafik: Oliver Wyman)

Logistik-Startups im deutschsprachigen Raum. (Grafik: Oliver Wyman)

Für die gesamte Branche bedeute dies, dass sie sich „sehr ernsthaft” auf disruptive Veränderungen einstellen müsse. Die Zeiten der klassischen Supply-Chain mit ihren typischen Akteuren werde bald vorbei sein, heißt es. Wer mit digitaler Logistik weiterhin erfolgreich in seinen Märkten antreten wolle, sei gut beraten, sich im Zusammenwirken mit entsprechenden Startups intensiv auf die Zukunft vorzubereiten – oder aber aus eigener Kraft in interne Innovationen zu investieren. Hier habe sich, sagt D’Incà, die Innovationsgeschwindigkeit im vergangenen Jahr „enorm beschleunigt”.

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Über 60 Startups im deutschsprachigen Raum

Die Analyse listet auf internationaler Ebene immerhin 30 Startups auf, die in den vergangenen zehn Jahren bereits jeweils mehr als 100 Millionen Dollar, zum Teil aber auch erheblich höhere Investitionen erhalten haben sollen.

Rund 90 Prozent der im vergangenen Jahr investierten 3,5 Milliarden Dollar seien dabei an amerikanische und asiatische Startups gegangen, heißt es von Oliver Wyman. Spitzenreiter seien zwei chinesische Unternehmen, die sogar Milliardenbeträge für die Entwicklung ihrer Konzepte zur Verfügung gestellt bekommen hätten.

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„Davon sind wir im deutschsprachigen Raum weit entfernt”, sagt Max-Alexander Borreck von Oliver Wyman. Jedoch sei die Zahl der für die Branche interessanten Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz allein 2017 von zuvor knapp 40 auf mittlerweile über 60 gestiegen.

Nach Ansicht von Borreck entwickeln sich einige der deutschen Gründungen aus der Startup-Phase hinaus und werden zu „ernstzunehmenden Logistikern”. Das Interesse von Investoren, Industrie und Politik steige, heißt es. Und: Man sehe „stärkere Aktivität” von Venture-Capital-Firmen im deutschsprachigen Raum. Zugleich würden sich etablierte Logistikanbieter und öffentliche Einrichtungen zum Beispiel in Form von Inkubatoren engagieren, sagt Borreck.

Finanzierungen durch Risikokapitalgeber

Auf digitale Lösungen durch Startups setzen bisher offenbar überwiegend Risikokapitalgeber. Finanzierungen fließen, wie schon in den vergangenen Jahren, zum großen Teil aus deren Kassen. Nach Ansicht der Studienautoren zeichnet sich ab, dass Logistikunternehmen immer mehr von sich aus die Digitalisierung ihres Kerngeschäfts in Angriff nehmen oder eigene Startups für diese Aufgaben ins Rennen schicken.

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So habe Maersk mit Twill eine eigene Digitalspedition ins Leben gerufen. DB-Schenker nutzt für seine digitale Frachtbörse Drive4Schenker Technologie vom US-Startup Uship, an dem sich der Konzern beteiligt hat. Fiege kooperiert mit der Münchener Gründung Magazino in der Entwicklung von wahrnehmungsgesteuerten Kommissionier-Robotern.

Der Wettbewerb in der Logistik ordne sich neu, stellt Borreck fest, und unterstreicht somit den auf Logistikern lastenden Handlungsdruck. Onlinehändler und Technologiegiganten, sagt der Experte, würden zunehmend wichtige Schaltzentralen der Logistikkette besetzen.

Viele dieser Player hätten es in ihrer DNA, datengetriebene Geschäftsmodelle schnell zu skalieren und zu perfektionieren. Die Logistiker hätten 2017 „einen großen Sprung” in der Digitalisierung ihres Kerngeschäfts gemacht. Um neue Geschäftsmodelle schnell zur Marktreife zu bringen, seien Partnerschaften mit Startups „ein sinnvoller Schritt”, heißt es von Oliver Wyman.

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Maximilian Fritz

Auch wenn es sich nur um ein SEO-Wettbewerb von unserer Hochschule handelt, so ganz unrecht haben wir teilweise in unserem Blog nicht. Ich glaube so ein Studiengang oder gerade Start-Ups würden die Intralogistik unserer Export-Unternehmen bereichern. Gerne könnt ihr mal auf den Blog drauf gehen und schauen ob es mit euren Erfahrungen übereinstimmt
https://mannbronnlogistikinformatikde.wordpress.com/

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