News

Malware-Projekt von Microsoft und Intel: Aus Schadcode wird ein 2D-Bild

Malware. (Foto: Stefano Garau/Shutterstock)

Microsoft und Intel arbeiten derzeit daran, Malware besser analysieren zu können. Das Projekt setzt dabei auf eine neue Technologie, bei der Schadsoftware in Bilder umgewandelt wird.

Die Tech-Riesen Microsoft und Intel arbeiten gemeinsam an der Bekämpfung von Malware. Im Rahmen des Stamina (Static Malware-as-Image Network Analysis) genannten Projekts wird Schadcode in Schwarz-Weiß-Bilder umgewandelt. Eine künstliche Intelligenz (KI) soll mithilfe von Deep-Learning die Bilder nach bestimmten strukturellen Mustern durchsuchen, die für das jeweilige Malware-Beispiel spezifisch sind, wie ZD-Net berichtet.

Aus Schadcode wird ein 2D-Bild

Die Ergebnisse der entsprechenden Forschung haben die Intel- und Microsoft-Forscher in einem White-Paper zu Stamina veröffentlicht. Die Umwandlung des Schadcodes in ein Bild läuft in mehreren Schritten ab. Zuerst werden die Binärdaten in Pixel-Rohdaten umgewandelt. Aus dem eindimensionalen Pixelstrom wird dann ein zweidimensionales Bild erzeugt. Dieses lässt sich dann mithilfe herkömmlicher Bildanalyse-Algorithmen untersuchen.

Microsoft Intel Malware Bilder

Stamina – neue Technologie von Microsoft und Intel wandelt Malware in Bilder um. (Foto: Intel)

Die Breite des Bilds ist dann jeweils von der Größe der Ausgangsdatei abhängig. Die Höhe wiederum wird in Abhängigkeit von der Breite und den Rohdaten ermittelt. Die Größe des Bilds haben die Forscher reduziert, da ansonsten die schnell einmal mehrere Milliarden Pixel großen Bilder nicht schnell genug verarbeitet werden könnten. Die Verkleinerung soll das Ergebnis aber nicht negativ beeinflussen, zeigten sich die Forscher überzeugt.

Stamina für Malware-Klassifizierung

Microsoft und Intel haben das Deep-Learning-System im Vorfeld entsprechender Tests mit 2,2 Millionen infizierten Dateien trainiert. Anschließend konnte Stamina Malware-Dateien mit einer Genauigkeit von 99,07 Prozent erkennen. Die Forscher sind der Meinung, dass das System jetzt zur Malware-Klassifizierung eingesetzt werden können.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung