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Massenbleiche am Great Barrier Reef – können Startups helfen?

Wissenschaftler:innen berichten von einer neuen großen Korallenbleiche am australischen Great Barrier Reef. Gleich mehrere Startups haben Ideen, um das Sterben des Riffes zu stoppen.

Von Insa Schniedermeier
3 Min.
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Kann man die Korallenriffe noch retten? (Bild: Shutterstock / ChameleonsEye)

Es sieht düster aus für die Korallenriffe der Welt. Beziehungsweise hell: Denn durch den Klimawandel und die damit einhergehende Erwärmung der Weltmeere bleichen viele Korallenriffe zunehmend aus. Was kein gutes Zeichen ist. Denn beim Prozess der Korallenbleiche werden die in den Korallen lebenden Algen abgestoßen, wodurch die Korallen letztendlich sterben. Die Bleiche passiert bereits bei einer Erhöhung der Meerwassertemperatur von nur ein bis zwei Grad Celsius im Vergleich zu den normalen Temperaturen. Um das Sterben der Korallenriffe zu stoppen, arbeiten sowohl die Unesco als auch findige Unternehmer:innen an Lösungen.

Erneut Massenbleiche am Great Barrier Reef

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Das australische Great Barrier Reef gilt mit seiner Länge von rund 2.300 Kilometern als größte von Lebewesen geschaffene Riffstruktur der Erde. Doch laut einem aktuellen Bericht vom Climate Council steht es nicht gut um das Riff – aufgrund des Klimawandels erlebt es derzeit erneut eine große Korallenbleiche. Bei der letzten großen „Massenbleiche“ im Jahr 2016 sollen laut Report fast 30 Prozent der Korallen am Great Barrier Reef abgestorben sein.

Und auch jetzt sieht es nicht gut aus: „Mehr als die Hälfte der lebenden Korallen, die wir aus der Luft sehen können, sind stark gebleicht […]“, sagte Neal Cantin, Korallenbiologe am Australian Institute of Marine Science am 25. März in einem Youtube-Video über den Gesundheitszustand des Riffs.

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Warum Korallenriffe wichtig sind

Korallenriffe gehören zu den artenreichsten und ältesten Ökosystemen der Erde. Forscher:innen zufolge sollen sie ein Viertel aller marinen Organismen beherbergen. Zudem dienen die Riffe als wichtige Senke für das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid. Sterben die Korallenriffe ab, so geht mit ihnen nicht nur das gesamte sie umgebende Ökosystem verloren, sondern auch eine Chance, das Klimagas aus der Atmosphäre zu binden.

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Bedroht werden die Riffe dabei nicht nur von der Erhöhung der Meerestemperatur, sondern auch durch nicht nachhaltige Fischereimethoden und die Verschmutzung der Meere durch Abwasser und Dünger aus der Landwirtschaft.

3 Projekte, die die Korallenriffe schützen wollen

Coral Vita

Das auf den Bahamas ansässige Unternehmen Coral Vita hat ein Korallenriff-Regenerationsprogramm ins Leben gerufen, das es ermöglicht, Korallenfragmente von lokalen Riffen einzusammeln, diese in Farmen heranzuzüchten und anschließend wieder zurück in angegriffene Riffe zu pflanzen.

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Unterstützen kann man das Unternehmen beispielsweise, indem man eine Koralle adoptiert. Los geht es bei 50 US-Dollar für ein Korallenfragment. Für 5.000 Dollar kann man eine ganze Badewanne mit Baby-Korallen sponsern – mit Namensgravur am Rand selbstverständlich.

Gegründet wurde Coral Vita vom Umweltaktivist Gator Halpern, der 2018 für sein Engagement als Young Champion of the Earth ausgezeichnet wurde. Ende März gaben sich auch Herzogin Kate und Prinz William die Ehre und statteten Coral Vita auf den Bahamas einen Besuch ab.

Reefy

Reefy ist ein in den Niederlanden ansässiges Unternehmen, das ein legosteinartiges Riff-System entwickelt hat, mit dem abgestorbene Korallenriffe aufgeforstet werden sollen. Gegründet wurde das Unternehmen Ende 2019 von den beiden Mexikanern Jaime Ascencio und Daniel Dacomba, die sich bei ihren Masterstudiengängen in Küsteningenieurwesen und Wasserwirtschaft kennengelernt hatten. Mit ihren Reefy-Blöcken geht das junge Unternehmen noch ein weiteres Problem an, das durch die sterbenden Riffe verursacht wird, nämlich die Erosion der Strände.

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Mit den Reefy-Blöcken sollen sterbende Korallenriffe regeneriert werden. (Bild: Reefy)

Mit den Reefy-Blöcken sollen sterbende Korallenriffe regeneriert werden. (Bild: Reefy)

Global Fonds for Coral Reefs

Ein weiteres Projekt, das sich für den Schutz der Korallenriffe einsetzt, ist der Global Fonds for Coral Reefs (GFCR). Der im Oktober 2020 ins Leben gerufene Impact-Investment-Fonds setzt sich als erster seiner Art explizit für Projekte ein, die den Schutz von Korallenriffen vorantreiben. Dafür sollen insgesamt 625 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren in sogenannte „coral positive businesses“ investiert werden. Bislang wurden GFCR-Programme bereits in Fidschi, Kenia, Tansania, den Bahamas und Papua-Neuguinea gestartet.

Es bleibt zu hoffen, dass der technologische Fortschritt bei der Erhaltung und Wiederherstellung von Korallenriffen greift, bevor es zu spät ist.

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