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McKinsey: Elektroautos bescheren Herstellern künftig fette Gewinne

Tesla verdiene mit Auto kein Geld, heißt es. Eine Studie widerspricht nun: E-Autos verkaufen sich jetzt schon mit leichtem Gewinn. Aber der werde steigen. Medien sprechen schon von einer Gelddruckmaschine.

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Selbst der Branchenneuling Tesla scheint in schwierigen Zeiten mit Elektroautos Gewinne zu erwirtschaften. Die sollen jedoch noch massiv steigen. (Foto: Ding Ting/ dpa)

Geld lasse sich mit Elektroautos weder heute noch morgen verdienen – diese Aussage stammt von Helmut Becker, dem ehemaligen Chef-Volkswirt von BMW. Das gelte für Tesla und jeden anderen Hersteller. Becker sprach damit aus, was viele denken: dass mit der Elektromobilität kein Euro zu machen sei. Dazu passt die Aussage, VW verkaufe jeden ID 3 mit 3.000 Euro Verlust. Gesammelt hat diese Quellen die Wirtschaftswoche. Sie zitiert zudem eine neue Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die das Gegenteil behauptet, und spricht von einer Gelddruckmaschine.

Voraussetzungen für Profite werden besser

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Die Studie hat 16 elektrisch angetriebene Modelle unter die Lupe genommen. Dabei standen die Herstellungskosten im Fokus. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass aktuell sechs mit kleineren Verlusten, sieben kostenneutral und zwei mit Gewinnen verkauft werden. Die beiden Topverdiener unter den Elektroautos stammen aus der Luxusklasse. Im Schnitt seien die elektrischen Fahrzeuge damit profitabel, schreiben die Verfasser. Die Rentabilität bleibe leicht über der Gewinnschwelle, weil die Skaleneffekte aus den Mengensteigerungen noch nicht hoch genug sind, um den Preisdruck in diesem wettbewerbsintensiven Markt auszugleichen. Auch andere Umstände spielen eine Rolle, die sich im Laufe der Zeit verbessern werden: Entwicklungs- und Designkosten, die Effektivität der Produktionsprozesse sowie Einsparungen bei der Herstellung und dem Service.

Zweistellige Gewinnsteigerungen in Aussicht

Die Studie sieht Margensteigerungen von acht bis zehn Prozent beim Umsatz bis 2030. Wer beständig Kosten senkt, könne weitere acht Prozent draufsatteln. Mit ganz neuen Geschäftsmodellen sieht die Studie zusätzliche fünf bis zwölf Prozentpunkte Steigerungspotenzial. Unter diese Modelle fasst sie den Onlinevertrieb, radikal kostenoptimierte Fahrzeugplattformen, neue Geschäfte über Softwareplattformen im Auto und Einkünfte aus dem Batterieverkauf als Stromspeicher für erneuerbare Energie. Insgesamt stellt das Dokument Umsatzrenditen von bis zu 30 Prozent in Aussicht. Übrigens: Als zurzeit profitabelster Automobilhersteller der Welt gilt Porsche mit einer Umsatzrendite von 15 Prozent.

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BMW Volkswirt irrt sich gehörig

Ein halbes Jahr nachdem Helmut Becker ausgeschlossen hatte, dass Tesla mit den Autos Geld verdienen werde, präsentierte der Branchenneuling einen Quartalsgewinn von 1,1 Milliarden US-Dollar. Das gelang dem Unternehmen, das seine Produktionskapazitäten erst noch aufbaut, in einer schwierigen Zeit. Die Corona-Pandemie drückte die Wirtschaftsleistung und zog einen weltweiten Halbleitermangel sowie explodierende Rohstoffkosten nach sich. Tesla ist so unrentabel, dass es seinen CEO über Aktienbeteiligungen zum reichsten Menschen der Welt gemacht hat. Becker hatte Tesla 2017 noch als Modeerscheinung tituliert.

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