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Metaverse: China baut kommunistisches Ausbildungszentrum mit VR

Die chinesische Führung setzt seit einiger Zeit verstärkt auf AR und VR. Jetzt soll ein kommunistisches Ausbildungszentrum entstanden sein – und zwar in einem eigens geschaffenen Metaverse.

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Wird das chinesische Metaverse sehr rot sein? Vermutlich... (Bild: Vachagan Malkhasyan / Shutterstock)

Das Virtual-Reality-Unternehmen Mengke VR berichtet, dass China ein Metaversum betreibt, in dem sich Parteitreue treffen können, um „die [chinesische kommunistische] Partei aufzubauen“. Dieses Metaverse soll virtuelle Veranstaltungen wie Sitzungen, Konferenzen, Kurse und Geschichtsvorlesungen beherbergen. Mit 3D-Avataren sollen Nutzende durch Ausstellungen wandern und die Kulturgeschichte der kommunistischen Partei kennenlernen können.

Straff kommunistisches Pathos im modernen Gewand

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Die verfügbaren Metaverse-Kurse tragen Titel wie „Hundert Jahre voller Geschichten – Mikro-Klassenzimmer der Parteigeschichte“ und „Die große neue Ära – Die wichtigsten Errungenschaften der Partei und des Landes seit dem 18. Nationalkongress der Kommunistischen Partei Chinas“. Das Portfolio beinhaltet haufenweise weitere pathetisch benannte „Fortbildungsangebote“ wie „The Chinese Spirit“ oder „Code of Leadership“. Das berichtet The Register.

Chinesischen Medien zufolge wird auf ein hohes Maß an Interaktion und eine Verknüpfung mit realen Orten Wert gelegt. China bleibt damit seiner Strategie, stets ein Übermaß an Verbindlichkeit zu vermitteln, um dem Einzelnen das Gefühl zu nehmen, ein eigenständiges Individuum zu sein, treu. Laut Mengke VR soll das natürlich kostenlose ZK-Metaverse so hochgradig interaktiv sein, dass traditionelle VR-Inhalte im Vergleich regelrecht langweilig erscheinen.

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Metaverse: So wie das reale Leben kontrolliert wird, muss das virtuelle kontrolliert werden

China verpflichtet seine großen Technologieunternehmen auf Investitionen in das Metaverse. So haben Unternehmen wie Tencent, Alibaba und Bytedance allesamt bereits Pläne. Weltweit könnte der Metaverse-Markt laut Morgan Stanley rund acht Billionen Dollar wert sein.

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Fraglich ist indes, ob es Peking um wirtschaftliche Fragen geht. Immerhin hat die Regierung immer wieder gezeigt, dass sie Videospielen eher nichts abgewinnen kann. Das Engagement im Metaverse dürfte daher der gleichen Motivation unterliegen wie das Engagement der Regierung im echten Leben. Es wird wohl eher um Kontrolle, Überwachung und Manipulation gehen, denn um nutzwertige und unterhaltsame Angebote für Chinesinnen und Chinesen.

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