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Zusammenarbeit überall: Microsoft 365 wird vollkommen modular, Teams zur Plattform

Die Microsoft Build ist gestartet. (Screenshot: t3n)
Lesezeit: 2 Min.
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Die diesjährige Build, Microsofts Entwicklerkonferenz, steht im Zeichen der Kollaboration im hybriden Arbeitsumfeld. Die erfordert die Abkehr vom Denken in Apps. Alles soll künftig überall gehen.

Auf der diesjährigen Build, die online vom 25. bis zum 27. Mai abgehalten wird, stellt Microsoft seinen bisherigen Entwicklungsansatz auf den Kopf. Hatte der Anbieter bislang funktionsbezogene Apps zur Unterstützung der persönlichen Produktivität im Blick, soll es künftig nicht mehr wichtig sein, welche App ihr verwendet, sondern welchen konkreten Task ihr gerade zu erledigen habt. Kollaborative Apps nennt Microsoft diese neue Generation von Software.

Teams wird zur Plattform. (Bild: Microsoft)

Monothematische Apps sind am Ende

In dieser neuen, kollaborationsbezogenen Betrachtung startet ihr nicht mehr Word oder Excel oder welche App auch immer. Vielmehr nutzt ihr ein Textverarbeitungsmodul, um einen Text zu verfassen, ein Tabellenkalkulationsmodul, um eine Kalkulation zu erledigen, oder ein Kalendermodul, um Termine zu koordinieren. Das Prinzip dürfte klar sein.

Die zentrale Software, die diese Multifunktionalität erlauben soll, heißt Microsoft Teams. Den einstmaligen Slack-Wettbewerber bohrt der Hersteller nun zu einer Plattform auf, auf der Funktionsmodule laufen. Das können kleine App-artige Funktionsbündel, aber auch Bots, Nachrichten- oder Meeting-Erweiterungen oder Webhooks und andere Konnektoren sein.

Teams wird zur Plattform für den Arbeitsalltag – egal, welche Aufgabe zu erfüllen ist

So wird es nach der Vorstellung der Redmonder bald nicht mehr erforderlich sein, überhaupt etwas anderes als Teams zu verwenden. Die Schnittstellen zu Teams gibt Microsoft umfassend frei. So können alle Entwickler ihre Funktionalitäten in Module verpacken, die dann in Teams lauffähig sind.

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Teams-Store: Hier können Funktionsmodule nachgekauft werden. (Screenshot: Microsoft)

Für die Verteilung hat Microsoft den Teams-Store aufgesetzt, der auch aus dem Teams-Admin-Center direkt angesprochen werden kann. So können Teams-Admins für ihre Nutzergruppen die jeweiligen Modulpakete, die für die tägliche Arbeit gebraucht werden, schnüren. Erweitert sich der Bedarf, werden einfach neue Module nachgekauft oder abonniert und installiert.

Microsoft liefert Tools und SDK, die den Umstieg erleichtern

Um Entwicklern bei der Erstellung dieser Module zu helfen, veröffentlicht Microsoft das „App Studio“ und das „Teams-Toolkit“, das bereits zum Download zur Verfügung steht und in Visual Studio oder in VS Code integriert wird. Für Web-Anwendungen gibt es das Teams-JavaScript-Client-SDK.

Teams-Toolkit für VS Code. (Screenshot: Microsoft)

Von der grundlegenden Modularität der neuen Herangehensweise profitieren auch Lösungen wie Microsofts virtuelles Firmengebäude Viva. Viva ist von Beginn an als Plattform konzipiert und erhält jetzt die Möglichkeit, über Webparts mit Dashboards, Newsfeeds oder anderen mitarbeiterorientierten Inhalten bestückt zu werden. Ebenso ist die Einbindung von Microsoft-Graph-Daten nun möglich.

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12 Kommentare
Marco Z
Marco Z

Teams kann vieles. Aber es ist mega Ressourcen hungrig…, Und es erschwert mich bei der Ausübung gleichzeitiger multipler Anwendungen. Alles ist irgendwie immer nur über das gleiche Fenster erreichbar. Kein Multitasking mehr. Bin jetzt noch nicht so überzeugt von dem Konzept ;/
(Ist mehr so ein consumer produkt. Und nicht für den produktiven Ansatz)

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Zero
Zero

Dann müssen sie Teams aber erst runderneuern. Das hat aktuell zu viele Bugs und Performanceprobleme. Und auch die Bedienung ist derzeit eher mau.
Wenn Microsoft hier nicht mit Feingefühl vorgeht, wird Teams – wie einst Apples iTunes – zur ungeliebten monolithischen Allzwecksoftware.

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Jo
Jo

microsoft – freedom is different

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RP
RP

Der Titel ist falsch, es löst keine Office Produkte wie Outlook, Word, Excel, usw… ab.
Warum macht Microsoft keine On-Premise Lösung von Teams? -> Weil sie uns alle in die Cloud treiben will um Monatlich und nicht nur einmal zu kassieren -> kommt meine Kühe, hier auf dem fixen Melkstand gibt es mehr als auf der Grünen Wiese.
Aber das kennen wir schon von Abobe, TeamViewer, AutoCad, usw….

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Dieter Petereit

Wie mich diese „Der Titel ist falsch“ ermüden. Ich habe lediglich beschrieben, dass sich Office in seine Funktionsbestandteile auflöst und modular auch in anderen Apps verwendet werden kann. Zentral wird dabei Teams. Nicht mehr, nicht weniger.

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Oliver
Oliver

Der Titel suggeriert schon eher eine Abslösung von Office durch Teams. Im Text wird es allerdings klar, was Sie meinen. Nur irgendwie muss ein Artikel ja Aufmerksamkeit auf sich ziehen ;)

Abgesehen davon bin ich gespannt, ob Microsoft’s Strategie aufgeht. Klingt für mich wenig praktikabel und vor allem intuitiv. Teams ist die nächste Entwicklungsstufe nach Skype aber hat krankt noch an den Basics. Da muss noch allerhand passieren, bevor ich es als zentrale Anlaufstelle für meine Arbeit ansehe.

SO
SO

Der Titel suggeriert mir direkt das Office sich „auflöst“ und nicht nur ein zusätzlicher sondern ein vollständiger Ersatz statt findet, von daher ist die Kritik schon berechtigt.

Matthias
Matthias

Ist dann zerteilen vielleicht das bessere Wort als auflösen? Auflösen suggeriert ein „verschwinden“. Z.B. die Hoffnung auf meinen baldigen Impftermin hat sich in Luft aufgelöst :D

Ralf Altmeyer
Ralf Altmeyer

Da kommen Erinnerungen hoch. Vor über 20 Jahren wollte Microsoft den Explorer als zentrales Tool für alle Tätigkeiten – lokal oder im Internet – platzieren. Das hat auch nicht wirklich funktioniert. Grundsätzlich ist die Idee ja nicht schlecht. Aber aktuell hat Teams so viele ärgerliche Nachteile: Nur ein Fenster, miserable Suchfunktionen, Drag & Drop eingeschränkt oder nicht möglich, reduzierte Ordnerverwaltung, die bisher implementierten Office Module sind katastrophal schlecht und können vielfach nicht mal die Anzeige korrekt bewältigen (Powerpoint), Abstürze, Ressourcenhunger… Bei Teams fühle ich mich häufig um 30 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt. Wer wirklich arbeiten will und nicht nur hippe Kollaborationsworkshops abhalten möchte, wird mit Teams nicht glücklich.

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Frank Haarmann
Frank Haarmann

Man kann sogar noch weiter zurückgehen, nämlich in die Zeit von MD-DOS. Unter DOS gab es schon Software, die alle für den Büroalltag erforderlichen Tools in einem Produkt vereinte. Ein Beispiel wäre SMART. Dort war es sogar möglich, Aufgaben Modul-übergreifend durch eigenes Scripting zu automatisieren. Also Mircrosoft hat diese Idee nicht erfunden. Lotus hatte auch mal ein Produkt, in dem alle Büroanwendungen integriert waren, bin ich der Meinung. Um es noch einmal zu verdeutlichen, ich bin jetzt gedanklich in der Zeit von Multiplan, Wordstar etc., lange bevor Büro-Computer vernetzt wurden. Ähnlich wie bei VHS und Video2000 hat auch in der Software nicht immer das bessere System gewonnen. Microsoft = VHS. Aber alle 30 bis 40 Jahre kann man ja eine alte Idee wieder aufgreifen. Wie in der Mode-Branche. Ob uns das weiterbringt, muss sich zeigen. Jedenfalls ist es prinzipiell falsch, wenn sich die Arbeitsweise des Büromenschen nach der Software richten muss. Menschen arbeiten zufriedener, wenn die Software das erledigt, was der Mensch benötigt oder erwartet. Kollaboration ist nicht alles.

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Tom Aue
Tom Aue

DAS war nur eine Frage der Zeit. Es macht schon jetzt (fast) keinen Sinn mehr Teams und Outlook parallel zu nutzen. Einige Funktionen (bis auf den Mail-Client) sind doppelt und teilweise nicht miteinander kombinierbar. Bspw. Tasks in Outlook und To-Do als minimalistisches Projekt-Mgmt-Tool in Teams. Eigentlich sehr gute Lösungen, aber für den User zu viele Apps. Vor einigen Monaten war genau dieser Schritt des Zusammenschlusses eine logische Konsequenz, die irgendwann einmal kommen musste…

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Marcus
Marcus

Zitat: „Das können kleine App-artige Funktionsbündel […] sein“. Auch wenn es dort so geschrieben steht: in meinem Kopf formt sich dennoch das Wort „abartig“. Soll nicht heißen, dass es das mit MS-Teams in Verbindung bringe!

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