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Mit KI gegen Weltraumschrott: So will dieses Startup den Orbit sauber halten

Die Menschheit müllt den Orbit immer weiter voll. Das Startup Neuraspace möchte dagegen etwas unternehmen.

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Weltraumschrott sieht natürlich anders aus. Trotzdem wird unser Orbit immer zugemüllter. (Symbolbild: studiovin/ Shutterstock).

Über 7.500 Satelliten befinden sich momentan im Orbit – Tendenz steigend. Hinzu kommt noch menschengemachter Weltraumschrott, der weiterhin dort verweilt. Zusammengefasst: Wir müllen unseren Weltraum voll. Dadurch steigt auch das Risiko, dass die Satelliten irgendwann einmal zusammenstoßen. Selbst die ISS musste im August 2023 zwei Mal entgegenkommenden Objekten ausweichen.

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Das portugiesische Startup Neuraspace möchte nun den Weltraum von dem ganzen Müll befreien – zumindest in einer Hinsicht. Denn das Unternehmen, das 2020 gegründet wurde, will mit künstlicher Intelligenz Kollisionen im Orbit vermeiden. Mithilfe der KI sollen sowohl Satelliten als auch Weltraumschrott verfolgt werden können. Auch Ausweichmanöver, die manuell ausgeführt werden, sollen so automatisiert werden können.

Mit ihrer Plattform möchte sich Nauraspace an Satellitenbetreiber, aber auch an Versicherungsunternehmen für eine bessere Kosteneinschätzung richten. Indem verschiedene Informationen, wie optische Daten, Radardaten und statische Datenbanken, gesammelt werden, macht sich die KI ein Bild von den Vorgängen in der Umlaufbahn.

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Auch äußere Faktoren wie die Sonnenaktivität und die atmosphärische Dichte fließen in die Berechnung mit ein. Schließlich werden auch Größe und Form der Objekte berücksichtigt und virtuelle Kreise um sie herum erstellt. So kann dann die Wahrscheinlichkeit einer Kollision berechnet werden.

Der Orbit ist Politik

Wie mit dem Orbit und dem Schrott, der sich dort befindet, umgegangen wird, ist ein viel diskutiertes politisches Thema. Denn neben staatlich genutzten Satelliten schießen auch immer mehr private Unternehmen Objekte in den Weltraum. Alleine Elon Musks SpaceX hat über 4.800 Starlink-Satelliten im Orbit, die aktiv sind.

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Auch Neuraspace-CEO Chiara Manfletti ist skeptisch, wie einige Betreiber mit der Situation umgehen. „Es fehlt immer noch das Bewusstsein für die Dringlichkeit, etwas zu tun“, sagt sie gegenüber The Register. „Es gibt nicht jeden Tag Kollisionen, was gut ist, aber wenn wir nichts tun, wird es nicht besser werden, sondern schlimmer.“

Anstelle von strengeren Vorgaben fordert sie jedoch mehr Anreize von Regierungen, um Nachhaltigkeitsstrategien von Unternehmen stärker zu belohnen. Bis das jedoch passiert, ähnelt der Orbit dem wilden Westen. Das sieht auch Manfletti: „Wer auch immer die größte Anzahl von Satelliten in die Umlaufbahn bringt, wird diktieren, was passieren wird.“

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