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Mitarbeiterbindung: Diese 6 Faktoren sorgen für Zugehörigkeitsgefühl

Wettbewerbsfaktor Zugehörigkeit: So schaffen Unternehmen echte Loyalität. (Foto: Shutterstock-Dmitrydesign)

Eine offene und respektvolle Unternehmenskultur lohnt sich. Hinsichtlich der Mitarbeiterbindung wiegt sie oft sogar schwerer als die Bezahlung. Diese Faktoren sorgen für Loyalität im Team.

Rein monetäre Anreize reichen vielen Arbeitnehmern schon lange nicht mehr aus, um einem Arbeitgeber gegenüber auf Dauer treu zu bleiben. Um im Job zufrieden zu sein, spielen etliche weitere Faktoren eine Rolle. Wer Talente halten will, muss beispielsweise ihre Bedürfnisse kennen und offen sein für ihre persönlichen Ziele. Viele junge Berufstätige wollen sich regelmäßig weiterbilden. Wer seinem Team die Möglichkeit zugesteht, ständig dazuzulernen, ist im sogenannten War for Talents immer eine Nasenlänge voraus. Die Unternehmenskultur des Arbeitgebers ist heutzutage wichtiger denn je.

Eine andere Frage ist jedoch, welche Faktoren dazu führen, dass ein Arbeitnehmer sich dem Unternehmen verbunden fühlt beziehungsweise welche Umstände ein Zugehörigkeitsgefühl wecken. Hier geht es weniger darum, was ein Chef seinen Mitarbeitern bietet als vielmehr, wie er sich ihnen gegenüber verhält. Dahingehend hat Linkedin in Zusammenarbeit mit Yougov kürzlich eine Studie veröffentlicht, die tief blicken lässt. Demnach sind Arbeitnehmer am loyalsten, wenn bestimmte Faktoren erfüllt sind. Die haben eine Menge mit Respekt, Offenheit und Vertrauen zu tun.

Mitarbeiterbindung: Unternehmenskultur ist Basis für Zusammengehörigkeitsgefühl

Mitarbeiterbindung: Diese Faktoren sorgen für ein Zugehörigkeitsgefühl. (Grafik: Linkedin)

Die Teilnehmer der Studie sind sich einig: Fairness ist ihnen am wichtigsten. Mit 58 Prozent hat mehr als die Hälfte den Punkt auf Platz 1 gewählt. Gemeint ist, dass „alle Mitarbeiter fair und gleich“ behandelt werden. Das fängt schon bei der Bezahlung an. Für 46 Prozent der weiblichen Befragten ist es diesbezüglich besonders wichtig, dass Männer und Frauen innerhalb ihrer Vergleichsgruppe auch das gleiche Gehalt bekommen. Unter den Männern haben 28 Prozent den Aspekt als besonders wichtig markiert. Vor allem Extrovertierte verkaufen sich oft besser als Introvertierte und gehen in Verhandlungen mit mehr Geld für gleiche Leistung heraus.

Was fair ist, ist oft subjektiv. Der eine Chef mag meinen, wer in der Gehaltsverhandlung die härteren Bandagen anlegt, hat sich den Extralohn auch verdient. Andere sehen hier eine Diskriminierung von vor allem weniger selbstbewussten Menschen. Kaum diskutabel dürfte hingegen Platz 2 unter den Faktoren sein. Mit 16 Prozent haben die Teilnehmer höchstmögliche Transparenz gewählt. Gemeint ist eine allzeit „offene und ehrliche Kommunikation“ dem Team gegenüber. Entscheidungen zu erklären, anstatt sie dem Team nur überzustülpen, stößt auf Respekt.

„Gerade bei jüngeren Generationen sehen wir, dass die Unternehmenskultur eine immer wichtigere Rolle spielt.“

Darauf folgt Platz 3: Partizipation. Mitarbeiter wollen bei Beschlüssen ins Boot geholt werden. Knapp elf Prozent haben sich dafür ausgesprochen. Bemühungen, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zu integrieren, wählten vier Prozent der Teilnehmer auf Platz 4. Diversität von Personen wird klassischerweise an Ebenen wie Ethnie, Alter, Geschlecht oder Behinderung festgemacht. Außerdem schätzen es Mitarbeiter, wenn ihr Arbeitgeber eine Haltung zu gesellschaftlichen Themen einnimmt und in CSR-Programme investiert. Jeweils zwei Prozent wählten den Faktor auf Platz 5 und 6.

„Das Ranking rund um Platz 1 bedeutet nicht, dass die Faktoren mit weniger Prozentpunkten unwichtig sind: Viele Befragte wählten diese auf Platz 2 oder 3“, kommentiert Barbara Wittmann, Direktorin für den Bereich Talent Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung von Linkedin DACH. „Gerade bei jüngeren Generationen, die jetzt in die Arbeitswelt einsteigen, sehen wir global seit einiger Zeit, dass die Unternehmenskultur eine immer wichtigere Rolle spielt.“ Es sei heutzutage wichtig, gute Talente nicht aufgrund fehlender Werte an die Konkurrenz zu verlieren.

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