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Ratgeber

Die besten Mitarbeiter-Benefits – 5 Menschen erzählen

Mitarbeiter-Benefits spielen bei der Jobwahl eine große Rolle. (Foto: Shutterstock- William Perugini)

Neben dem Gehalt spielen für Berufstätige inzwischen auch Mitarbeiter-Benefits eine große Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Job. Fünf Menschen erzählen, was sie schätzen.

Dass Berufstätige von ihrer Arbeit gut leben wollen, steht wohl völlig außer Frage. Das Gehalt ist deshalb eines der Hauptkriterien, wenn es darum geht, sich für oder gegen einen Job zu entscheiden. Dass Geld alleine aber auch nicht glücklich macht, wissen inzwischen viele Angestellte. Ab einer bestimmten Summe, so heißt es von Seiten zweier renommierter Wirtschaftswissenschaftler, bringt übermäßig viel Geld oft keine Freude mehr und noch weniger Motivation. Deshalb sind auch andere Faktoren wichtig. Menschen wollen Zeit für Dinge, die ihnen etwas wert sind. Oder Entlastung, damit sie nervigen Alltagsstress minimieren können. Auch deshalb bieten immer mehr Arbeitgeber ihren Team-Mitgliedern tolle Benefits. Der Fachkräftemangel spielt den Mitarbeitern zusätzlich in die Karten.

Wir haben uns in der t3n-Community einmal umgehört. Auf Twitter haben wir gefragt, mit welchen Benefits deutsche Unternehmer und Unternehmerinnen bei euch wirklich punkten können. Viele Leser haben geantwortet. Fünf Menschen haben sich jetzt sogar die Zeit genommen, etwas ausführlicher über ihren liebsten Benefit zu sprechen! Welcher Benefit wäre euch am wichtigsten?

1. Bezahltes Mittagessen

Vincent Halang: „Neben dem kostenlosen Essen an sich, haben wir quasi jeden Tag eine teambildende Maßnahme.“ (Foto: Nancy Siebenhaar)

Vincent Halang, 25 Jahre.

Bei uns zahlt die Firma das Mittagessen bis zu einem bestimmten Betrag – in einer Mischung aus Kantine und Restaurant, etwa fünf Minuten vom Büro entfernt. Dieser Benefit ist gefährlich, weil er sehr schnell sehr selbstverständlich wird – gleichzeitig ist der aber auch unglaublich wertvoll. Neben dem kostenlosen Essen an sich, haben wir quasi jeden Tag eine teambildende Maßnahme. Gerade in Unternehmen mit verschiedenen Abteilungen, die im Arbeitsalltag eher wenig miteinander zu tun haben, lernt man so nicht nur die Kollegen und Kolleginnen besser kennen, sondern bekommt im Austausch auch ein ganzheitliches Gefühl für die eigene Firma. Wie gesagt: Inzwischen ist der Benefit für mich so selbstverständlich, dass ich ihn nicht mehr missen will. Bei der Jobwahl ist er aber kein Muss und sicher nur ein Aspekt unter vielen. Einen Job ohne Sinn oder ein Team das nicht funktioniert, kann auch kein kostenloses Mittagessen retten.

2. Kinderbetreuung

Oliver Erb, 34 Jahre.

Noch schwerer als bezahlbaren Wohnraum bekommt man als junge Familie in Großstädten eigentlich nur Kita-Plätze. Ergebnis: Entweder die Arbeitslosigkeit für mindestens einen Elternteil oder die Kita als zusätzliches Pendelziel für beide. Wenn ein Arbeitgeber hier echte Lösungen anbieten würde, wäre das ein ganz entscheidender Vorteil, den er gegenüber anderen am Arbeitsmarkt hätte. Und später profitiert das Unternehmen ja auch ganz konkret davon, wenn ich nicht schon um 14 Uhr aus dem Büro stürme, um mich auf den langen Weg zum Nachwuchs zu machen. Außerdem könnten Eltern verlässlicher den Wiedereinstieg in den Job planen. Für mich wäre so etwas mehr wert als jede Zuschusszahlung – und zudem auch ein konsequentes Einlösen des Werteversprechens der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

3. Remote-Arbeit

Melanie Petersen, 35 Jahre.

Wer wie ich viel reist und eine feste Stelle antritt, steht plötzlich vor einem Problem: Mit 24 bis 32 Urlaubstagen sind lange Reisen eigentlich nicht mehr drin. Schließlich braucht man auch noch ein paar Urlaubstage für spontane Anlässe, Umzüge oder Familienangelegenheiten. Damit ist besiegelt, dass man über eine Reisezeit von drei Wochen meist nicht mehr hinauskommt. Ein Gros des Urlaubs ist damit futsch. Für mich ist das aber keine Option. Ich möchte die Welt sehen und kann nur in ein anderes Land eintauchen, wenn ich dafür Zeit habe. Ich brauche allerdings keinen Urlaub, ich will nur dort sein. Ich kann 100 Prozent meiner Arbeit online dort erledigen – egal ob von Hannover, Barcelona oder Kapstadt aus. Vielleicht würde ich dennoch eine Arbeit annehmen, die mir diesen Benefit verwehrt – das wäre dann aber sicher nur ein Job auf Zeit.

4. Bürohund

Carline Mohr: „Ein Arbeitgeber, der kein Problem mit Hunden hat, bekommt einen flauschigen Pluspunkt.“ (Foto: Andi Weiland)

Carline Mohr, 34 Jahre.

Ich bin Alleinerziehende von einem entzückenden Hund namens Rio. Das war so nicht geplant, aber nun spielt es für mich tatsächlich eine Rolle, ob Hunde im Büro erlaubt sind oder nicht. Vielleicht ist das am Ende nicht der unverhandelbare Faktor bei der Entscheidung, ob ich einen Job annehme oder nicht. Aber ein Arbeitgeber, der kein Problem mit Hunden hat, bekommt einen flauschigen Pluspunkt. Dürfte ich den Hund nicht mitbringen, bedeutete das für mich Organisationsstress, um die Hundebetreuung zu koordinieren. Es bedeutete Geld, das ich ausgeben muss, um den Rio gut versorgt zu wissen. Und natürlich ist es schade, nicht so viel Zeit mit dem besten Hund der Welt verbringen zu können, wie ich gerne würde. Müsste ich mich zwischen zwei Arbeitgebern entscheiden, ist der Hund eine weiche und emotionale Komponente, die die Wahl vielleicht nicht entscheidet, aber zusätzlich beeinflusst. Außerdem ist mit einem Hund im Büro sowieso alles schöner!

5. Flexible Arbeitszeiten

Alexander Kiefer, 31 Jahre.

Für mich als dreifacher Vater und Berufspendler sind flexible Arbeitszeiten essentiell, um nicht in totale Hektik zu geraten. Ohne diese Flexibilität wäre es mir oft gar nicht möglich an Veranstaltungen im Kindergarten oder in der Schule teilzunehmen. Auch das Pendeln – jeweils 1,5 Stunden hin und zurück – hat natürlich Auswirkungen auf den Arbeitsbeginn, wenn die Züge mal wieder anders fahren als es ursprünglich geplant war. Ich möchte dann wirklich nicht jedes Mal meinem Chef schreiben müssen: „Entschuldigung, ich komme heute leider etwas später!“. Einen 9-to-5-Job mit starren Arbeitszeiten würde ich heute gar nicht mehr in Betracht ziehen. Wir alle wissen, dass die klassischen, planbaren Karrieren der Vergangenheit angehören – die Flexibilität der Arbeitgeber ist deshalb mindestens genauso gefragt.

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