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So will Scheuer „weiße Flecken“ im deutschen Mobilfunknetz beseitigen

Verkehrsminister Andreas Scheuer will Funklöcher schließen. (Foto: Photocosmos1/Shutterstock)

Wer auf dem Land unterwegs ist, kennt es: mobil telefonieren ist immer wieder nur schwer möglich. Von einer flächendeckend guten Handy- und Internetversorgung ist Deutschland weit entfernt. Mit einem ambitionierten Ziel  legt die Bundesregierung nun eine Strategie vor.

Noch immer gibt es in Deutschland vor allem auf dem Land viele „weiße Flecken“ beim schnellen Mobilfunk – Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plant nun ein Maßnahmenpaket für den Netzausbau. Zu den Eckpunkten der Mobilfunkstrategie gehört unter anderem, dass Genehmigungsverfahren schneller ablaufen. Bestehende Liegenschaften von Bund, Ländern und Kommunen sollen verstärkt als Standorte von Antennenmasten genutzt werden.

Scheuer will, dass Deutschland beim Mobilfunk „internationale Spitzenposition“ erreicht

Die Eckpunkte der Strategie sollen am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden. Beim Mobilfunk soll Deutschland nun auf eine „internationale Spitzenposition“. Amtsvorgänger Alexander Dobrindt (ebenfalls CSU) versprach schon 2013 für Deutschland das „schnellste Netz der Welt“, einem weltweiten Speedtest-Vergleich aus dem August zufolge findet sich Deutschland hinter Panama nur auf Platz 33.

Scheuer sagte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, mit der Umsetzung der Mobilfunkstrategie solle mobiles Surfen und Telefonieren in der Stadt und auf dem Land „endlich selbstverständlich“ werden. Zugleich solle die Grundlage für einen „dynamischen“ Ausbau der nächsten superschnellen Mobilfunkgeneration 5G geschaffen werden.

Nur so gelinge der Wandel hin zur digitalen Gesellschaft, so Scheuer. „Mit 5G können Landmaschinen endlich autonom auf den Feldern fahren und Produktionsstrecken mit Echtzeitvernetzung arbeiten. Dies wird nicht nur den Arbeitsalltag revolutionieren, sondern auch viele neue Möglichkeiten in den ländlichen Regionen schaffen.“

Merkel: Bundesregierung soll mit Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft helfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte auf dem Digitalgipfel in Dortmund, eine flächendeckende leistungsfähige Dateninfrastruktur sei das Ziel, auch wenn dies nicht ganz einfach werde.

In die Mobilfunkstrategie fließen bereits bekannte Vorschläge und Ankündigungen ein. So will die Bundesregierung wie bereits bekannt eine Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft gründen, um den Ausbau zu unterstützen.

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Ein Kommentar
Titus von Unhold
Titus von Unhold

FDP-Fraktionsvize Frank Sitta kritisierte, eine staatliche Infrastrukturgesellschaft sei überflüssig und kontraproduktiv. „Statt mehr Staat brauchen wir weniger Bürokratie und Politik im Mobilfunkmarkt.“

Dabei ist es eigentlich genau das total bekloppt. Niemand würde drei Autobahn- oder Bahnnetze parallel aufbauen. Aber bei Mobilfunk soll das normal sein? Wettbewerb entsteht, wenn alle die gleichen Startbedingungen haben. Und das ist derzeit eben nicht der Fall.

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