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Finanzbetrüger als Einpeitscher: CDU irritiert mit Wolf-of-Wallstreet-Clip

Im Vorfeld des Triells am Sonntagabend hat die CDU Mitarbeiter:innen und Unterstützer:innen mit einem irritierenden Video eingeheizt. Im Mittelpunkt: Finanzbetrüger Jordan Belfort.

2 Min. Lesezeit
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Finanzbetrüger Belfort alias Wolf of Wall Street heizt CDU ein. (Screenshot: Twitter, t3n)

Bevor sich Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet am Sonntagabend live bei ARD und ZDF triellierten, nutzte die CDU in ihrer Parteizentrale die Möglichkeit, Mitarbeiter:innen und Unterstützer:innen in Stimmung zu bringen. Auf welche Weise sie das tat, sorgt allerdings derzeit für Kopfschütteln. Denn das Motivationsvideo, das zu diesem Zweck gezeigt wurde, war eine mit neuen Untertiteln versehene Rede aus dem Martin-Scorcese-Biopic „The Wolf of Wall Street“. Der Anheizer: Leonardo DiCaprio in der Rolle des Finanzbetrügers Jordan Belfort.

CDU: Notfalls erzwingen wir es

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In den Untertiteln des rund 40-sekündigen Clips heißt es etwa: „Ausgeschlumpft, lieber Olaf“ oder „Lasst uns jetzt raus gehen und lasst uns die Leute mit Armin Laschet gemeinsam überzeugen und notfalls erzwingen wir es“, wie Vice berichtet. Im Hintergrund ist der Jubel und Applaus der Anwesenden zu hören. Das Video war zunächst von der CDU Sachsen gepostet, später aber wieder gelöscht worden. Es kursiert allerdings weiter in sozialen Medien. Laut einem CDU-Sprecher soll es sich dabei nicht um ein offizielles Partei-Video handeln. Laschet selbst sei noch nicht im Haus gewesen, als das Video gezeigt wurde.

Die Frage, die sich nicht nur die Vice-Kolleg:innen stellen, lautet: Wie ist es zu erklären, dass gerade die zuletzt selbst von einer Reihe kleinerer und größerer Korruptionsskandale gebeutelte CDU ausgerechnet auf Jordan Belfort setzt. Der sogenannte Wolf of Wall Street hatte als Aktienhändler mit seiner Firma Stratton Oakmont in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren ein Millionenvermögen verdient, dabei aber zum Teil seine Kund:innen über den Tisch gezogen.

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Anleger:innen soll ein Schaden von über 200 Millionen US-Dollar entstanden sein. Wegen Wertpapierbetrugs und Geldwäsche wurde Belfort 1998 zu vier Jahren Haft verurteilt. Zu seiner Strafe gehört auch, dass Belfort Geschädigten 110 Millionen Dollar zurückzahlen muss, von denen aber wohl nur ein Bruchteil bisher beglichen ist.

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Triell: Scholz vor Baerbock und Laschet

Das Triell, bei dem sich die Kandidat:innen ums Kanzleramt einen Schlagabtausch im TV lieferten, konnte Laschet übrigens nicht für sich entscheiden, im Gegenteil. Laut einer Befragung der Forschungsgruppe Wahlen unter den wahlberechtigten Zuschauer:innen des TV-Triells war für 32 Prozent Olaf Scholz am besten. 26 Prozent sahen in Annalena Baerbock ihre Favoritin für den Triell-Sieg. Armin Laschet blieb mit 20 Prozent nur Platz 3.

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