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Marketing

Movie-on-Demand: YouTube zeigt Hollywood-Blockbuster

(Foto: webtreats / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

YouTube soll in Kürze mit einem eigenen Movie-on-Demand-Dienst starten, so ein exklusiver Bericht von The Wrap. Da sich Googles Videoportal bereits mit fast allen großen Hollywood-Filmverleihen auf eine Kooperation geeinigt habe, könnten damit Apples iTunes und der amerikanische Dienst Netflix bereits in der nächsten Woche einen neuen Konkurrenten bekommen. Bisher hätten sich jedoch nicht alle Filmstudios kooperativ gezeigt. Um das zu ändern, soll ein erfahrener Mann maßgeblich verantwortlich sein.

YouTube baut Movie-on-Demand-Angebot aus

Nachdem YouTube seinen Usern seit einiger Zeit einen Verleih für Independent-Filme anbietet und an einem TV-Konzept arbeitet, soll nun auch der Großangriff auf Apple und Netflix erfolgen, die den amerikanischen Movie-on-Demand-Markt zur Zeit erfolgreich besetzten. Mit einem eigenen Dienst will YouTube das Filmangebot jetzt auf Hollywood-Blockbuster ausweiten, sich breiter aufstellen und sein Angebot monetarisieren. Ein Unternehmenssprecher gab gegenüber The Wrap bekannt, dass man bereits im letzten Jahr und im Zuge des bisherigen Angebots zahlreiche Filme in die Datenbank aufgenommen hätte.

Bevor das neue YouTube-Projekt an den Start gehen wird, soll mit allen großen Hollywood-Studios eine Einigung über das Angebot und den Vertrieb erzielt werden. Mit Sony Pictures Entertainment, Warner Bros., Universal, Lions Gate und Kino Lorber besteht bereits ein Übereinkommen. Namhafte Unternehmen wie Paramount, Fox und Disney gaben indes bekannt, nicht mit Googles Videoplattform kooperieren zu wollen.

Neben einer großen Vielfalt setzt YouTube durch das Movie-on-Demand Angebot jetzt auch auf die Qualität der Hollywood-Studios. (Foto: webtreats / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Über die Preise und spezifischen Leistungen des Angebots wurden noch keine Details bekannt. Ein Studioboss ließ jedoch verlauten, dass die Kooperation mit YouTube nicht nur auf einen Video-on-Demand-Dienst beschränkt sein müsse. Wird die Plattform zukünftig die Filme nicht nur pay-per-view streamen, sondern auch verkaufen? Mit monatlich 130 Millionen Besuchern hat YouTube fraglos eine immense Reichweite und damit eine riesige potenzielle Kundschaft.

YouTube: Dank Kyncl dürfte Movie-on-Demand bald live gehen

Auch ohne die drei genannten Studios, die noch nicht offiziell mit YouTube übereingekommen sind, ist der Deal das größte On-Demand-Geschäft, seit Apple 2008 alle namhaften Verleihe für iTunes ins Boot holen konnte. Die Verleihe versprechen sich viel von derartigen Deals: Ähnlich der Musikindustrie, so spürt auch die Filmindustrie die hausgemachten Fehler der Vergangenheit, als man sich zu lange auf dem Erreichten ausruhte und Innovationen, etwa neue Distributionswege und Technologien, übergangen wurden.

Robert Kyncl, YouTubes neuer Vizepräsident für TV und Film, erkannte jetzt die Zeichen der Zeit und kam mit dem richtigen Know-how und dem nötigen Netzwerk. Er brachte zwei ehemalige Paramount-Mitarbeiter mit zu YouTube und damit auch eine gute Portion frischen Wind in das Team. Dieses werkelte zwar seit einigen Jahren an einem Movie-on-Demand-Dienst für Hollywood-Material, konnte jedoch keinen Durchbruch erzielen.

Nun ist es Kyncl, der sowohl das Konzept release-fertig entwickeln als auch die Deals in trockene Tücher bekommen soll. Und bisher tut er dies recht erfolgreich, so der Bericht von The Wrap. Und kein Wunder, arbeitete Robert Kyncl doch bis September 2010 bei der Konkurrenz von Netflix und verfügt damit über große Expertise auf diesem Gebiet. Mit mehr als 100.000 Filmen und mehr als 10 Millionen Kunden ist Netflix in den USA und in Kanada äußert erfolgreich. Wie lange das noch so bleiben wird, ist fraglich. Neben Apple schickt sich mit Google der nächste Riese an, einen vielversprechenden Markt zu dominieren. Eine in diesen Tagen von YouTube gelaunchte Kampagne gegen Internetpiraterie passt dabei gut ins Bild.

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3 Reaktionen
Jan Tißler

YouTube bleibt auch mit dem Angebote insofern noch eine „Du-Röhre“, als dass du selbst bestimmst, was läuft. Mh. Ein bisschen gegrätscht, aber passt schon ;-)

Wichtig ist vor allem, dass Auswahl und Preise stimmen. Zudem sollten Preis und Videoqualität zusammenpassen. Ansonsten ist mir piepegal, was da für ein Name dransteht. Der Filmverleih bei iTunes kommt ja meiner Meinung nach schon deshalb nicht aus dem Quark, weil die Studios offensichtlich illusorische Vorstellungen über den erzielbaren Preis haben... Und das Geschäft mit DVDs und Blu-Rays nicht kaputtgehen darf usw. usf. Ist ja alles zu verstehen, nur für mich als Kunden unbefriedigend.

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Felix

ich finde das passt ganz gut, zum einen lade ich persönliche Videos hoch zum anderen (anderer Bereich, Menüpunkt, was auch immer) kann ich mir Filme anschaun, ist genau das, was ich mir von YouTube wünsche :)

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angie

interessanter Artikel. Jetzt wo man das so liest, fragt man sich sowieso, wieso YouTube das nicht schon früher eingeläutet hat.
Allerdings passt es wohl auch nicht so ganz zum Konzept des Riesen oder? Schließlich sagt schon der Name, dass die Platform zum Sharing von selbst gedrehten Videos da ist. Und nun sollen da plötzlich Blockbuster veröffentlicht werden? Passt nicht ganz.
Trotzdem finde ich es gut und freue mich schon darauf :)

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