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Musikindustrie erzielt Großteil des Umsatzes durch Streamingdienste

Der Großteil des Umsatzes der deutschen und amerikanischen Musikindustrie wird über Streamingdienste erzielt. Zudem könnte Vinyl bald ein Comeback feiern.

Von Patrick Büttgen
2 Min.
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Die Musik-Streamingdienste Spotify und Apple Music sind Wachstumstreiber der Musikindustrie (Foto: Shutterstock).

Der Umsatzanteil von Streamingdiensten an der deutschen und amerikanischen Musikindustrie ist im ersten Halbjahr 2019 gewachsen. Dienste wie Spotify und Apple Music machen dabei hierzulande mit einem Zuwachs von 27,7 Prozent 56,4 Prozent des Gesamtumsatzes aus. In den USA sind es bereits 80 Prozent des Gesamtumsatzes und ein Zuwachs von 26 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommen die Recording Industry Association of America, kurz „RIAA“ und der Bundesverband Musikindustrie, kurz „BVMI“.

Wachstumstreiber der Musikindustrie: Spotify und Apple Music

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In den ersten sechs Monaten 2019 soll die deutsche Musikindustrie mit einem Gesamtumsatz von rund 783 Millionen Euro 7,9 Prozent mehr Umsatz als im ersten Halbjahr 2018 und die höchste Wachstumsrate seit 1993 erzielt haben. Verantwortlich seien dafür laut dem Bundesverband Musikindustrie vor allem das Audio-Streaming, das um 27,7 Prozent zugelegt haben soll. Den restlichen Anteil des Gesamtumsatzes machen mit 28,2 Prozent CDs, mit 6,6 Prozent Musik-Downloads, mit 4,4 Prozent Vinyls, mit 1,2 Prozent Musik-DVDs und -Blu-rays, mit 3,0 Prozent Ringtones und Co. und mit 0,3 Prozent sonstige physische Medienträger wie Super Audio CDs (SACD) oder Kassetten aus.

Die US-amerikanische Plattenindustrie soll der RIAA zufolge in der ersten Jahreshälfte 2019 mit einem Zuwachs von 18 Prozent ebenfalls einen Umsatzanstieg verzeichnet haben. Dabei sei mit 80 Prozent der 5,4 Milliarden US-Dollar ebenfalls durch Streamingdienste der größte Anteil erzielt worden. Den restlichen Anteil des Gesamtumsatzes habe die amerikanische Musikindustrie zu 9 Prozent durch den Verkauf physischer Medien, zu 9 Prozent durch Downloads und zu 2 Prozent durch sogenannte „Synchronization Royalties“, also das Nutzen und Lizenzieren von Musikstücken in Filmen beispielsweise, erzielt.

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Die Wachstumstreiber sind mit über 100 Millionen Abonnenten Spotify und mit über 60 Millionen Abonnenten der Dienst Apple Music, für den das Unternehmen aus Kalifornien vor einigen Tagen eine Web-App an den Start gebracht hat.

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Feiert die Vinyl-Schallplatte bald ihr Comeback?

In Deutschland sollen sich die CD-Verkäufe mit einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum halbierten Rückgangsrate von 11,7 Prozent leicht stabilisiert haben, während der Umsatz durch Vinyls um 7,4 Prozent angestiegen sein soll. In den USA sollen die Vinyl-Verkäufe um 12,9 Prozent zugenommen haben, während er bei CDs nahezu unverändert geblieben sei. Fachmedien wie der Rolling Stone attestieren Vinyl-Schallplatten daher ein Comeback und prophezeien, dass der Vinyl-Verkauf den CD-Verkauf demnächst das erste Mal seit 1986 übersteigen könnte.

 

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