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Nachfolger für 9-Euro-Ticket: Bundesregierung einigt sich auf 49- bis 69-Euro-Ticket

Die Bundesregierung hat in der Nacht auf Sonntag nach stundenlangen Diskussionen ein drittes Entlastungspaket beschlossen. Dessen Umfang beläuft sich auf 65 Milliarden Euro. Ab 2023 ist ein – deutlich teurerer – Nachfolger für das 9-Euro-Ticket geplant.

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Das 9-Euro-Ticket wird es in der Form nicht mehr geben – das ist jetzt fix. (Foto: FrankHH/Shutterstock)

Nach langen Diskussionen, die bis in die Nacht dauerten, hieß es am frühen Sonntagmorgen von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP): „Es ist vollbracht“. Die Bundesregierung nickt ein 65 Milliarden Euro schweres Maßnahmenpaket ab, das die Bürger:innen angesichts steigender Preise, vor allem bei der Energie, entlasten soll.

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Einmalzahlungen und Entlastungen beschlossen

Das am Sonntagvormittag bekanntgegebene Paket umfasst zum einen ein Einmalzahlung für Rentner:innen (300 Euro) und Student:innen (200 Euro). Außerdem wird ab 2023 das Kindergeld erhöht und ein Bürgergeld (500 Euro pro Monat) eingeführt.

Pendelnde Arbeitnehmer:innen dürfen sich über eine bis 2026 befristete Erhöhung der Pauschale ab 21 Kilometer von 35 auf 38 Cent freuen. Zudem wird der Arbeitnehmeroauschbetrag der Einkommensteuer um 200 auf 1.200 Euro angehoben.

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In puncto Energie soll zum einen ein vergünstigter Strompreis für den Basisverbrauch gelten – die sogenannte Strompreisbremse, wie tagesschau.de schreibt. Hierfür sollen Übergewinne der Energiekonzerne abgeschöpft werden, wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte.

Darüber hinaus wir ab 1. Oktober 2022 und befristet bis März 2024 der Steuersatz für den Gasverbrauch von 19 auf sieben Prozent gesenkt. Die EEG-Umlage soll dauerhaft abgeschafft und die Einsparungen an die Bürger:innen weitergegeben werden.

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Interessant für alle, die gern reisen oder mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren (wollen): Im Rahmen des Entlastungspakets ist auch ein Nachfolger für das populäre 9-Euro-Ticket vereinbart worden.

Nachfolger für 9-Euro-Ticket kommt ab 2023

Ab 1. Januar 2023 soll es – so der Wunsch von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) – ein bundesweit geltendes Ticket geben, das zwischen 49 und 69 Euro kosten soll. Der Bund wird dafür 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Die Länder müssten aber den gleichen Betrag zahlen.

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Wie konkret die Ausgestaltung erfolgt, liegt offenbar in der Verantwortung der Bundesländer beziehungsweise der jeweiligen Verkehrsverbünde. Klar ist, dass davon vor allem jene Menschen profitieren, die – insbesondere in Städten – schon jetzt mit einem Monatsticket regelmäßig unterwegs sind.

In Berlin etwa kostet eine – pro Monat gekaufte – Monatskarte im Regeltarif derzeit 86 Euro. Wohnt man im Umland (Zone C), werden sogar 107 Euro fällig.

Eine Sogwirkung, wie sie das 9-Euro-Ticket hatte, dürfte ein 49 oder 69 Euro teures Monatsticket im Alltag dagegen nicht mehr haben. Vielleicht wäre es aber ohnehin besser, Bund und Länder würden ihre Anstrengungen zum Ausbau der Infrastruktur des ÖPNV verstärken.

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Insgesamt soll das Maßnahmenpaket der Bundesregierung tatsächlich vor allem Familien und Menschen mit geringem Einkommen entlasten. Eine von Justizminister Buschmann geteilte vorläufige Beispielrechnung zeigt, dass eine Familie mit zwei Kindern und 31.200 Euro Einkommen um 1.582 Euro entlastet würde. Das günstigere ÖPNV-Ticket käme da noch oben drauf.

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