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Namasté Bitcoin: Indien vor Verbot aller Kryptowährungen

Mit einem neuen Gesetz zur Regulierung des Finanzwesens will Indien bis auf die eigene Ausnahme die Nutzung von Kryptowährungen verbieten. Das Vorhaben ist nicht neu, steht aber jetzt wieder einmal vor der Vollendung.

2 Min. Lesezeit
Bitcoin unter Druck: In Indien droht Krypto-Verbot. (Bild: Phanurak Rubpol/Shutterstock)

Neben dem Verbot der meisten Krypto-Assets wird das indische „Gesetz über Kryptowährungen und die Regulierung offizieller digitaler Währungen“ auch eine neue digitale Währung einführen, die von der Zentralbank des Landes ausgegeben wird – eine sogenannte CBDC (Central Bank Digital Currency). Das hat die Regierung am Dienstag angekündigt. Im vergangenen Jahr war die Regierung mit einem ähnlichen Vorstoß allerdings am obersten Gerichtshof Indiens gescheitert.

Indiens Premier schwingt die Moralkeule gegen Bitcoin und Co

Schon zu Beginn dieses Monats hatte der indische Premierminister Narendra Modi „alle demokratischen Nationen“ zur Zusammenarbeit aufgerufen. Man müsse gemeinsam sicherstellen, dass Kryptowährungen „nicht in falsche Hände geraten, die unsere Jugend verderben können“. Dabei handelte es sich um den ersten öffentlichen Kommentar des Premiers zu diesem Thema.

Intern wird bereits seit Anfang des Jahres um eine offizielle Position zu Fragen des Besitzes, der Ausgabe, des Mining und des Handels von Krypto-Assets gerungen. Dem Vernehmen nach gehört Modri zu jenen, die hinter Kryptowährungen vor allem die vielbeschworenen Risiken der Geldwäsche und der Terrorfinanzierung sehen. Das entspricht voll der Linie der indischen Zentralbank, der Reserve Bank of India, die immer wieder „ernsthafte Bedenken“ gegenüber privaten Kryptowährungen geäußert hatte.

Dabei könnte die indische Regierung zu einem Stufenplan greifen, erwarten Experten, die den Prozess im Land nah mitverfolgt haben. So könnte es in einem ersten Schritt dazu kommen, dass Kryptowährungen als Anlageklasse und nicht als Währung klassifiziert werden. Das wäre auf den ersten Blick ein Sieg für die Kryptobörsen.

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So soll Indien Krypto verbieten wollen

In einem zweiten Schritt wäre zu erwarten, dass das Marketing für Kryptowährungen beschnitten wird, um sie für Kleinanleger weniger sichtbar und damit weniger attraktiv zu machen. Das will Reuters aus dem Regierungsumfeld erfahren haben. Letztlich, so die Informationen der Nachrichtenagentur, ginge es aber darum, Krypto zugunsten der digitalen Zentralbankwährung komplett zu verbieten

Das würde zu einigen Verwerfungen führen, denn auch in Indien sind Kryptowährungen bislang durchaus beliebt. Offizielle Daten gibt es zwar nicht, Branchenschätzungen gehen indes davon aus, dass 15 bis 20 Millionen Inderinnen und Inder in Krypto investiert sind. In Summe sollen rund 400 Milliarden Rupien (4,77 Milliarden Euro) in Kryptowährungen gehalten werden.

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