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Manipulation in sozialen Netzwerken: Tricks mit Klicks und Likes weiterhin beliebt

Im Jahr 2020 läuft das Geschäft mit gekauften und gefälschten Social-Media-Likes und Kommentaren ungebrochen gut. Eine Nato-Studie zeigt, dass die Plattformen dem wenig entgegensetzen.

2 Min. Lesezeit
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Social Media kann immer noch sehr leicht manipuliert werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. (Grafik: Igor KIisselev / Shutterstock)

Das Strategic Communication Centre of Excellence (Stratcom) der Nato hat sich erneut des Themas „Manipulation in sozialen Medien“ angenommen und dazu ein Experiment durchgeführt, dessen Erkenntnisse nur als ernüchternd bezeichnet werden können. Demnach brummt der Handel mit gefälschten Nutzer-Interaktionen weiterhin. Schon im Jahr 2019 war der Thinktank zu ähnlichen Ergebnissen gelangt. Seither hat sich offenbar wenig verbessert.

Schutz vor Manipulation: Twitter vorne, Tiktok Schlusslicht

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Der Umgang der sozialen Medien mit gefälschten Likes und Kommentaren variiert von Plattform zu Plattform deutlich. Wie die Stratcom feststellen konnte, variiert der Umgang sogar innerhalb von Unternehmen des gleichen Eigentümers. So erwies sich Instagram im Stratcom-Experiment als wesentlich leichter zu manipulieren als etwa Facebook selbst.

Ernsthafte Sicherheitsprüfungen konnte Stratcom bei Instagram nicht ausmachen. Das, kombiniert mit dem Umstand, dass die Kosten für gefälschte Likes und Kommentare auf Instagram für ein rundes Zehntel des Preises dessen zu haben sind, was für Facebook aufgewendet werden müsste, lässt Instagram zu einem lohnenden Manipulationsziel werden.

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Auch Manipulationsversuche auf Youtube etwa werden nach Nato-Erkenntnissen praktisch nicht blockiert oder auch nur untersucht. Der Dienst habe „aufgegeben“, so die Studienverfasser.

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Den besten Manipulationsschutz bieten laut Stratcom der Kurznachrichtendienst Twitter und – nur noch knapp dahinter – Facebook. Vollkommen schutzlos präsentiere sich Tiktok. Dessen Manipulationsabwehrbemühungen seien praktisch nicht vorhanden. Tiktok diene bestenfalls als schlechtes Beispiel und lasse die teils schlechten Bemühungen anderer Plattformen dadurch immer noch gut aussehen, bescheinigen die Experten dem Newcomer aus China.

Fazit: Bemühungen der sozialen Netzwerke insgesamt unzureichend

Alles in allem kommt die Stratcom zu dem Schluss, dass keine der fünf untersuchten Plattformen wirklich genug tut, um dem Problem mit gefälschten Likes und Kommentaren Herr zu werden. Der Nato-Thinktank schlägt daher verschärfte regulatorische Maßnahmen mit strengen wirtschaftlichen und juristischen – bei Staaten diplomatischen – Strafen vor. Zuvor müsse allerdings eine Norm für „akzeptables Online-Verhalten“ im Rahmen eines gesamtgesellschaftlichen Diskurses entwickelt werden, entlang der dann eine mehr oder weniger objektive Messung von Abweichungen erfolgen könne.

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Die Einzelheiten zum Experiment und dessen Durchführung beschreibt die Stratcom in einem 42-seitigen Papier, das als PDF frei heruntergeladen werden kann.

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