News

Netflix – Aktienkurs steigt rasant aufgrund erhöhter Preise

Netflix. (Foto: Shutterstock/chrisdorney)

Netflix hat in den USA und Lateinamerika die Abo-Preise um bis zu 18 Prozent angehoben. In Deutschland testet Netflix derzeit neue Preisoptionen – bis 17,99 Euro scheinen möglich.

Vier Mal hat Netflix seit seinem Streaming-Launch vor zwölf Jahren schon an der Preisschraube gedreht. Zuletzt mussten Kunden – auch in Deutschland – im Oktober 2017 höhere Preise für ihre Streaming-Abos hinnehmen. Jetzt hat Netflix in den USA die bisher höchste Preiserhöhung umgesetzt, wie CNBC berichtet. Demnach steigen die Preise je nach gewähltem Abo um 13 bis 18 Prozent auf neun bis 16 US-Dollar.

Netflix: Höhere Abo-Preise auch für Bestandskunden

Die höheren Preise gelten demnach ab sofort für Neukunden. Die Abo-Preise bestehender Kunden werden innerhalb der kommenden drei Monate angepasst. Betroffen sind die 58 Millionen US-Kunden von Netflix sowie jene in einer Reihe von lateinamerikanischen und karibischen Ländern, in denen Netflix die Zahlung in US-Dollar abwickelt. Die beiden großen Märkte Mexiko und Brasilien sollen nicht von der Preisanhebung betroffen sein.

Die Börsianer feierten die höheren Preise, die natürlich höhere Einnahmen für Netflix versprechen. Die Aktie kletterte am Dienstag zu Handelsbeginn um satte sechs Prozent und hält derzeit bei knapp 355 Dollar. Mit dem zusätzlichen Geld hat Netflix jetzt die Möglichkeit, sich mit neuen Investitionen in eigene Film- und Serieninhalte weiter für die kommende Konkurrenz zu wappnen. Gerade hat der US-Sender NBC einen kostenlosen werbefinanzierten Streamingdienst für 2020 angekündigt. Vor wenigen Tagen ist ein vergleichbarer Service von Amazons IMDB an den Start gegangen.

Bildergalerie: Das Netflix-Hauptquartier in Los Gatos
Die Netflix-Zentrale in Los Gatos. (Foto: Netflix)

1 von 20

Ob Netflix auch in Deutschland seine Preise erhöht, ist nicht bekannt. Jedenfalls testet der Streaminganbieter derzeit wieder einmal, wie eine Preisänderung bei deutschen Konsumenten ankommen würde. Demnach könnten Preise zwischen 9,99 und 17,99 Euro auf deutsche Netflix-Kunden zukommen, wie Caschys Blog berichtet. Das Premium-Abo wird im selben Test aber auch mit 15,99 Euro geführt. Aktuell werden für die teuerste Option 13,99 Euro fällig.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

8 Reaktionen
Baer

ich habe schon 3x Netflix im Abo gehabt.
Mit der Zeit nerven einem die immer gleich schlecht verfilmten Schießereien.
Sicher gibts da auch mal gute Filme und Serien.
Die Serien leihe ich mir dann für 5 Euro bei Unternehmen wie verleihshop.de.
Dort bekomme ich High Quality Blurays und und Super Dolby Sound.
Zig-Tausende Filme in Bluray gibts dort im Angebot ab 1,99 € pro Woche.
Wenn mir noch Zeit bleibt, nutze ich das Angebot von Amazon als Prime Kunde.

Antworten
Christof

"Die Börsianer feierten die höheren Preise, die natürlich höhere Einnahmen für Netflix versprechen."

Wenn das so "natürlich" ist, frag ich mich, warum sie dann nicht einfach die Preise noch weiter erhöhen. Und noch weiter. Und noch weiter. Würde doch immer mehr Einnahmen versprechen. Oder jemand hat sein kleines Wirtschafts-Einmaleins nicht drauf.

Antworten
borisch

Finde ich fair.
Wenn man mal rein Theoretisch bedenkt, wenn eine Folge 60 Minuten geht, und man wirklich 8std Arbeit, 8std Freizeit & 8std. Schlaf hat, kann man sich 8 Folgen einer Serie angucken oder vier Filme. Am Tag.

In der Woche wären das 40 Folgen / 20 Filme von Montag bis Freitag + Wochenende. Das sind 160 Folgen oder 80 Filme im Monat. Für unter 20€ ist das um ehrlich zu sein ein extrem dreist günstiger Preis. Vor allem, bedenkt man, dass man früher 2 - 3 € für ein Leihfilm in der Videothek gezahlt hat und man nicht ansatzweise solch eine riesige Auswahl hatte wie heute auf Netflix & co.

Da wir uns derzeitig eh in einer Konsumblase befinden (Bus von Berlin nach Prag für 7.50€, Flug von Berlin nach Spanien ab 1€ ...) ist es mehr als klar, dass die Preise steigen müssen.

Antworten
Terminator

Ach komm, das ist doch ehrlich nicht dein ernst. Netflix muss nur mal weniger Müll produzieren, dann müssen auch die Preise auch nicht erhöht werden. Netflix will nur mehr verdienen. Wenn die hierzulande die Preise so drastisch erhöhen wollen, muss ich das eben woanders herbekommen. Mein Gehalt steigt leider nicht so schnell.

Antworten
borisch

Und wie das mein Ernst ist. Wenn ich, als durchschnittlicher Binger mir meine 14 Folgen pro Woche, also 56 pro Monat ansehe, dann habe pro Folge 23 Cent gezahlt. Das ist mehr als nur dreist hoch für die Qualität, Verfügbarkeit und Auswahl, die man geliefert bekommt.

Ob dein Gehalt steigt oder nicht, ist nicht Netflix' Problem sondern Deines. Entertainment ist wie Rauchen, Autofahren und sonstigen Bequemlichkeiten nach wie vor nur ein Luxusgut. Entweder man kann es sich leisten, oder nicht.

borisch

Dreist niedrig*

Terminator

Ach weißt du. Mich juckt das am Ende nicht. Dann guck ichs eben irgendwo anders und du zahlst für mich schön mit, während ich ätschi bätschi sage. Wenn Netflix nicht mal meine 10 € möchte, für mich auch kein Problem.

Ist eben doch Netflix Problem. Man kann doch nicht jedes Mal die Preise erhöhen nur weil es die Investoren möchten und dann erwarten, dass alle Bestandskunden das schön mitmachen. Wenn die ersten millionen an Kündigungen reinkommen werden die Preise wieder erhöht um das ganze auszugleichen. Viel Freude mit dem überteuerten Mist.

Antworten
Harri Maierhuber

Was für ein unsagbarer Quatsch! Netflix ist einfach in den vergangenen Jahren mit den niedrigen Preisen eine Verdrängungsstrategie gefahren. Dabei hat das Unternehmen zwar kurz- bis mittelfristig Verluste eingefahren, aber gleichzeitig auch die Konkurrenz geschwächt und den Verbreitungsgrad erhöht. Die Konsequenz ist schlussendlich, dass Netflix in einer gewissen Phase die Preise anheben musste. Zu einem Zeitpunkt der nun strategisch am günstigsten ist. So niedrige Preise waren von Netflix sicher zu keinem Zeitpunkt langfristig oder womöglich auf alle Ewigkeit vorgesehen.

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung