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Nichtstaatliche Corona-Hilfe: Diese Alternativen gibt es

Die Corona-Pandemie treibt Unternehmerinnen und Unternehmer an ihre Grenzen. (Foto: Shutterstock)

Staatliche Unterstützung für krisengeplagte Unternehmen wurde schnell auf die Beine gestellt. Doch was kann man tun, wenn diese nicht ausreicht?

Innerhalb kürzester Zeit haben Bund und Länder Maßnahmen beschlossen, um von der Coronakrise betroffene Unternehmen finanziell zu unterstützen. So gibt es die Möglichkeit, Einmalzahlungen zu beantragen, aber auch Erleichterung von Kurzarbeit und Flexibilität bei der Besteuerung stehen mit auf der Liste staatlicher Hilfsmaßnahmen. Doch was, wenn die staatlichen Soforthilfen nicht ausreichen? Nicht selten können die Zuschüsse anfallende Kosten oder ausgefallene Einnahmen nicht annähernd abdecken, manche Unternehmen fallen bei der Beantragung sogar ganz durch das Raster.

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Welche Möglichkeiten gibt es also, unabhängig von staatlicher oder halbstaatlicher Förderung schnell an finanzielle Unterstützung zu kommen? Abseits der staatlichen Angebote existieren inzwischen eine ganze Reihe alternativer Finanzierungsmöglichkeiten für Gewerbetreibende, um die akute Phase der Umsatzeinbußen zu überbrücken und ihr Geschäft zu retten.

Wir haben ein paar Alternativen zusammengetragen, die zum Retter in der Corona-Not werden können. Es handelt sich allerdings nur um eine Auswahl, die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Kredit von Penta

Das Berliner Fintech-Startup Penta hat sich mit dem Ziel gegründet, kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen. Dazu hat das Fintech nicht nur eine Online-Petition gestartet, sondern auch umfassende Informationen zu staatlichen Unterstützungsmöglichkeiten auf seiner Website zusammengetragen. Allerdings geht Penta noch einen Schritt weiter: Weil das Business-Banking-Startup weiß, dass diese nicht ausreichen, hat Penta über eine Kooperation mit Iwoca eine Möglichkeit geschaffen, Sofortkredite anzubieten. Zwischen 2.000 und 100.000 Euro können beantragt werden. Die Kreditentscheidung soll dabei innerhalb von nur 24 Stunden getroffen werden.

Hilfe von Startnext

Startnext ist eine Crowdfunding-Plattform, bei der Kreative und Gründer Geld für ihre Ideen einsammeln können. In einer extra angelegten Kampagne möchte die Plattform nun vor allem jenen Unternehmen und Gründern helfen, die durch den Corona-Shutdown besonders betroffen sind. Dazu verringert Startnext die Komplexität von Projekten, setzt ihr Alles-oder-Nichts-Prinzip außer Kraft und erstattet die Transaktionsgebühr. Das bedeutet: Jedes Projekt kann jeden eingezahlten Euro ausgezahlt bekommen, sofern das 1. Fundingziel auf 1€ gesetzt wird! Außerdem hat sich Startnext Förderpartner ins Boot geholt. Bei ausgewählten Projekten werden die Förderpartner das eingesammelte Geld von Unterstützern matchen, also zum Teil im Verhältnis 1:1 verdoppeln.

One Starter von Crowddesk

Auch Crowddesk setzt auf die Unterstützung der Crowd: Um von der Coronakrise betroffenen Unternehmen einen schnellen und unbürokratischen Kapitalzugang zu verschaffen, bietet der Softwareanbieter für die Digitalisierung von Finanzprodukten sein Produkt One Starter komplett kostenlos an. Bis zu 100.000 Euro können damit pro Crowdinvesting-Kampagne eingesammelt werden, insgesamt bis zu 400.000 Euro. Dabei entfallen sowohl die üblichen Kosten für das Rechtspaket, als auch die monatliche Softwaremiete. Daneben sind das Basis-Frontend und die Zahlungsabwicklung kostenlos. Um Crowddesk nutzen zu können, müssen Unternehmen allerdings als Kapitalgesellschaft in Deutschland firmiert sein und über einen Businessplan verfügen sowie einen Jahresabschluss aus 2018 nachweisen können.

gemeinsamdadurch.de – Corona-Hilfe des Sparkassen Innovation Hub

#WirVsVirus war ein Hackathon der Superlative: Initiiert durch die Bundesregierung tüftelten mehr als 42.000 Menschen über 48 Stunden lang an verschiedensten Ideen, um der Corona-Pandemie entgegenzutreten. 1.500 verschiedene Projekte wurden dabei entwickelt, eines davon ist eine Non-Profit-Initiative des Sparkassen Innovation Hub. Die Seite gemeinsamdadurch.de will von der Coronakrise betroffene kleinere Unternehmen wie Cafés, Friseure, Handwerksbetriebe oder Buchhändler unterstützen. Auf der Projektwebsite können Betroffene ihre Unternehmensprofile erstellen. Im Anschluss haben sie die Möglichkeit, Online-Gutscheine zwischen 10 Euro und 100 Euro ganz traditionell über einen ins Schaufenster gehängten QR- Code oder via Social Media zum Verkauf anzubieten. Den Erlös erhalten die Unternehmen sofort. Ziel der Initiative ist es, kurzfristig Liquidität bereitzustellen und dabei zu helfen, die laufenden Kosten der Kleinbetriebe zu decken.

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Ein Kommentar
Harry
Harry

#KraftDerGemeinschaft der Gothaer Versicherung könnte man an dieser Stelle vielleicht auch noch erwähnen. Da wird nicht der Gutschein-Ansatz verfolgt, sondern es geht um Spenden. Finde ich viel praktischer, da bei Gutscheinen ja nach der Krise dann der Umsatz flöten geht, weil alle ihre Gutscheine einlösen…

Antworten

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