Ratgeber

Mit OKR zum Erfolg: So geht Führung im Digitalzeitalter

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Wie sieht ein OKR-Prozess aus?

Die Grunddynamik eines auf Objectives & Key Results (OKR) basierenden Prozesses ist im Kern sehr einfach.

Am Anfang steht stets die Vision, die mit geeigneten Mitteln zuerst auf einen Jahreshorizont (sogenannte „Mid Term Goals – Moals“) und anschließend auf einen deutlich kürzeren Zeitraum (dem Zyklus) heruntergebrochen wird. Dabei wird eine Zielkaskade eingeführt, die sowohl von oben (Top-down) wie auch von unten (Bottom-up) gebildet wird. So gibt es Unternehmens-OKR, Business-Unit-OKR, Team-OKR oder aber Persönliche OKR. Ein OKR besteht aus einem qualitativen Objective (von denen es maximal drei bis fünf je Einheit geben sollte) und zugehörige, quantitative Key Results (meist ebenfalls drei bis fünf).

In einem OKR-Planning werden diese je Einheit gemeinsam vereinbart und am Ende des Zyklus in einem OKR-Review fachlich ausgewertet sowie in einer OKR-Retrospektive systemisch adressiert, um eine kontinuierliche Verbesserung zu erwirken. Innerhalb des Zyklus werden alle OKR durch Synchronisierungsmeetings (zum Beispiel Weeklys) abgeglichen und justiert. Der OKR-Master ist dabei die Rolle, die den Prozess begleitet, auf die Disziplin achtet, Meetings moderiert, unterstützt, motiviert und coacht.

Der zeitliche Aufwand für diesen Prozess ist dabei deutlich kleiner als der Aufwand für herkömmliche Zielsetzungs- und Führungsprozesse – außerdem ist die Qualität erheblich höher. Geeignete Software (es gibt zurzeit circa 20 Anbieter) unterstützt den Prozess zusätzlich.

Der OKR-Zyklus. (Bild: t3n)

Die Großen machen es vor

Um die digitale Transformation und die damit einhergehende Agilisierung vor allem im Personalbereich zu adressieren, kommen Unternehmen an Objective & Key Results (OKR) kaum vorbei. Unternehmen wie unter anderem Daimler, BMW, Trivago, Edeka, Burda, Ebay, Zalando, Freeletics, Linkedin und Microsoft zeigen, dass OKR in jedem Unternehmen umsetzbar ist und zu einem erheblichen Vorteil im Bereich der Motivation, Produktivität, Kommunikation und Umsatzentwicklung führt.

t3n ist Medienpartner der Developer Week 2017. Die große Entwicklerkonferenz findet vom 26. bis 29. Juni 2017 im NCC in Nürnberg statt. Wer mehr über agile Mitarbeiterführung erfahren will, kann Patrick Lobacher am Mittwoch, den 28.06.2017 von 15:30 bis 16:30 Uhr auf der Developer Week in Nürnberg live erleben. Hier geht’s zum kompletten Programm und zur Anmeldung: www.developer-week.de.

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2 Kommentare
Markus
Markus

Beim Bullshit-Bingo ist dieser Text aber ganz weit vorn! „Agilisierung“, „Accountability“, „systemisch adressiert“. Sprecht doch Deutsch! Erst durch eine verständliche Ausdrucksweise zeigt man echte Kompetenz und ihr glaubt gar nicht, wie viele eurer Kunden einfach nicken ohne tatsächlich etwas verstanden zu haben.

Wir optimieren und alle noch kaputt. Nicht umsonst gibt es immer mehr Burnouts. Für einen lohnt sich das aber garantiert: Die Consultants.

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piik
piik

Das Thema OKR kann unternehmensweit oder aber auch in kleinen Teams angepackt werden. Je größer, desto umfangreicher die Implementierung.

In einer digital getriebenen Welt ist es allerdings notwendig, von klassischen Managementmethoden auf OKR umzusatteln.
Der wirkliche Unterschied zu den zahlreichen Vorgänger-Methoden und Techniken liegt vor allem in den kurzen Zeitintervallen, in denen Ziele geplant werden (quartalsweise statt jährlich). So kann schneller auf wandelnde Marktgegebenheiten reagiert werden.

Zusammengefasst gibt’s das nochmal hier: https://www.piik.com/methode/

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