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Oracle-Klage: Google droht erneut Milliardenstrafe wegen Java

Java. (Foto: Shutterstock)

Googles Nachbau von Java-Schnittstellen in Android war wohl doch nicht „Fair Use“. Ein Berufungsgericht hat ein entsprechendes Urteil aufgehoben. Die Oracle-Klage wird jetzt weiter verhandelt.

Dieser Rechtsstreit zieht sich schon mehr als sieben Jahre hin: Oracle, das seit 2010 im Besitz der Java-Software ist, wirft Google vor, mit dem Nachbau von 37 Java-Schnittstellen gegen das Urheberrecht verstoßen zu haben. Der Konzern fordert Schadensersatz in Höhe von fast neun Milliarden US-Dollar. Ob Programmierschnittstellen überhaupt dem Urheberrecht unterliegen, ist aber umstritten. Im Fall von Google wurde zudem kein Code kopiert, sondern es wurden lediglich Schnittstellen nachgebildet.

Unendlicher Rechtsstreit: Oracle-Klage gegen Google geht in nächste Runde

Ein Berufungsgericht hat nun ein Urteil aus dem Jahr 2016 dass Google mit Android einen Umsatz von 31 Milliarden Dollar erwirtschaftet hatte.

Oracle versus Google wegen Android mit Java. (Bild: Google, Oracle)

Oracle zeigte sich naturgemäß von der Entscheidung erfreut und lobte, dass das Gericht die fundamentalen Prinzipien des Urheberrechts bestätige und dass Google diese verletzt habe. Google wiederum teilte mit, der Konzern sei enttäuscht. Gegenüber Ars Technica erklärte ein Sprecher, dass diese Art von Urteilen Apps und Onlinedienste für die Nutzer teurer machen könnten. Google prüfe jetzt seine Möglichkeiten.

Schon lange warnen Branchenexperten vor den Konsequenzen eines Urteils gegen Google für Open-Source-Projekte aller Art, die ebenfalls auf den Nachbau von Programmierschnittstellen setzen. Obwohl Google einen hohen einstelligen Milliardenbetrag sicher nicht aus der Portokasse bezahlen würde, dürfte sich die Bedrohung für den Konzern aus wirtschaftlicher Sicht in Grenzen halten. Für Android hat das Urteil ohnehin kaum mehr Konsequenzen. Seit Android 7 verwendet Google das unter der GPL freigegebene OpenJDK.

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