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t3n Insights: Wie können NFT die Cannabis-Industrie revolutionieren?

NFT bieten nicht nur für Künstler:innen viele Möglichkeiten. In der Factory Berlin haben wir gemeinsam mit einem Expert:innen-Panel diskutiert, wie Non-Fungible Token auch in der Industrie eingesetzt werden können.

Von Insa Schniedermeier
4 Min. Lesezeit

Wie können NFT die Industrie revolutionieren? Darum ging es am 27. April in der Factory Berlin. Für alle, die nicht dabei sein konnten, ist der Mitschnitt nun verfügbar. (Bild: Factory Berlin)

„Wie können NFT die Industrie revolutionieren?“, diese Frage wird zunehmend heiß diskutiert. Denn NFT, also Non-Fungible-Token, sind derzeit in aller Munde – oder zumindest in den Mündern der digitalen Pioniere und Pionierinnen. Die Zahlen sprechen für sich: Digitale Kunstwerke, die nicht mehr sind als ein JPEG, werden für mehrere Millionen Dollar verkauft, man denke an Beeples „Everydays: The First 5,000 Days“, das im März 2021 für 69 Millionen Dollar versteigert wurde, oder an den ersten Tweet von Jack Dorsey, der für 2,9 Millionen Dollar verkauft wurde. Letzterer zeigt aber auch die Volatilität des Krypto-Marktes, denn inzwischen ist der Tweet als NFT „nur noch“ einige Tausend Dollar wert.

„Der NFT-Markt befindet sich in einer Konsolidierungsphase“, sagt der Data-Analyst Pedro gegenüber Bloomberg zu den starken Schwankungen von NFT-Preisen und -Handelsvolumina. Seiner Meinung nach werden NFT-Handelsvolumina weiter steigen. Denn nicht nur im Kunstbereich, sondern auch in anderen Bereichen wie im Gaming mit Blockchain-basierten Play-to-earn-Spielen gibt es zunehmend Anwendungsfälle. Laut Bloomberg betrug das NFT-Handelsvolumen im Jahr 2021 23 Milliarden US-Dollar, 2020 waren es nur 250 Millionen.

NFT-Anwendungsfälle in der Industrie

Doch wie können Anwendungsfälle in der Wirtschaft aussehen? Darüber haben wir am 27. April in der Factory Berlin mit Fabian Friede, Mitgründer des Cannabis-Startups Sanity Group, Pia Marten, CEO von Cannovum, Deutschlands erstem börsennotierten Medizinalcannabisunternehmen sowie NFT-Experte und Fanzone-Mitgründer Claudio Weck diskutiert. Den Cannabismarkt haben wir uns dabei ausgesucht, da es sich bei Cannabis um ein physisches Produkt handelt, das nicht als JPEG verschickt werden kann. Zudem ist der Markt für Cannabis mit der beschlossenen Legalisierung gerade erst im Entstehen – hier können also neue Regeln geschrieben werden.

Fabian Friede, Pia Marten und Claudio Weck (v.l.n.r.) diskutierten am 27.4. mit t3n-Redakteurin Insa Schniedermeier in der Factory Berlin über die Zukunft von NFTs in der Industrie. (Bild: Factory Berlin)

Fabian Friede, Pia Marten und Claudio Weck (v.l.n.r.) diskutierten am 27. April mit t3n-Redakteurin Insa Schniedermeier in der Factory Berlin über die Zukunft von NFT in der Industrie. (Bild: Factory Berlin)

In der Diskussion ging es insbesondere um drei Bereiche:

  1. Nachhaltigkeit, zum Beispiel indem Lieferketten mittels NFT transparent nachvollziehbar werden.
  2. Fan-Engagement, zum Beispiel durch exklusiven Zugang zu Events oder Merchandise.
  3. Sicherheit, zum Beispiel indem Informationen wie Cannabis-Analysezertifikate als NFT ausgegeben werden.
Initiiert und moderiert wurde das Event von t3n-Redakteurin Insa Schniedermeier. (Bild: Factory Berlin)

Initiiert und moderiert wurde das Event von t3n-Redakteurin Insa Schniedermeier. (Bild: Factory Berlin)

Den ganzen Mitschnitt der Veranstaltung gibt es hier:

Über die Panel-Teilnehmer

Fabian Friede

Fabian Friede. (Bild: Norman Posselt)

Fabian Friede. (Bild: Norman Posselt)

Fabian Friede ist Mitgründer und Gesellschafter des Cannabis-Unternehmens Sanity Group. Mittlerweile ist er in erster Linie beratend für das Unternehmen tätig. Nach seinem Studium arbeitete Friede in Australien und Deutschland für Rocket Internet. 2013 gründete er zusammen mit Kollegen das heutige Tablet-Kassensystem Locafox. 2016 gründete er erneut und baute zusammen mit der Jobplattform Xing als Managing Director die Mitarbeiter-Feedback-Plattform Kununu Engage auf. Neben seinen eigenen Gründungsaktivitäten investiert Friede als Business-Angel in Early-Stage-Startups.

Über die Sanity Group

Die Berliner Sanity Group wurde 2018 von Finn Age Hänsel und Fabian Friede in Berlin gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von Menschen durch den sinnvollen Einsatz von Cannabinoiden und die Nutzung des Endocannabinoidsystems zu verbessern. Im Fokus stehen dabei neben Arzneimitteln auch Wellbeing- und Kosmetikprodukte auf Cannabinoidbasis. Parallel arbeitet und forscht die Sanity Group zudem an neuen Medizinprodukten, innovativen Dosierungsformen sowie technologischen Produkten und Dienstleistungen zur Weiterentwicklung der Infrastruktur. Zur Sanity Group gehören unter anderem die Marken Vayamed (Medizinalcannabis), Endosane Pharmaceuticals (Fertigarzneimittel), Belfry Medical (medizinische Produkte), VAAY (CBD-Produkte) und This Place (funktionale Naturkosmetik).

Pia Marten

Pia Marten. (Bild: Cannovum)

Pia Marten. (Bild: Cannovum)

Pia Marten ist CEO und Co-Gründerin der Cannovum AG, dem ersten deutschen pharmazeutischen Cannabis-Unternehmen, das an der Börse gelistet wurde. Vor der Gründung war Marten im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Martens Ziel ist es, mehr Nachhaltigkeit auf den europäischen Cannabismarkt zu bringen. Daher wird das medizinische Cannabis von Cannovum mit einem nachhaltigen Ansatz kultiviert, das heißt Sonnenlicht-gereift und ohne chemische Pestizide. Jede:r Patient:in verdient die beste Therapie, ist Martens Leitsatz für Cannovum. Dazu gehört neben den Produkten selbst auch die Entstigmatisierung von Cannabis-basierten Therapien. Das Herzstück des Unternehmens ist die Cannovum Medical Education, bestehend aus persönlichen Weiterbildungen, Support für Ärzte und Ärztinnen, Apotheker:innen und medizinisches Fachpersonal sowie einer umfassenden Online-Plattform rund um Cannabis-Therapien.

Über Cannovum

Cannovum ist ein in Berlin ansässiger, voll-lizenzierter pharmazeutischer Großhändler, Importeur und Hersteller von hochwertigem medizinischem Cannabis. Cannovum versorgt Patient:innen mit Cannabis-basierten Arzneimitteln. Cannovum strebt neben der europaweiten Versorgung von Cannabispatient:innen auch eine europaweite Versorgung des entstehenden freiverkäuflichen Cannabismarkts an.

Claudio Weck

Claudio Weck. (Bild: Fanzone.io)

Claudio Weck. (Bild: Fanzone.io)

Claudio Weck ist NFT-Experte, Tech-Enthusiast und der Mitbegründer und CTO von Fanzone. Vor Fanzone war Weck unter anderem bei Porsche Digital als Product-Owner dafür verantwortlich, eine Blockchain-basierte Fan-Engagement-Lösung für den Motorsport zu entwickeln.

Über fanzone.io

Fanzone Media entwickelt und betreibt eine neuartige Fan-Experience-Plattform, auf der digitale Sammelkarten und Gameplay-Elemente auf der Blockchain vereint werden. Auf fanzone.io können Nutzer und Nutzerinnen die digitalen Sammelkarten ihrer Lieblings-Sportstars kaufen, sammeln, handeln und zukünftig in verschiedenen Spielvarianten einsetzen. Das Projekt wurde mitten in der Corona-Pandemie ins Leben gerufen, weil neue digitale Interaktionsformate zwischen Sportfans und ihren Lieblingsteams relevanter denn je sind. Die Gründer Dirk Weyel, Claudio Weck und Björn Hesse bringen jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Games, Sportmarketing und Blockchain-Technologie mit ein.

Event-Impression. (Bild: Factory Berlin)

This could have been a Zoom call – war es aber erfreulicherweise nicht. (Bild: Factory Berlin)

Ein Kommentar
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NanoPolymer

Nein. Der Hype ist doch schon wieder am abflachen. Technisch ist das auch alles nicht abgesichert. Hier geht’s nur darum mal eben schnell viel Geld zu machen. BTC lässt grüßen.

Am Ende will keiner es behalten und jeder spekuliert drauf es noch teurer weiter verkaufen zu können.

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