Das neue Pixelbook Go hat Informationen des Magazins 9to5Google zufolge wieder den Massenmarkt im Visier, den Google mit dem ersten Pixelbook und dem Verkaufsflop Pixel Slate in den letzten Jahren aus den Augen verloren hatte. Deshalb sollte das Pixelbook Go nicht als Nachfolger der beiden vorgenannten Geräte missverstanden werden. Vielmehr wird es sich beim Pixelbook Go wohl um einen eher traditionellen Laptop mit Mittelklasse-Spezifikationen handeln.
Pixelbook Go: Leicht und transportabel
Der Namenszusatz Go soll dabei wohl die hohe Portabilität des Geräts unterstreichen, das mit einem Magnesium-Gehäuse besonders leicht und mit einer angerauten Unterseite besonders gut zu halten sein soll. Dabei wird es wohl Pixelbooks mit unterschiedlichen Spezifikationen geben.
Allen gemeinsam wird ein 13,3-Zoll-Touchscreen-Display mit einem Seitenverhältnis von 16:9 sein. Je nach Modell wird es sich dabei um ein Full-HD- oder ein 4K-Modell handeln. Damit wäre das Pixelbook Go einer der ganz wenigen Chromebook-Vertreter mit einem derart hochauflösenden Bildschirm.
Innere Werte nach den Wünschen des Kunden
Bei den inneren Merkmalen sollen Kunden zwischen Intel-Prozessoren der Reihen m3, i5 und i7 sowie Arbeitsspeichergrößen von 8 oder 16 Gigabyte und SSD-Volumina von 128 oder 256 Gigabyte wählen können.
Laut 9to5Google werden die neuen Pixelbooks mit zwei starken Frontlautsprechern, zwei Frontmikrofonen, sowie einer Zwei-Megapixel-Frontkamera, die 1080p bei 60 fps liefert, ausgestattet sein.
Das Pixelbook Go soll über den Sicherheitschip Titan-C, der für Verschlüsselungs- und Authentifizierungsaufgaben eingesetzt wird, verfügen sowie mit noch nicht näher bezeichnetem Bluetooth und WLAN ausgestattet sein. Zu beiden Seiten des Geräts soll sich je eine USB-C-Buchse finden. Zudem wird wohl eine Standard-Klinkenbuchse als Kopfhöreranschluss an Bord sein.
Pixelbook Go aka Codename Atlas
Beim Pixelbook Go soll es sich laut 9to5Google tatsächlich um das Gerät handeln, das seit Monaten unter dem Codenamen Atlas durch die Medien geistert und in diesem kurzen Video zu sehen ist:
Pixelbook Go: Preise noch unbekannt
Preise konnten bislang nicht ermittelt werden. Die Kollegen bei 9to5Google gehen davon aus, dass sich das Pixelbook, das wohl in den Pixel-3-Farben „Just Black“ und „Not Pink“ zu haben sein wird, am unteren Ende des Spektrums der Vormodelle ansiedelt, also im Bereich um 799 US-Dollar. Das klingt aber nicht sonderlich wahrscheinlich, jedenfalls nicht für die mit einem m3-Prozessor ausgestatteten Geräte mit Full-HD-Display.
Am 15. Oktober 2019 wissen wir mehr, wenn Google in New York sein „Made by Google 2019“ abgehalten hat. Neben dem Pixelbook Go werden die neuen Smartphones Pixel 4 und Pixel 4 XL sowie einige neue Produkte aus dem Nest-Portfolio erwartet.
In Europa spielen Chromebooks praktisch keine Rolle. Zu limitiert sind sie hinsichtlich ihrer Funktionalität und zu teuer sind sie im Vergleich zu Geräten mit vollwertigem Windows oder Linux. Nur Geräte mit macOS sind noch teurer. Das neue Pixelbook Go wird an dieser Situation nichts ändern, schon gar nicht, wenn die kolportierten Preise sich als richtig erweisen. Zu vermuten ist daher, dass Google auch weiterhin auf die Markteinführung seiner Chrome-Hardware in Deutschland verzichten wird. In den USA hingegen war schon im vierten Quartal 2018 jeder fünfte verkaufte Laptop ein Chromebook. Hier zahlt sich wohl Googles Fokus auf den Bildungsmarkt aus, der, einst von Apple dominiert, nun weitgehend auf Chromebooks setzt.
Dabei ist ein Teil des Erfolgs sicherlich auch in der Tatsache zu sehen, dass Googles Chromium-OS immer weiter öffnet. So können inzwischen Android-Apps installiert werden und künftig soll voller Zugriff auf alle Linux-Anwendungen hergestellt werden. Dann werden Chromebooks deutlich an Möglichkeiten zulegen. Andererseits unterscheidet sie dann kaum noch etwas von Geräten anderer Hersteller mit anderen Betriebssystemen.
Dieter Petereit
>Andererseits unterscheidet sie dann kaum noch etwas von Geräten anderer Hersteller mit anderen Betriebssystemen.
Der Author vergisst hier: Chrome OS ist weitgehend zerstörungssicher (Stichwort: DAU) und kann einfach wiederhergestellt werden – das kommt mitunter auch dank des Sicherheitsmodells, das so in Desktop-Betriebssystemen absolut kein Standard ist.
Außerdem kenne ich persönlich kein weiteres Betriebssystem das Out-of-the-Box Android und Linux-Anwendungen unterstützt (und zwar mit integriertem Datenaustausch, ohne dass man etwas konfigurieren müsste).
Man kann Google viel nachsagen, aber Chrome OS ist definitiv das richtig Betriebssystem für die breite Masse die sich nicht mit der Technik beschäftigen will – das betrift vorallem viele (ehemalige) MacOS-Konsumten (viele, nicht alle).
Der einzige Grund warum Google mit Chrome OS nicht wirklich durchstartet ist weil Google das (aus welchem Grund auch immer) nicht will – und insofern keine eigenen Geräte in einem Großteil von Europa anbietet, die Zertifizierung schwer macht und vielleicht … ja vielleicht sind die Hersteller selbst auch dran Schuld – da sie das Betriebssystem sprichweg nicht ernst genug nehmen.
Das alles sollte man aber wissen, wenn man das System selbst mal mit offenen Augen und Ohren getestet hat – ohne Vorurteile zu haben. Mir scheint, das hat der Author nicht wirklich. Aber das ist nur eine Vermutung meinerseits …
Da ich ein ausgesprochener Freund der Meinungsvielfalt bin, will ich hier nur eines anmerken. Doch, ich habe das System getestet und hatte sogar schon mal ein Chromebook, sogar mit LTE-Anbindung.