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Project Eaden: Berliner Startup stellt neuartige Fasertechnologie für Fleisch aus Pflanzen vor

Pflanzliche Fleischersatzprodukte kommen schon seit längerem bei vielen Menschen aufs Teller. Nun stellt ein Berliner Startup die nächste Weiterentwicklung auf diesem Gebiet vor.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
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Hättet ihr es erkannt? Das mittlere Stück Fleisch ist rein pflanzlich. (Foto: Project Eaden)

Project Eaden, so der Name des Start-ups, hat eine proprietäre Fasertechnologie entwickelt, mit der Textur und Optik von tierischem Fleisch repliziert werden sollen. Das Resultat daraus soll ultra-realistisches Fleisch aus Pflanzen sein.

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Fleisch wird Faser für Faser nachgebaut

Sich Fasern, die in Pflanzen und Muskeln vorkommen, zum Vorbild zu nehmen, ist nichts Neues. Zahlreiche Hightech-Materialien orientieren sich stark an Naturfasern, wie etwa biobasierte Fasern für Implantate im menschlichen Körper oder Carbonfasern für Raketen und Satelliten.

„Wir bauen jetzt erstmals Fleisch Faser für Faser nach und nutzen dafür erprobte und einfach skalierbare Technologien aus der Textilindustrie”, erklärte Project Eaden-Mitgründer und Materialwissenschaftler David Schmelzeisen gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Vegconomist.

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Ihn fasziniert, welch „vielseitige Bausteine mit faszinierenden Materialeigenschaften“ natürliche Fasern sind. Schmelzeisen ist vom Fach, er arbeitet seit seinem Doktortitel an neuen Textiltechnologien.

Viel bessere Ökobilanz als echtes Fleisch

Die Technologie von Project Eaden baut auf den Erfahrungsschatz auf, der mit technisch hergestellten Fasern nicht nur in der Textilindustrie gesammelt wurde, sondern auch in der Luft- und Raumfahrt sowie der Informationstechnologie.

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Neu ist, mit dieser Technik erstmals Lebensmittel aus essbaren Proteinfasern herzustellen – zum Beispiel aus Erbsen. Dabei werden sehr feine, bis zu 100 Mikrometer dünne Biofasern zu Fasersträngen gebündelt. Damit wird der Aufbau von Muskeln simuliert.

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Als erstes kreierte Project Eaden so ein Steak aus Pflanzen. Das ist kein Zufall, denn insbesondere Rindfleisch hat eine sehr klimaschädliche Ökobilanz. Laut Vegconomist benötigen pflanzenbasierte Burger-Patties etwa 95 Prozent weniger Agrarland und rund 95 Prozent weniger Wasser als Rindfleisch. Dadurch verursachten sie rund 85 Prozent weniger Treibhausgase als echtes Fleisch.

Mitbegründer: Mutter Erde wartet auf pflanzliches Steak

Auf ein pflanzliches Steak warte nicht nur der Markt, „sondern auch Mutter Erde“, sagte Project-Eaden- Mitgründer Hubertus Bessau. Rinder seien für sechs Prozent aller Treibhausgase verantwortlich. „Das ist so viel wie der weltweite Personen- und Güterverkehr – auf Straßen, in der Luft und zur See zusammen.”

Ob das Konzept erfolgreich wird, muss sich aber erst zeigen. Große vegane Food-Start-ups wie Beyond Meat oder Oatly verloren vergangenes Jahr sehr viel an Wert. Bei Beyond Meat notierte die Aktie im vergangenen September 85 Prozent niedriger als im September des Vorjahres.

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