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Software & Infrastruktur

Projekt-Management mit Basecamp 3: Die Neuerungen des Tools im Überblick

Das neue Basecamp 3 im Überblick (Screenshot: Basecamp )

Projekt-Management-Tools gibt es viele, doch nur wenige Gute. Basecamp ist eins davon. Wir schauen uns die Neuerungen der brandneuen Version 3 an und gucken, was sich in der letzten Zeit getan hat.

Basecamp ist wohl eines der beliebtesten Tools, wenn es um das Organisieren im Team von Projekten, Aufgaben und Timings geht. Das Team hinter Basecamp hat in den letzten Tagen eine neue Version herausgebracht: Basecamp 3. Nach eigenen Angaben wurde das System vollständig neu programmiert und aufgebaut. Es beinhaltet den neuen Trix-Editor, ein optimiertes Design und einige zusätzliche Funktionen im Vergleich zur Vorgängerversion.

Da sich nicht nur der Umfang geändert hat, sondern auch die grundsätzliche Datenstruktur, wird ein neuer Basecamp-Account benötigt. Basecamp-2- oder Basecamp-Classic-Nutzer müssen natürlich nicht umsteigen, es kann auch mit dem alten System weitergearbeitet werden.

Alle Basecamp-3-Neuerungen im Überblick

Der Instant Messager von Basecamp: Ping (Screenshot: Basecamp)
Der Instant Messager von Basecamp: Ping (Screenshot: Basecamp)

Hinter dem Keyword „Ping“ versteckt sich in der neuen Basecamp-Version ein kleiner Messenger, über den Kurznachrichten ausgetauscht werden können – definitiv eine sinnvolle Erweiterung, sobald eine externe Person in das System eingebunden wird. Mehr als reine Textnachrichten zu verschicken, funktioniert hier aber nicht, für alles andere gibt es Slack & Co.

Basecamp verfügt natürlich auch über integrierte Notifications namens „Hey!“, die einen neuen Ping oder eine Deadline aufzeigen. Wer außerhalb seiner Arbeitszeit davon nichts mitbekommen will, kann die „Work-can-wait“-Funktion aktivieren. Basecamp merkt sich deine angelegten Arbeitszeiten und stört dich nicht mehr außerhalb dieser Zeit. In einer Zeit, in der der tägliche Stress eher steigt, statt sinkt, eine super Lösung, um im Feierabend wirklich abschalten zu können.

Wem Ping nicht reicht, der wird mit Campfire glücklich. Campfire ist eine Gruppen-Chat-Funktion, bei dem alle Teilnehmer lesen und schreiben können. Perfekt, um schnell und einfach Feedback einzuholen oder Links zu teilen.

Der Projektmanager kann jetzt fleißig Aufgaben verteilen. (Screenshot: Basecamp)
Der Projektmanager kann jetzt fleißig Aufgaben verteilen. (Screenshot: Basecamp)

Aufgaben können jetzt angelegt und einer Gruppe von Personen zugewiesen werden. Dabei kann auch der Zeitraum der zu erledigenden Aufgabe bestimmt werden. Somit erhält der Projektmanager die Kontrolle über das Timing und die richtige Verteilung der Prioritäten. Natürlich muss diese Funktion nicht unbedingt weniger Stress bei den Mitarbeitern erzeugen – zu viele Aufgaben können die Produktivität sinken lassen und den Stresspegel erhöhen. Daher sollte der Projektmanager das Werkzeug mit Augenmaß einsetzen.

Sollten wir mal eine Datei oder ein Dokument in Basecamp verloren haben, hilft uns jetzt die überarbeitete Suche. Sie ist nicht nur schlank und schnell, sondern durchsucht auch die Dokumente selbst. Damit sollte nichts mehr verloren gehen können.

Applaus, Applaus .. Da hat sich doch Mario eingeschlichen. (Screenshot: Basecamp)
Applaus, Applaus .. Da hat sich doch Mario eingeschlichen. (Screenshot: Basecamp)

Basecamp lebt davon, seine Strukturen und Prozesse einfach, aber unkonventionell aufzubereiten. Mit einem verspielten Design und kleinen Gimmicks wird das unterstrichen. So ist zum Beispiel der Applaus-Button, der als Gefällt-mir-Button verstanden werden kann, mit einem Sound aus der Nintendo-Mario-Welt unterlegt. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch durchaus produktiv.

Beim gesamten Konzept dürfen natürlich auch Reports nicht fehlen. Besonders Projektmanager interessieren sich für Aufgaben, die außerhalb des Timings liegen oder die schon abgeschlossen sind. Dafür gibt es die Reports, die zu jedem Zeitpunkt eines Projektes erstellt werden können.

Auch das Verschicken eines öffentlichen Links, um Informationen mit Nicht-Basecamp-Nutzern zu teilen, stellt mit der neuen Version kein Problem mehr dar. Über das Message-Board können Beiträge erstellt und diskutiert werden und mit automatisierten Checkins lassen sich Fragen in einem gewissen Intervall an bestimmte Nutzer stellen. Als Beispiel könnt ihr automatisch jeden Montag eure Programmier fragen, ob noch Material fehlt. Ob sich das in der Realität als sinnvolles Feature herausstellt, muss sich aber erst zeigen.

Mit Clients im Basecamp 3 zusammenarbeiten. (Screenshot: Basecamp)
Mit Clients im Basecamp 3 zusammenarbeiten. (Screenshot: Basecamp)

Eine der besten Neuerungen von Basecamp 3 ist sicher die Zusammenarbeit mit dem Kunden oder externen Freelancern. Für beide gibt es gesonderte Einladungen zu einem Projekt. Sobald der Kunde eingeladen wird, erhält er eine differenzierte Darstellung des Projektes. Informationen aus dem Backend können explizit dem Kunden zugeordnet werden – oder gerade nicht. So kann sichergestellt werden, dass der Kunde keine unfertigen Aufgaben oder Layouts sieht – trotzdem aber bei wichtigen Entscheidungen einbezogen wird und sich ein Bild vom aktuellen Prozess machen kann.

Auch die Anbindung von Freelancern kommt nicht zu kurz. Benötigen wir für ein Projekt mehr Manpower, können wir kurzerhand einen Freelancer zu unserem Projekt einladen. Er kann selbstverständlich nur das aktuelle Projekt einsehen. Das vereinfacht die Zusammenarbeit ungemein und ist durch die überarbeite Ansicht sehr einfach in der Bedienung.

Basecamp 3 und seine Preispolitik

Basecamp 3 bringt eine Menge an Neuerungen mit, und natürlich muss nicht jede davon ein Glücksgriff sein. Was sich aber definitiv an Basecamp 3 verbessert hat, ist die Preisgestaltung. Die Preise für die alte Version wurden noch an der Anzahl der Projekte bemessen, das fällt jetzt weg. Egal wie viele Projekte oder Nutzer wir haben, unser Basecamp benötigt nur den kleinsten Plan von 29 US-Dollar im Monat. Wer zusätzlich 90 Gigabyte mehr Speicher haben will und die Kollaborations-Funktion freischalten will, benötigt schon den 79-Dollar-Plan. Für alle anderen, die zusätzlichen Support und zwei Terabyte Speicher brauchen, gibt es auch den 3000-Dollar-Plan, der jährlich abgerechnet wird.

Was leider immer noch fehlt, ist ein Freelancer-Plan. Freiberufler, die keine Mitarbeiter haben, sondern auch höchstens mit anderen Freelancern zusammenarbeiten, hätten sicher an einem günstigeren Plan Interesse. Für die meisten Agenturen dürften der Preis von 29 Dollar und der dazugehörige Funktions- und Leistungsumfang vollkommen zufriedenstellend sein. Einen echten kostenlosen Plan gibt es weiterhin nicht. Zwar können wir uns kostenlos registrieren und ein Projekt erstellen, wer Basecamp aber produktiv nutzen will, muss früher oder später – spätestens nach Abschluss des ersten Projektes – auf den 29-Dollar-Plan umsteigen.

Arbeitet ihr schon mit Basecamp und wollt auf Version 3 wechseln oder habt ihr einen ganz anderen Liebling?

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4 Reaktionen
charles

Bitte mal den kleinen Tippfehler "Terrabyte" korrigieren.

Jonathan Schneider

Danke für den Hinweis! Wird direkt korrigiert. :)

Wilm33r

Moderne Software ist sehr hilfsfreich, besonders bei der Unterstützung von Produktivität und Projektorganisation.
Ich stimme es aber nich zu, dass es wenige management Tools auf dem Markt gibt. Im Augenblick habe ich für meine Firma vor einem Jahr
Software, [url=https://kanbantool.com]Kanban Tool[/url] genannt, gefunden. Und, es machte mich von Anfang zufrieden. Keine Probleme mit Implimentierung, bequem und effektiv,
die Arbeit läuft einfach besser ;)

Thomas Günther

Fand das neue Basecamp schon in der Beta sehr gelungen. Einige richtig gute Ansätze. Von der Gestaltung ist vielleicht noch Luft nach oben, aber effektiv ist es allemal.

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