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Wie Quantennavigation vor GPS-Störungen schützen soll

Die britische Regierung hat erstmals offiziell ein neuartiges Navigationssystem getestet, das auf Quantensystemen basiert. Im Gegensatz zu GPS soll es immun gegen Störungsversuche sein.

Von Christian Weindl
1 Min.
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GPS basiert auf Satellitensignalen und kann deshalb gestört werden. Das neue Quantennavigationssystem kommt ganz ohne Signale von Außen aus. (Foto: NicoElNino/Shutterstock)

Wie das britische Wissenschaftsministerium in einer Pressemitteilung bekannt gibt, hat am 09. Mai der weltweit erste offiziell anerkannte Testflug mit einem Flugzeug stattgefunden, das mit Hilfe eines quantenbasierten Navigationssystems gesteuert wurde. Mit an Bord war auch der parlamentarische Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Innovation Andrew Griffith.

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Schwachstelle Satellitensignale: GPS-Störungen sind gängige Kriegspraxis

Bislang orientieren sich Flugzeuge – egal ob zivil oder militärisch – anhand des Global-Positioning-Systems (GPS), das mit Satellitensignalen operiert. Diese haben den Nachteil, dass sie zum Beispiel im Kriegsfall von gegnerischen Kräften blockiert oder manipuliert werden können.

Besonders beim noch andauernden russischen Angriff auf die Ukraine sind taktische GPS-Störungen weit verbreitete Kriegspraxis. Im Zuge dessen haben auch einige Nachbarländer immer wieder mit Störungen ihrer GPS-basierten Systeme zu kämpfen, was die Notwendigkeit für unangreifbare Alternativen noch einmal verdeutlicht haben dürfte.

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PNT statt GPS: nicht auf störungsanfällige Signale angewiesen

Das neuartige Navigationssystem PNT (Positioning, Navigation, Timing) arbeitet mit einer Kombination aus präzisen Atomuhren und Quantensystemen, die wiederum auf ultrakalten Atomen basieren.

Dieses sogenannte Quanten-Trägheitsnavigationssystem ist direkt am Flugzeug angebracht und misst das Verhalten der bis zu -273 Grad Celsius heruntergekühlten Atome, wodurch Richtung und Beschleunigung der Maschine genau berechnet werden können. Dies ermöglicht wiederum eine Berechnung der genauen Positionierung. Da das System auf keine Signale von außerhalb angewiesen ist, können diese auch nicht von feindlichen Kräften gestört werden.

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Regierung von Großbritannien fördert Entwicklung von Quantennavigation

Wissenschaftsminister Griffith sagte nach seinem Testflug in der umgebauten RJ100-Airborne-Maschine gegenüber der Presse: „Von Passagierflügen bis hin zur Schifffahrt sind wir alle auf präzise, sichere und zuverlässige Navigationssysteme angewiesen. Die wissenschaftliche Forschung, die wir hier im Bereich der Quantentechnologie unterstützen, könnte die nötige Widerstandsfähigkeit zum Schutz unserer Interessen bieten.“

Die britische Regierung fördert die Entwicklung der Quantennavigation mit 8 Millionen Pfund. Geleitet wird das Projekt von dem Technologieunternehmen Infleqtion mit einer Beteiligung zahlreicher weiterer internationaler Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

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