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„Langfristige Besiedlung der Erdumlaufbahn“: China plant kilometergroße Raumfahrzeuge

Chinas Nationale Stiftung für Naturwissenschaften fördert ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt zur Erforschung der Voraussetzungen für den Zusammenbau „ultragroßer Raumstationen“ in der Umlaufbahn.

2 Min. Lesezeit
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"Ultragroßes Raumschiff" - allerdings (noch) Science Fiction. (Bild: Liu Zishan / Shutterstock)

Die Regierung der Volksrepublik China sieht die Zukunft des Landes offenbar in der Erdumlaufbahn. Die Nationale Stiftung für Naturwissenschaften (NSFC) ist ein chinesisches Förderprogramm für Grundlagenforschung. Über insgesamt zehn Bereiche, zu denen Erkenntnisse gesucht werden, schreibt die NSFC die Forschung am Bau sogenannter ultragroßer Strukturen im Orbit aus.

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Dafür gebe es einen „dringenden Bedarf“. In einem ersten Schritt soll nun Klarheit über die Grundlagen hergestellt werden. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung von Leichtbaustrukturen sowie ihren Transport zur orbitalen Baustelle und ihre anschließende Montage.

Grundlagenforschung konzentriert sich auf logistische Aspekte

Kilometergroße, ultragroße Raumfahrzeuge seien „wichtige strategische Raumfahrtausrüstung für die künftige Nutzung von Weltraumressourcen, die Erforschung der Geheimnisse des Universums und die langfristige Besiedlung der Erdumlaufbahn“, heißt es in der Projektskizze.

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Wie die South China Morning Post berichtet, soll das Projekt vor allem ein besonders leichtgewichtiges Raumschiff hervorbringen. Das angestrebte geringe Gewicht soll gewährleisten, dass das erforderliche Material mit möglichst wenigen Starts in die Umlaufbahn gebracht und dort einfacher zusammengebaut werden kann.

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Um praxistaugliche Erkenntnisse zu gewinnen, sollen die Wissenschaftler im Rahmen des Projekts auch die Dynamik der Umlaufbahn in einer Simulation auf der Erde nachbilden, um in diesem Zusammenhang zu erforschen, wie der Montageprozess in einer kontrollierten Weise abgewickelt werden könnte.

Viel mehr gibt die Projektskizze nicht her. Bei dem vagen Grundlagenprojekt handelt es sich um eines von fünf, deren Förderung mit insgesamt 2,3 Millionen US-Dollar veranschlagt ist.

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Daran arbeitet die chinesische Weltraumforschung bereits

Bereits in Arbeit befindlich ist eine 66 Tonnen schwere Raumstation, die schon im Jahr 2022 in ihrer ersten Ausbaustufe in Betrieb gehen soll. Elf Raumfahrtmissionen plant China zu deren Errichtung. Dabei gehört die Raumstation sicherlich nicht zu den hier beschriebenen ultragroßen Strukturen.

Jedenfalls ultragroß wird hingegen das in Planung befindliche Solarkraftwerk im geostationären Orbit werden. Das Kraftwerk soll Sonnenenergie sammeln und die Energie über Mikrowellen zur Erde übertragen. Ebenfalls bereits in Arbeit befindet sich ein Projekt mit dem Ziel, ein riesiges Weltraumteleskop zu errichten. Dabei konzentriert sich die Forschung auf die Herausforderungen der automatisierten, intelligenten Montage eines Teleskops mit einer geplanten Öffnung von zehn Metern. In dem Projekt kooperiert das Changchun Institute of Optics, Fine Mechanics and Physics (CIOMP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) mit der Universität von Surrey im Vereinigten Königreich.

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